…anbieten, ihn zwischen seine Fersen oder zwischen seine Finger zu legen und seinen Penis daran abzuwischen, so soll er das tun. Wenn ihm dies jedoch nicht möglich ist, hält er ihn mit seiner rechten Hand fest und wischt mit seiner linken; aufgrund der Notwendigkeit. Es wurde gesagt: Er hält seinen Penis mit der Rechten und wischt mit der Linken, damit das Wischen nicht mit der rechten Hand geschieht. Das Erste ist jedoch vorzuziehen, aufgrund der Aussage des Propheten – Allahs Segen und Friede seien auf ihm: „Keiner von euch soll sein Glied mit seiner rechten Hand festhalten.“ Wenn er den Stein mit der Rechten hält und den Penis daran abwischt, so ist er weder ein Wischender mit der Rechten, noch hält er den Penis damit fest. Wenn er jedoch einhändig (an der Linken) ist oder an ihr eine Krankheit hat, reinigt er sich mit der Rechten; aufgrund der Notwendigkeit. Es ist nicht verpönt, dabei die Hilfe des Wassers in Anspruch zu nehmen, da die Notwendigkeit dazu drängt. Wenn er sich dennoch mit der Rechten reinigt, obwohl er keine Notwendigkeit dazu hat, so ist dies nach der Ansicht der meisten Gelehrten gültig. Von einigen Vertretern der Zahiri-Schule wurde überliefert, dass es nicht gültig sei, da es eine verbotene Handlung ist und somit ihren Zweck nicht erfüllt, so wie wenn man sich mit Dung oder Knochen reinigt. Das Verbot umfasst hier beide Fälle. Der Unterschied zwischen ihnen besteht darin, dass der Dung das direkte Instrument der Istijmar ist, das den betroffenen Bereich berührt, und dessen Benutzung eine Bedingung darstellt; daher war die Benutzung des Verbotenen dort nicht zulässig. Die Hand jedoch ist nicht das, was den Bereich direkt berührt, noch ist sie eine Bedingung dafür; vielmehr nimmt man mit ihr den Stein auf, der den Bereich berührt. Somit ist das Verbot hier ein disziplinarisches Verbot, das die Gültigkeit nicht verhindert.
Abschnitt: Ein Mann beginnt bei der Reinigung (Istinja) mit dem vorderen Bereich (Qubul), damit seine Hand nicht verunreinigt wird, wenn er zum hinteren Bereich (Dubur) übergeht, da sein vorderer Bereich hervortritt und die Hand ihn berührt, wenn er sie zum hinteren Bereich führt. Bei der Frau ist es freigestellt, mit welchem Bereich sie beginnt, da dies bei ihr nicht der Fall ist.
Es ist empfohlen, nach dem Urinieren kurz zu verweilen, seine Hand unterhalb der Hoden an die Wurzel des Penis zu legen und ihn dann bis zur Spitze auszustreichen, wobei man den Penis dreimal sanft ausstreicht (Natar). Ahmad sagte: „Wenn du die rituelle Waschung (Wudu) vollziehst, lege deine Hand an deinen unteren Bereich und streiche das aus, was sich dort befindet, bis es herauskommt, aber mache dir deswegen keine Sorgen und schenke deinen Gedanken keine Beachtung.“ Yazdad al-Yamani überlieferte, dass der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – sagte: „Wenn einer von euch uriniert, soll er seinen Penis dreimal ausstreichen.“ [Überliefert von Imam Ahmad] (15).
(14) Al-Natr, mit einem Tāʾ: das heftige Ziehen. Und istantr min bawlihi: er zog daran, um den Rest des Urins beim Istinjāʾ aus dem Glied zu entfernen. (15) Fehlt im Original. Überliefert von Imām Aḥmad, in: al-Musnad 4/347. Ebenso überliefert von Ibn Mājah, in: Bāb al-Istibrāʾ baʿd al-bawl, aus Kitāb al-Ṭahāra, Sunan Ibn Mājah 1/118.