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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 1 · Seite 164Abschnitt

Übersetzung · DE

Wir aber stützen uns darauf, dass der Prophet (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) sein Haar unter seinen Gefährten verteilte. Anas sagte: "Als der Prophet (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) die Steine warf und sein Opfertier schlachtete, gab er dem Scherer seine rechte Seite, und er scherte sie. Dann rief er Abū Ṭalḥa al-Anṣārī und gab es ihm. Danach reichte er ihm die linke Seite und sagte: 'Scher' (7), und er scherte sie und gab sie Abū Ṭalḥa mit den Worten: 'Teile es unter die Leute auf'." Dies überlieferte Muslim und Abū Dāwūd (8). Es wurde überliefert, dass Muʿāwiya verfügte, sein Anteil (9) davon solle ihm bei seinem Tod in den Mund gelegt werden. In der Kappe von Chālid befanden sich einige Haare des Propheten (Friede und Segen Allahs seien auf ihm). Wäre dies unrein, so wäre dies nicht zulässig gewesen, und der Prophet (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) hätte es nicht verteilt, wohlwissend, dass sie es nehmen würden, um den Segen (Tabarruk) davon zu suchen und es in der Hoffnung auf diesen Segen bei sich zu tragen (10). Was vom Propheten (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) rein war, ist auch bei anderen rein, wie auch das Übrige. Zudem ist es ein Haar, dessen verbundener Zustand rein ist, also ist auch sein abgetrennter Zustand rein, wie das Haar aller Tiere. Dasselbe sagen wir über die Körperteile des Menschen. Und selbst wenn wir deren Unreinheit zugestehen würden, so werden sie bei anderen Tieren durch die Abtrennung zu Lebzeiten unrein, im Gegensatz zum Haar.

Abschnitt: Jedes Tier hat Haar, das seinen übrigen Teilen gleicht; was rein ist, dessen Haar ist rein [im lebendigen und toten Zustand] (11), und was unrein ist, dessen Haar ist ebenso. Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Zustand des Lebens und dem des Todes, außer dass Tiere, deren Reinheit wir aufgrund der Schwierigkeit, sie zu meiden, festgesetzt haben – wie die Katze und alles, was ihr in der Natur gleichkommt –, im Zustand nach dem Tod zwei Ansichten zulassen:

Erstens: Sie sind unrein, da sie trotz des Vorhandenseins des Grundes für die Unreinheit aufgrund eines entgegenstehenden Faktors rein waren.

Anmerkungen

(7) In Manuskript M: "Scher es". (8) Überliefert von Muslim im Kapitel über die Erklärung, dass die Sunna am Tag des Opferfestes... etc., im Buch der Pilgerfahrt. Ṣaḥīḥ Muslim 3/948. Und Abū Dāwūd im Kapitel über das Scheren und Kürzen, im Buch der Riten. Sunan Abū Dāwūd 1/457. Ebenso überlieferte es al-Tirmidhī im Kapitel darüber, mit welcher Seite des Kopfes das Scheren begonnen wird, aus den Kapiteln der Pilgerfahrt. ʿĀriḍat al-Aḥwadhī 4/146. (9) Aus dem Original (A) gefallen. (10) Dies bezieht sich ausschließlich auf die Reliquien des Gesandten (Friede und Segen Allahs seien auf ihm), die von seinem Körper getrennt wurden, wie sein Haar, sein Waschwasser und sein Schweiß. Dies darf bei anderen als dem Gesandten (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) nicht praktiziert werden; es ist also nicht zulässig, den Segen der Hinterlassenschaften rechtschaffener Menschen zu suchen, da die Gefährten dies bei anderen als dem Gesandten (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) nicht taten. Und Allah weiß es am besten. (11) Aus Manuskript M gefallen.

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