Die dritte Kategorie ist das Wasser, das mehr als zwei Qulla beträgt. Es gibt hier zwei Zustände: Erstens, dass es durch etwas anderes als Veränderung unrein geworden ist; hierfür gibt es keinen anderen Weg zur Reinigung als die Vermehrung. Zweitens, dass es durch Unreinheit verändert ist; seine Reinigung erfolgt durch eines von drei Dingen: Vermehrung, das Verschwinden der Veränderung durch langes Verweilen oder das Schöpfen einer Menge Wasser, durch welche die Veränderung verschwindet, wobei nach diesem Vorgang noch zwei oder mehr Qulla verbleiben. Denn bliebe weniger als zwei Qulla übrig, bevor die Veränderung verschwunden ist, so würde die Veränderung nicht als Ursache der Unreinheit bestehen bleiben, da es bereits ohne sie unrein wurde; somit entfällt die Unreinheit nicht durch das Verschwinden der Veränderung. Deshalb wird eine große Menge Wasser durch Schöpfen und langes Verweilen rein, eine kleine Menge jedoch nicht. Denn die Ursache der Unreinheit (69) bei einer großen Menge ist die Veränderung, und diese Unreinheit entfällt mit dem Wegfall der Ursache, so wie Wein, der zu Essig wird. Bei einer kleinen Menge hingegen ist die Ursache der Unreinheit das bloße Zusammentreffen, nicht die Veränderung, daher hat das Verschwinden der Veränderung keinen Einfluss auf das Ende der Unreinheit.
Abschnitt: Es wird für die Vermehrung nicht vorausgesetzt, dass das Wasser auf einmal hineingegossen wird, da dies unmöglich ist. Stattdessen führt man das Wasser so gründlich wie möglich (70) zu, sei es aus einem Kanal, Eimer für Eimer, oder indem Regenwasser hineinfließt oder es nach und nach entspringt, bis es zwei Qulla erreicht; dadurch erfolgt die Reinigung.
Abschnitt: Wenn Wasser mit weniger als zwei Qulla vermehrt wird und seine Veränderung verschwindet, oder wenn Erde oder eine Flüssigkeit hineingeworfen wird, die das Wasser verändert, oder Ähnliches, wodurch die Veränderung verschwindet, so gibt es dazu zwei Ansichten: Die erste besagt, dass es dadurch nicht rein wird, weil es die Unreinheit nicht von sich selbst abwehren kann, also erst recht nicht von anderem; und weil es kein reinigendes Wasser (Tahur) ist, erzielt es keine Reinigung, wie unreines Wasser. Die zweite Ansicht besagt, dass es rein wird, weil die Ursache seiner Unreinheit die Veränderung war und diese nun beseitigt ist; die Unreinheit entfällt also, wie bei einer Veränderung durch langes Verweilen oder wie bei Wein, der zu Essig wird.
Abschnitt: Nach der Lehrmeinung von al-Qadi und Ibn 'Aqil werden andere Flüssigkeiten außer Wasser durch Reinigung nicht rein. Ibn 'Aqil sagte: "Außer Quecksilber, denn aufgrund seiner Stärke und Kohäsion verhält es sich wie ein Festkörper." Denn der Prophet – Friede sei auf ihm – wurde nach geschmolzenem Fett gefragt, in das eine Maus gefallen war, und sagte: "Wenn es flüssig ist, dann nähert euch ihm nicht", überliefert von Abu Dawud. Hätte es einen Weg zur Reinigung gegeben, hätte er nicht befohlen, es wegzuschütten.
Abu al-Khattab wählte die Ansicht, dass das, was sich reinigen lässt, wie etwa Öl, dadurch rein wird, da es möglich ist, es mit Wasser zu waschen, und es somit rein wird, wie ein Festkörper. Die Art der Reinigung besteht darin, es in eine große Menge Wasser zu geben und es darin umzurühren, bis das Wasser alle seine Teile erreicht, dann lässt man es stehen, bis es über dem Wasser schwimmt, woraufhin es abgeschöpft wird. Wenn man es in einem Gefäß lässt, Wasser darauf gießt und es darin umrührt und für das Gefäß einen Auslass (71) vorsieht, durch den das Wasser abfließt, so ist dies zulässig. Der Hadith bezieht sich spezifisch auf Fett; es ist möglich, dass seine Reinigung unmöglich ist, da es im Wasser fest wird, oder dass der Prophet – Friede sei auf ihm – den Befehl zur Reinigung aufgrund der Schwierigkeit und der Seltenheit des Vorfalls unterließ.
(69) In the original: "najāsatihi". (70) In M: "al-mutābaʿa".
القسم الثالث، الزَّائِدُ عن القُلَّتَين، فله حالان، أحدهما، أن يكونَ نَجِسًا بغيرِ التَّغَيُّرِ، فلا طريقَ إلى تطْهِيرِه بغيرِ المُكاثرةِ، الثاني أن يكون مُتغيِّرًا بالنجاسةِ، فتطهِيرُهُ بأحد أمورٍ ثلاثة؛ المكاثرة، أو زَوالُ تغيُّرهِ بمُكْثِه، أو أن يُنْزَحَ منه ما يزولُ به التَّغَيُّرُ، ويبْقَى بعد ذلك قُلَّتان فصاعِدًا، فإنه إن بَقِيَ ما دون القُلَّتَين، قبلَ زَوالِ تغيُّرِه، لم يَبْقَ التَّغيُّرُ عِلَّةَ تَنْجِيسهِ؛ لأنه تنجَّس بدونهِ، فلا يزولُ التَّنْجِيسُ بزَوالهِ، ولذلك طَهُرَ الكثيرُ بالنَّزح وطُولِ المُكْثِ، ولم يطْهُرِ القليلُ، فإنَّ الكثيرَ لما كانت عِلّةُ تَنْجِيسه (٦٩) التغيُّرَ زالَ تنْجِيسُه بزَوالِ علَّتِه، كالخَمْرةِ إذا انقلبتْ خَلًّا، والقليلُ عِلَّةُ تنْجِيسِه المُلاقاةُ لا التغيُّرُ، فلم يُؤَثِّرْ زَوالُه في زَوالِ التَّنْجِيسِ.
فصل: ولا يُعْتَبرُ في المُكاثرةِ صَبُّ الماءِ دَفعةً واحدةً؛ لأنَّ ذلك غيرُ مُمْكِنٍ، لكنْ يُوصِلُ الماءَ على ما يُمْكِنُه من المبالغةِ (٧٠)، إمَّا مِن ساقيةٍ، وإمَّا دَلْوًا فدَلْوًا، أو يَسِيلُ إليه ماءُ المطَرِ، أو يَنْبُعُ قليلًا قليلًا، حتى يبلُغ قُلَّتَين فيَحْصُل به التَّطْهيرُ.
فصل: فإن كُوثِرَ بما دون القُلَّتَين، فزال تغيُّرُه، أو طُرِحَ فيه ترابٌ أو مائعٌ غيَّرَ الماءَ، أو غيرُ ذلك، فزال تغيُّرُه به، ففيه وجهان؛ أحدهما، لا يطْهُر بذلك؛ لأنه لا يدْفَعُ النجاسةَ عن نفسِه، فعَن غيرِه أوْلَى، ولأنه ليس بطَهُورٍ، فلا يحْصُلُ به الطهارةُ كالماء النَّجِسِ. والثاني، يطْهُرُ؛ لأنَّ عِلَّةَ نجاستِه التغيُّرُ، وقد زال، فيزُولُ التَّنْجِيسُ كما لو زال بمُكْثِه، وكالخَمْرةِ إذا انقلبتْ خَلًّا.
فصل: ولا يطْهُر غيرُ الماءِ من المائعاتِ بالتَّطْهيرِ، في قولِ القاضي وابنِ عَقِيل، قال ابنُ عَقِيل: إلَّا الزِّئْبَقَ؛ فإنه لقُوَّتِه وتَماسُكِه يجْرِى مَجْرَى الجامِد؛ لأنَّ النبيَّ -صلى اللَّه عليه وسلم- سُئل عن السَّمْنِ إذا وقَعتْ فيه الفَأرَةُ، فقال: "إِنْ كَانَ مَائِعًا فَلَا تَقْرَبُوهُ" روَاه أبو داود، ولو كان إلى تطْهِيرِه طريقٌ لم يأمُرْ بإراقتِه.
واخْتار أبو الخَطَّاب أن ما يتَأتَّى تطْهيرُه كالزَّيْتِ، يطْهُر به؛ لأنه أمْكَنَ غَسْلُه
(٦٩) في الأصل: "نجاسته".(٧٠) في م: "المتابعة".