ʿAṭāʾ und Abū Thawr sagten: Es ist verpflichtend, das Innere der Haare im Gesicht zu waschen, [auch wenn er dicht ist, so wie es bei der rituellen Unreinheit (Janāba) verpflichtend ist; und dies, weil er dazu angewiesen wurde, das Gesicht im] (6) Wuḍūʾ zu waschen, genauso wie er dazu angewiesen wurde, es bei der Janāba zu waschen, daher ist das, was bei einem von beiden verpflichtend ist, auch beim anderen verpflichtend.
Die Lehrmeinung der Mehrheit der Gelehrten besagt, dass dies nicht verpflichtend ist und auch das Durchkämmen (Tahlīl) nicht verpflichtend ist. Zu denjenigen, die das Unterlassen des Durchkämmens als zulässig (rukhṣa) erachteten, gehören Ibn ʿUmar, al-Ḥasan ibn ʿAlī, Ṭāwūs, al-Nakhaʿī, al-Shaʿbī, Abū al-ʿĀliya (7), Mujāhid, al-Qāsim (8), Muḥammad ibn ʿAlī (9), Saʿīd ibn ʿAbd al-ʿAzīz (10) und [Ibn al-Mundhir] (11). Denn Gott, der Erhabene, hat zum Waschen angewiesen und das Durchkämmen nicht erwähnt. Die meisten von denjenigen, die den Wuḍūʾ des Gesandten Allahs – Friede und Segen Allahs seien auf ihm – überlieferten, haben es nicht erwähnt. Wäre es verpflichtend gewesen, so hätte er es bei keiner Wuḍūʾ ausgelassen. Hätte er es bei jeder Wuḍūʾ getan, so hätte es jeder, der seinen Wuḍūʾ beschrieb, oder zumindest die meisten von ihnen überliefert. Dass er es unterließ, deutet darauf hin, dass das Waschen dessen, was sich unter dem dichten Haar befindet, nicht verpflichtend ist. Denn der Prophet – Friede und Segen Allahs seien auf ihm – hatte einen dichten Bart, sodass das Wasser ohne Durchkämmen und ohne Übertreibung das, was sich unter seinem Haar befindet, nicht erreichen würde. Seine Praxis, das Durchkämmen (12) in einigen Fällen vorzunehmen, weist auf die Empfehlenswertheit (istḥbāb) dessen hin. Und Gott weiß es am besten.
Abschnitt: Yaʿqūb (13) sagte: Ich fragte Aḥmad nach dem Durchkämmen? Da zeigte er mir (die Stelle) unter seinem Bart.
(6) Fehlt in der Vorlage (al-aṣl). (7) Abū al-ʿĀliya Rufayʿ ibn Mihrān al-Riyāḥī al-Baṣrī, der Koranrezitator und Exeget. Er starb im Jahr 93 n.H. Al-ʿIbar 1/108, Tahdhīb al-Tahdhīb 3/284-286. (8) In M: "und Abū al-Qāsim". Wir befürchten jedoch, dass es "und Abū al-Qāsim Muḥammad ibn ʿAlī" heißen müsste, da der im Folgenden genannte Muḥammad ibn ʿAlī den Kunya-Namen Abū al-Qāsim trägt. Es handelt sich um Abū Muḥammad al-Qāsim ibn Muḥammad ibn (Abī Bakr al-Ṣiddīq) ʿAbd Allāh al-Qurashī al-Taymī; er war einer der sieben Rechtsgelehrten, vertrauenswürdig, gelehrt, gottesfürchtig und überlieferte viele Hadithe. Er starb im Jahr 106 n.H. Siyar Aʿlām al-Nubalāʾ 5/53-60. (9) D.h. Ibn al-Ḥanafiyya. Er ist Abū al-Qāsim Muḥammad ibn ʿAlī ibn (Abī Ṭālib) ʿAbd Manāf al-Qurashī al-Hāshimī. Er war gottesfürchtig und sehr gelehrt. Er starb im Jahr 80 n.H. Siyar Aʿlām al-Nubalāʾ 4/110-129. (10) Abū Muḥammad Saʿīd ibn ʿAbd al-ʿAzīz al-Tanūkhī, der Rechtsgelehrte von Syrien (al-Shām) nach al-Awzāʿī. Er war rechtschaffen und fromm. Er starb im Jahr 167 n.H. Al-ʿIbar 1/250. (11) In M: "und al-Mundhir". (12) In M: "das Durchkämmen". (13) Es handelt sich vermutlich um Abū Yūsuf Yaʿqūb ibn Ibrāhīm ibn Kathīr al-ʿAbdī al-Dūraqī. Er saß mit Imam Aḥmad zusammen, fragte ihn nach Dingen, die er von ihm überlieferte, und verfasste das "Musnad". Er starb im Jahr 252 n.H. Ṭabaqāt al-Ḥanābila 1/414, 415.
وقال عَطاء وأبو ثَوْر: يَجبُ غَسْلُ باطِن شُعُورِ الوَجْهِ [وإن كان كَثِيفًا كما يَجِبُ في الجَنابَةِ، ولأنهُ مَأْمُورٌ بغَسْلِ الوَجْهِ] (٦) في الوُضُوءِ كما أُمِرَ بغَسْلِهِ في الجَنَابةِ، فما وَجَبَ في أحَدِهِما وَجَبَ في الآخَرِ مِثْلُه.
ومَذْهَبُ أَكْثَر أَهْلِ العِلْمِ أن ذلك لا يَجِبُ، ولا يَجِبُ التَّخْلِيل؛ ومِمَّنْ رَخَّصَ في تَرْكِ التَّخْلِيلِ ابنُ عُمَر، والحَسَنُ بنُ عَلِىّ، وطَاوُس، والنَّخَعِىُّ، والشَّعْبِىُّ، وأبُو العَالِية (٧)، ومُجاهد، والقاسِم (٨)، ومُحمّد بن عَلِىّ (٩)، وسَعِيد بنُ عَبْدَ العَزِيز (١٠)، [وابن المُنْذِر] (١١)؛ لأن اللهَ تَعالَى أمَرَ بالغَسْلِ، ولم يذكر التَّخْلِيلَ، وأكْثَرُ مَنْ حَكَى وُضُوءَ رَسُولِ اللهِ -صلى اللَّه عليه وسلم- لم يَحْكِهِ، ولو كان واجِبًا لما أخَلَّ به في وُضُوءٍ، ولو فَعَلَه في كُلِّ وُضُوءٍ لنَقَلَهُ كلُّ مَنْ حَكَى وُضُوءَهُ أو أَكْثَرُهم، وتَرْكُه لذلك يَدُلُّ عَلَى أنَّ غَسْلَ ما تَحْتَ الشَّعْرِ الكَثِيفِ ليس بِواجِبٍ؛ لأنَّ النبيَّ -صلى اللَّه عليه وسلم- كان كَثِيفَ اللِّحْيَةِ فلا يَبْلُغُ الماءُ ما تَحْتَ شَعْرِها بدُونِ التَّخْلِيلِ والمُبَالَغةِ، وفِعْلهُ للِتَّخْلِيلِ (١٢) في بعضِ أحْيانِه يَدُلُّ عَلَى اسْتِحْبابِ ذلك. واللهُ أعَلمُ.
فصل: قال يَعْقُوبُ (١٣): سَأَلْتُ أحْمَدَ عن التَّخْلِيلِ؟ فأَرَانِى مِنْ تَحْتِ لِحْيَتِهِ،
(٦) سقط من: الأصل.(٧) أبو العالية رفيع بن مهران الرياحى مرلاهم، البصري، المقرئ المفسر، توفى سنة ثلاث وتسعين. العبر ١/ ١٠٨، تهذيب التهذيب ٣/ ٢٨٤ - ٢٨٦.(٨) في م: "وأبو القاسم". ونخشى أن يكون: "وأبو القاسم محمد بن على". فإن محمد بن على الآتى كنيته أبو القاسم.وهو أبو محمد القاسم بن محمد بن (أبى بكر الصديق) عبد اللَّه القرشي التيمى، وهو أحد الفقهاء السبعة، وكان ثقة، عالما، ورعا، كثير الحديث، توفى سنة ست ومائة. سير أعلام النبلاء ٥/ ٥٣ - ٦٠.(٩) أي: ابن الحنفية. وهو أبو القاسم محمد بن على بن (أبى طالب) عبد مناف القرشي الهاشمى، كان ورعا، كثير العلم، توفى سنة ثمانين. سير أعلام النبلاء ٤/ ١١٠ - ١٢٩.(١٠) أبو محمد سعيد بن عبد العزيز التنوخى، فقيه الشام بعد الأوزاعي، وكان صالحا قانتا، توفى سنة سبع وستين ومائة. العبر ١/ ٢٥٠.(١١) في م: "والمنذر".(١٢) في م: "التخليل".(١٣) لعله: أبو يوسف يعقوب بن إبراهيم بن كثير العبدى الدورقى، جالس الإمام أحمد، وسأله عن أشياء رواها عنه، وصنف "المسند"، توفى سنة اثنتين وخمسين ومائتين. طبقات الحنابلة ١/ ٤١٤، ٤١٥.