vorliegt oder nicht. Dies ist die Lehrmeinung von Malik, Abu Thawr und Ibn al-Mundhir. Abu Bakr sagte: Der Ghusl ist empfohlen, aber nicht verpflichtend, es sei denn, bei ihm lag während seiner Zeit des Unglaubens eine Dschunuba (ritueller Zustand der Unreinheit) vor; dann ist der Ghusl für ihn verpflichtend, wenn er den Islam annimmt, egal ob er sich während seiner Zeit des Unglaubens gewaschen hat oder nicht. Dies ist die Lehrmeinung von al-Shafi'i. Abu Hanifa hingegen verpflichtete ihn unter keinen Umständen zum Ghusl; denn eine große Zahl und eine große Menge an Menschen nahmen den Islam an, und wäre jeder, der den Islam annimmt, zum Ghusl aufgefordert worden, so wäre dies durch eine mutawatir (allgemein bekannte) oder offenkundige Überlieferung weitergegeben worden. Und weil der Prophet (s.A.w.), als er Mu'adh in den Jemen sandte, sagte: "Rufe sie dazu auf, zu bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist. Wenn sie dir darin gehorchen, dann lehre sie, dass (1) Allah ihnen eine Sadaqa (Zakah) auferlegt hat, die von ihren Reichen genommen und an ihre Armen zurückgegeben wird (2)." Wäre der Ghusl verpflichtend gewesen, hätte er sie dazu aufgefordert, denn es wäre die erste der Pflichten des Islam gewesen. Unser Gegenargument stützt sich auf die Überlieferung von Qays ibn 'Asim, der sagte: Ich kam zum Propheten (s.A.w.) in der Absicht, den Islam anzunehmen, da befahl er mir, mich mit Wasser und Sidr (3) zu waschen. Überliefert von Abu Dawud und al-Nasa'i (4). Sein Befehl erfordert die Verpflichtung. Was er bezüglich der Seltenheit der Überlieferung erwähnte, ist nicht haltbar für jemanden, der den Ghusl für denjenigen verpflichtend macht, der nach einer Dschunuba im Zustand des Unglaubens den Islam annimmt, denn es ist offenkundig, dass ein Erwachsener davon nicht frei bleibt. Zudem ist der Bericht, wenn er authentisch ist, ein Beweis ohne Erfordernis einer anderen Bedingung, zumal überliefert wurde, dass Sa'd ibn Mu'adh,
(1) So erscheint es in den Manuskripten, der vollständige Hadith lautet: "Allah hat ihnen fünf Gebete an jedem Tag und jeder Nacht vorgeschrieben. Wenn sie dir darin gehorchen, dann lehre sie, dass..."
(2) Ausgeführt von al-Bukhari in: "Über die Verpflichtung der Zakah", und "Kapitel: Die Entgegennahme der Sadaqa von den Reichen, um sie an die Armen zurückzugeben, wo auch immer sie sich befinden" aus dem Buch der Zakah; sowie in: "Kapitel: Das Entsenden von Abu Musa und Mu'adh in den Jemen vor der Abschiedswallfahrt" aus dem Buch der Feldzüge; sowie in: "Kapitel: Was über den Aufruf des Propheten (s.A.w.) an seine Umma zur Einzigkeit Allahs (des Erhabenen) überliefert wurde" aus dem Buch der Einzigkeit (Tawhid). Sahih al-Bukhari 2/130, 158, 5/204, 9/140. Und Muslim in: "Kapitel: Der Aufruf zu den beiden Glaubensbekenntnissen und den Gesetzen des Islam" aus dem Buch des Glaubens. Sahih Muslim 1/50, 51. Und Abu Dawud in: "Kapitel: Die Zakah auf das weidende Vieh" aus dem Buch der Zakah. Sunan Abi Dawud 1/366. Und al-Nasa'i in: "Kapitel: Die Verpflichtung der Zakah" und "Kapitel: Die Entrichtung der Zakah von einem Land in ein anderes" aus dem Buch der Zakah. Al-Mujtaba 5/3, 41. Und Ibn Majah in: "Kapitel: Die Vorschreibung der Zakah" aus dem Buch der Zakah. Sunan Ibn Majah 1/568. Und al-Darimi in: "Kapitel: Über den Vorzug der Zakah" aus dem Buch der Zakah. Sunan al-Darimi 1/379. Und Imam Ahmad in: Al-Musnad 1/233.
(3) Sidra: der Nabk-Baum (Christusdorn). Wenn im Kontext der Waschung der Begriff "Sidr" verwendet wird, sind die gemahlenen Blätter gemeint. Al-Misbah al-Munir.
(4) Ausgeführt von Abu Dawud in: "Kapitel: Über den Mann, der den Islam annimmt und zur Waschung angewiesen wird" aus dem Buch der rituellen Reinheit. Sunan Abi Dawud 1/86. Und al-Nasa'i in: "Kapitel: Erwähnung dessen, was den Ghusl verpflichtend macht, und was bei einem Ungläubigen, der den Islam annimmt, den Ghusl nicht verpflichtend macht" aus dem Buch der rituellen Reinheit. Al-Mujtaba 1/91. Ebenso ausgeführt von al-Tirmidhi in: "Kapitel: Was über die Waschung beim Übertritt eines Mannes zum Islam berichtet wurde" aus den Kapiteln des Freitagsgebets. 'Aridat al-Ahwadhi 3/84. Und Imam Ahmad in: Al-Musnad 5/61.
يُوجَدْ. وهذا مَذْهَبُ مالِكٍ، وأبِى ثَوْرٍ، وابْنِ المُنْذِرِ، وقال أبو بكر: يُسْتَحَبُّ الغُسْلُ، وليس بوَاجِبٍ، إلَّا أنْ يكونَ قد وُجِدَتْ منه جَنَابَةٌ زَمَنَ كُفْرِه، فعليه الغُسْلُ إذا أسْلَمَ، سَوَاءٌ كان قد اغْتَسَلَ في زَمَنِ كُفْرِه أو لم يَغْتَسِلْ. وهذا مَذْهَبُ الشَّافِعِىِّ. ولمْ يُوجِبْ عليه أبو حنيفة الغُسْلَ بحالٍ؛ لأنَّ العَدَدَ الكَثِيرَ والجَمَّ الغَفِيرَ أسْلَمُوا، فلو أُمِرَ كُلُّ مَنْ أَسْلَمَ بالغُسْلِ، لَنُقِلَ نَقْلًا مُتَواتِرًا أو ظَاهِرًا، ولأنَّ النَّبِىَّ -صلى اللَّه عليه وسلم- لَمَّا بَعَثَ مُعَاذًا إلى اليَمَن قال: "ادْعُهُمْ إلَى شَهَادَة أنْ لَا إلهَ إلَّا اللهُ وأنَّ مُحَمَّدًا عَبْدُهُ ورَسُولُه، فإنْ هُمْ أطَاعُوكَ لِذَلِك فأعْلِمْهُم أنَّ (١) عَلَيْهِمْ صَدَقَةً تُؤْخَذُ مِنْ أغْنِيائِهم فَتُرَدُّ عَلَى فُقَرَائِهِم (٢) ". ولو كان الغُسْلُ واجِبًا لأَمَرَهُم به؛ لأَنَّه أَوَّلُ وَاجِبَاتِ الإِسْلَامِ. ولنا ما رَوَى قَيْسُ بنُ عاصِمٍ، قال: أَتَيْتُ النَّبِىَّ -صلى اللَّه عليه وسلم- أُرِيدُ الإِسْلامَ، فأَمَرَنِى أنْ أَغْتَسِلَ بماءٍ وسِدْرٍ (٣). رَوَاهُ أبو داود، والنَّسَائِىُّ (٤) وأمْرُهُ يَقْتَضِى الوُجُوبَ، وما ذَكَرَهُ من قِلَّةِ النَّقْلِ، فلَا يَصِحُّ مِمَّنْ أَوْجَبَ الغُسْلَ على مَنْ أَسْلَمَ بعدَ الجَنابةِ في شِرْكِه، فإنَّ الظَّاهِرَ أنَّ البالِغَ لا يَسْلَمُ منها، ثم إِنَّ الخبَرَ إذا صَحَّ كان حُجَّةً مِنْ غيرِ اعْتِبارِ شَرْطٍ آخَرَ، على أنَّه قد رُوِىَ، أنَّ سَعْدَ بنَ مُعَاذٍ،
(١) كذا ورد في النسخ، وتمام الحديث: "اللَّه قَد افْتَرَضَ عَلَيْهِمْ خَمْسَ صَلَوَاتٍ فِي كُلِّ يَوْمٍ ولَيْلَةٍ، فَإنْ هُمْ أَطاعُوا فَأعْلِمْهُمْ أنَّ".(٢) أخرجه البخاري، في: وجوب الزكاة، وباب أخذ الصدقة من الأغنياء وترد في الفقراء حيث كانوا، من كتاب الزكاة، وفى: باب بعث أبي موسى ومعاذ إلى اليمن قبل حجة الوداع، من كتاب المغازى، وفى: باب ما جاء في دعاء النبي -صلى اللَّه عليه وسلم- أمته إلى توحيد اللَّه تبارك وتعالى، من كتاب التوحيد. صحيح البخاري ٢/ ١٣٠، ١٥٨، ٥/ ٢٠٤، ٩/ ١٤٠. ومسلم، في: باب الدعاء إلى الشهادتين وشرائع الإِسلام، من كتاب الإِيمان. صحيح مسلم ١/ ٥٠، ٥١. وأبو داود، في: باب زكاة السائمة، من كتاب الزكاة. سنن أبي داود ١/ ٣٦٦. والنسائي، في: باب وجوب الزكاة، وباب إخراج الزكاة من بلد إلى بلد، من كتاب الزكاة. المجتبى ٥/ ٣، ٤١. وابن ماجه، في: باب فرض الزكاة، من كتاب الزكاة. سنن ابن ماجه ١/ ٥٦٨. والدارمى، في: باب في فضل الزكاة، من كتاب الزكاة. سنن الدارمي ١/ ٣٧٩. والإمام أحمد، في: المسند ١/ ٢٣٣.(٣) السدرة: شجرة النبق. . . وإذا أطلق السدر في الغسل فالمراد الورق المطحون. المصباح المنير.(٤) أخرجه أبو داود، في: باب في الرجل يسلم فيؤمر بالغسل، من كتاب الطهارة. سنن أبي داود ١/ ٨٦. والنسائي، في: باب ذكر ما يوجب الغسل وما لا يوجبه غسل الكافر إذا أسلم، من كتاب الطهارة. المجتبى ١/ ٩١. كما أخرجه الترمذي، في: باب ما ذكر في الاغتسال عندما يسلم الرجل، من أبواب الجمعة. عارضة الأحوذى ٣/ ٨٤. والإمام أحمد، في: المسند ٥/ ٦١.