Ibn Aqil und einige Schafiiten sagten: Es ist ebenfalls unrein, selbst wenn es viel ist (50) und seine Bereiche voneinander entfernt sind; denn es ist stehendes Wasser, von dem ein Teil unrein ist, also ist das Ganze unrein, so als ob seine Bereiche nahe beieinander lägen. Zudem ist das Veränderte eine unreine Flüssigkeit, daher verunreinigt es das, womit es in Berührung kommt, und dieses verunreinigt wiederum das, womit es in Berührung kommt, bis zum Ende. Sollte es jedoch in Bewegung geraten und die Veränderung verschwinden, so entfällt die Verunreinigung, da ihr Grund entfallen ist.
Unsere Beweisführung stützt sich auf den Ausspruch des Propheten - Allahs Segen und Friede seien auf ihm -: "Wenn das Wasser zwei Qulla erreicht, verunreinigt es nichts." Und sein Ausspruch - Allahs Segen und Friede seien auf ihm -: "Das Wasser ist reinigend, nichts verunreinigt es." Das nicht veränderte Wasser hat die Menge von zwei Qulla erreicht und wurde nicht verändert, daher fällt es unter die allgemeine Bedeutung der Hadithe. Zudem ist es eine große Menge Wasser, das durch die Unreinheit nicht verändert wurde, daher ist es rein, so als ob sich nichts davon verändert hätte. Außerdem ist der Grund für die Verunreinigung des vielen Wassers ausschließlich die Veränderung, daher ist die Verunreinigung auf den Ort des Grundes beschränkt, so wie wenn ein Teil davon durch etwas Reines verändert würde. Daher ist der Analogieschluss (Qiyas) auf den Fall, in dem das nicht veränderte Wasser weniger als zwei Qulla beträgt, nicht zulässig; denn es handelt sich um eine geringe Menge, die allein durch die Berührung mit der Unreinheit unrein wird, im Gegensatz zur großen Menge.
Was die Entfernung oder Nähe der Bereiche betrifft, so ist dies unerheblich; maßgeblich ist vielmehr, ob das nicht veränderte Wasser eine geringe oder große Menge ist. [Daher steht] (51) das Urteil der Reinheit des Wassers, das an die Unreinheit angrenzt, nicht im Widerspruch dazu, wie es der Fall wäre, wenn sich darin ein Hund oder ein Kadaver befände; denn das daran Angrenzende ist rein. Sollte man dessen Reinheit ablehnen, so ist zumindest das an das Angrenzende Angrenzende rein. Nach ihrer Analogie müsste das Meer unrein werden, wenn ein Teil davon verändert würde, ebenso wie fließendes Wasser und alles, wovon ein Teil verändert wird, doch das vertritt niemand. Ahmad sagte bereits bezüglich der Sammelbecken (52), die am Weg nach Mekka liegen: "Nichts verunreinigt diese."
Abschnitt: Es gibt keinen Unterschied zwischen einer geringen und einer großen Menge an Unreinheit, egal ob die geringe Menge mit bloßem Auge erkennbar ist oder nicht, bei allen Arten von Unreinheiten. Ausgenommen ist das, von dessen geringer Menge bei der Kleidung nachsichtig abgesehen wird, wie etwa Blut und Ähnliches; für das Wasser, das dadurch unrein geworden ist, gilt dasselbe Urteil hinsichtlich der Nachsicht bei geringer Menge. Jede Unreinheit, durch die Wasser unrein wird, macht dessen Urteil zu ihrem eigenen Urteil; denn die Unreinheit des Wassers entsteht aus der Unreinheit dessen, was hineingefallen ist, und ist ein Ableger davon, und für den Ableger gilt das Urteil seines Ursprungs.
(50) In M: "kabr". (51) In the original: "wa-lā yamnaʿ". (52) Al-maṣnaʿ: what is constructed to collect water, like a pond (birka) and a cistern (ṣihrīj), and its explanation will come in the commentary on the fifth issue.