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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 1 · Seite 343Kapitel: Die rituelle Ganzkörperwaschung (Ghusl) aufgrund des Zustands der rituellen Unreinheit (Janāba)

Übersetzung · DE

Kapitel: Die rituelle Ganzkörperwaschung (Ghusl) nach dem Zustand der Unreinheit (Dschunub)

58 - Rechtsfrage: Abu al-Qasim sagte: "Wenn jemand den Zustand der Unreinheit (Dschunub) erlangt, wäscht er den Schmutz von seinem Körper, vollzieht die Waschung (Wudu') wie für das Gebet, gießt dann Wasser dreimal über sein Haupt, so dass es die Haarwurzeln erreicht, und lässt dann das Wasser über seinen gesamten Körper fließen."

Al-Farra' sagte: Man sagt "Dschunuba" (der Mann ist unrein), "Adschnaba", "Tadschannaba" und "Idschtanaba", abgeleitet von dem Begriff "Dschanaba" (Zustand der rituellen Unreinheit).

Für den Ghusl bei Dschanaba gibt es zwei Arten der Durchführung: eine Form der bloßen Erfüllung der Pflicht (Idschza') und eine Form der Vollkommenheit (Kamal). Das, was al-Khiraqi hier erwähnt hat, ist die Form der Vollkommenheit. Einige unserer Gelehrten sagten: Die vollständige Form beinhaltet zehn Dinge: Die Absicht (Niyya), die Nennung des Namens Gottes (Tasmiya), das dreimalige Waschen der Hände, das Waschen des Schmutzes vom Körper, den Wudu', das dreimalige Schöpfen von Wasser über das Haupt, um die Haarwurzeln zu durchfeuchten, das Fließenlassen des Wassers über den restlichen Körper, das Beginnen mit der rechten Körperhälfte, das Abreiben des Körpers mit der Hand und das Wechseln des Standortes nach Beendigung der Waschung, um die Füße zu waschen. Es ist zudem empfohlen, die Haarwurzeln des Kopfes und des Bartes mit Wasser zu durchfeuchten, bevor man das Wasser darüber gießt. Ahmad sagte: Der Ghusl bei Dschanaba erfolgt gemäß dem Hadith von 'A'ischa. Es ist das, was von ihr überliefert wurde; sie sagte: "Wenn der Gesandte Gottes (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) den Ghusl nach der Dschanaba vollzog, wusch er seine Hände dreimal, vollzog den Wudu' wie für das Gebet, dann durchfeuchtete er sein Haar mit der Hand, bis er glaubte, seine Haut durchfeuchtet zu haben, goss daraufhin dreimal Wasser über sich und wusch dann den Rest seines Körpers." (Übereinstimmend überliefert).

Und Maimuna sagte: "Der Gesandte Gottes (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) bereitete das Wasser für den Ghusl bei Dschanaba vor, dann goss er es über seine Hände,"

Anmerkungen

(1) Mit Damma auf dem Nun und mit Kasra (darauf). (2) Fehlt im Original. (3) Überliefert von al-Buchari in: Kapitel über den Wudu' vor dem Ghusl; Kapitel über denjenigen, der beim Ghusl mit dem Gefäß (Hillab) oder Parfum beginnt; Kapitel darüber, ob der Dschunub seine Hand in das Gefäß tauchen darf, bevor er sie gewaschen hat, wenn an seiner Hand kein anderer Schmutz als die Dschanaba haftet, im Buch des Ghusl 1/72, 73, 74, 76. Von Muslim in: Kapitel über die Art des Ghusl bei Dschanaba, im Buch der Menstruation (Haid). Sahih Muslim 1/253-255. Von Abu Dawud in: Kapitel über den Ghusl bei Dschanaba, im Buch der Reinheit (Tahara). Sunan Abi Dawud 1/55. Von an-Nasa'i in: Kapitel über die Erwähnung des Waschens der Hände des Dschunub, bevor er sie in das Gefäß taucht; Kapitel über die Erwähnung des Wudu' des Dschunub vor dem Ghusl, im Buch der Tahara; sowie in: Kapitel über den Beginn mit dem Wudu' beim Ghusl bei Dschanaba; Kapitel über das Unterlassen des Abwischens des Kopfes beim Wudu' bei Dschanaba; und Kapitel über die gründliche Reinigung der Haut bei [dem Ghusl bei Dschanaba]. Al-Mudschtaba 1/109, 111, 168, 169. Von Imam Malik in: Kapitel über das Handeln beim Ghusl bei Dschanaba, im Buch der Tahara. Al-Muwatta' 1/44. Von Imam Ahmad in: al-Musnad 6/115, 237.

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