Sa'id ibn al-Musayyib sagte: „Tun dies etwa nicht nur die Frauen?“ Und 'Ata' sagte: „Das Waschen des Afters ist eine Neuerung (Muhdath).“ Und al-Hasan pflegte sich nicht mit Wasser zu reinigen. Von Hudhaifa wurden diesbezüglich beide Ansichten überliefert. Ibn 'Umar pflegte sich ebenfalls nicht mit Wasser zu reinigen, tat es dann aber doch und sagte zu Nafi': „Wir haben es ausprobiert und für gut befunden.“ Dies ist auch die Lehrmeinung von Rafi' ibn Khadidsch und die korrekte Ansicht, aufgrund dessen, was Anas überlieferte: „Der Prophet – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – pflegte die Toilette aufzusuchen, und ich sowie ein junger Mann meines Alters trugen ein Gefäß (Idawa) (7) mit Wasser und einen Stab (Anaza) (8) bei uns, und er reinigte sich damit mit Wasser.“ Übereinstimmend überliefert (9). Und von 'A'ischa wird berichtet, dass sie sagte: „Weist eure Ehefrauen an, sich mit Wasser zu reinigen, denn ich schäme mich für sie, und der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – pflegte dies zu tun.“ (10) Al-Tirmidhi sagte: Dies ist ein authentischer (Sahih) Hadith. Sa'id überlieferte ihn, und Abu Huraira überlieferte vom Propheten – Allahs Segen und Friede seien auf ihm –, dass er sagte: „Diese Offenbarung kam über die Leute von Quba herab: {Darin sind Männer, die sich gerne reinigen} (11). Er sagte: „Sie pflegten sich mit Wasser zu reinigen, und so kam dieser Vers über sie herab.“ Dies wurde von Abu Dawud und Ibn Madscha überliefert (12). Und weil es die Stelle reinigt und die Unreinheit beseitigt, ist es erlaubt, wie es auch der Fall wäre, wenn sich die Unreinheit an einer anderen Stelle befände. Wenn man sich auf eine der beiden Möglichkeiten beschränken will, so ist Wasser besser, aufgrund des Hadith, den wir angeführt haben, und weil es die Stelle reinigt sowie die Substanz und die Spuren beseitigt; es ist somit gründlicher in der Reinigung. Wenn man sich auf den Stein beschränkt, so genügt dies, ohne Meinungsverschiedenheit unter den Gelehrten, aufgrund der von uns angeführten Berichte und weil es der Konsens (Idschma') der Gefährten – Allahs Wohlgefallen auf ihnen – ist. Am besten ist es jedoch, sich mit dem Stein zu reinigen und daraufhin Wasser zu verwenden. Ahmad sagte: Wenn man beides kombiniert, so ist ihm das am liebsten.
(7) Die Idawa: Ein Gefäß zur rituellen Reinigung. (8) Die Anaza; mit Harakat: Ein langer Stab mit einer Spitze am unteren Ende, auch als kleiner Speer bezeichnet. (9) Von al-Bukhari angeführt, in: „Kapitel über das Tragen des Stabes (Anaza) zusammen mit Wasser bei der Reinigung“, aus dem „Buch der rituellen Waschung (Wudu)“. Sahih al-Bukhari 1/50. Und Muslim, in: „Kapitel über die Reinigung mit Wasser nach dem Stuhlgang“, aus dem „Buch der rituellen Reinheit“. Sahih Muslim 1/227. Und al-Nasa'i, in: „Kapitel über die Reinigung mit Wasser“, aus dem „Buch der rituellen Reinheit“. Al-Mudschtaba 1/39. Und al-Darimi, in: „Kapitel über die Reinigung mit Wasser“, aus dem „Buch der rituellen Reinheit“. Sunan al-Darimi 1/173. Und Imam Ahmad, in: Al-Musnad 3/171, 203. (10) Angeführt von al-Tirmidhi, in: „Kapitel über die Reinigung mit Wasser“, aus den Kapiteln über die rituelle Reinheit. 'Aridat al-Ahwadhi 1/37. Und al-Nasa'i, in: „Kapitel über die Reinigung mit Wasser“, aus dem „Buch der rituellen Reinheit“. Al-Mudschtaba 1/39. (11) Sure al-Tawba 108. (12) Angeführt von Abu Dawud, in: „Kapitel über die Reinigung mit Wasser“, aus dem „Buch der rituellen Reinheit“. Sunan Abi Dawud 1/11. Und Ibn Madscha, in: „Kapitel über die Reinigung mit Wasser“, aus dem „Buch der rituellen Reinheit“. Sunan Ibn Madscha 1/128.