Salama (10): Was über den Ohransatz hinausgeht, ist der Arid. Das Kinn (Dhaqan) ist der Treffpunkt der beiden Kiefer. Diese drei Haararten gehören zum Gesicht und müssen mit ihm gewaschen werden. Ebenso die vier Haararten: die Augenbrauen, die Wimpern, die Anfaqa (Haare unter der Unterlippe) und der Schnurrbart. Was den Sudgh (Schläfe) betrifft, also das Haar, das nach dem Ende des Ithar liegt und das dem oberen Teil des Ohres gegenüberliegt und ein wenig unter dessen Spitze herabfällt, sowie die Naza'atan, also die Stellen am Kopf (11), an denen der Haarwuchs seitlich am Kopf zurückweicht, so gehören diese zum Kopf. Einige unserer Gefährten erwähnten bezüglich des Sudgh eine weitere Ansicht, nämlich dass er zum Gesicht gehöre, weil er mit dem Ithar verbunden sei und dem Arid ähnele; dies ist jedoch nicht korrekt. Denn al-Rubayyi bint Mu'awwidh sagte: Ich sah den Gesandten Allahs (s.a.w.) bei der Waschung (Wudu) (12), er wischte über seinen Kopf, über den vorderen und hinteren Teil, über seine Schläfen und seine Ohren, alles auf einmal (13). Er wischte ihn also zusammen mit dem Kopf ab, und es wurde nicht berichtet, dass er ihn zusammen mit dem Gesicht gewaschen hätte (15). Zudem handelt es sich um Haar, das mit dem Kopfhaar verbunden ist, [es ist nicht auf den Erwachsenen beschränkt, also gehört es zum Kopf, wie die übrigen Teile davon. Was er (der Autor) als Analogie (Qiyas) erwähnte, ist eine bloße Annahme ohne fundierte Bedeutung, und sie hat keinen Vorrang vor unserer Analogie] (17).
Was das Tahdhif betrifft, also das Haar, das innerhalb des Gesichts zwischen dem Ende des Ithar und der Naza'a liegt, so gehört dies zum Gesicht. Ibn Hamid erwähnte dies; [weil es Haar zwischen dem hellen Bereich des Gesichts ist, also ähnelt es dem Ithar] (18). Es ist möglich, dass es zum Kopf gehört, weil es mit ihm verbundenes Haar ist, [das nicht aus dessen Bereich herausragt, also ähnelt es dem Sudgh] (19). Die erste Ansicht ist jedoch korrekter, denn wenn an dieser Stelle kein Haar wäre, würde sie zum Gesicht gehören; gleiches gilt also, wenn dort Haar vorhanden ist, wie beim übrigen Gesicht.
(10) Abu Talib al-Fadl ibn Salama ibn Asim al-Dabbi, der Sprachgelehrte. Er war verständig und tugendhaft und verstarb im Jahr 300 n.H. Inbah al-Ruwat 3/305-311. (11) Im Original gibt es die Ergänzung: "Mana'an". (12) In M: "tawadda'a" (er vollzog die Waschung). Das im Original und in den Sunan von Abu Dawud Festgelegte ist die korrekte Lesart. (13) Überliefert von Abu Dawud, im Kapitel über die Beschreibung der Waschung des Propheten (s.a.w.), aus dem Buch der Reinigung. Sunan Abi Dawud 1/28. (14) Fehlt im Original. (15) Im Original gibt es die Ergänzung: "rawa-hu Abu Dawud" (überliefert von Abu Dawud). (16) In M: "muttasil" (verbunden). (17) In M stattdessen: "fa-kana minhu" (somit gehörte es dazu). (18) Fehlt in M. (19) Fehlt in M.