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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 1 · Seite 401Abschnitt

Übersetzung · DE

genauso, als hätte er nichts anderes bei sich. Wenn er beide findet, während er durstig ist, trinkt er das reine Wasser und schüttet das unreine Wasser aus, sofern er auf dessen Genuss verzichten kann, unabhängig davon, ob dies innerhalb der Gebetszeit oder davor geschieht. Einige Shafi'iten sagten: Falls dies in der Zeit geschieht, trinkt er das unreine Wasser; denn das reine Wasser sei für die rituelle Reinigung (Tahara) reserviert und daher wie nicht vorhanden. Dies ist jedoch nicht korrekt, denn das Trinken von Unreinem ist verboten. Das reine Wasser wird erst dann für die rituelle Reinigung als reserviert betrachtet, wenn er es nicht für seinen Durst benötigt. Hier benötigt er es jedoch für den Durst, und das Vorhandensein des unreinen Wassers ist gleichbedeutend mit dessen Nichtvorhandensein, da das Trinken davon verboten ist.

Abschnitt: Wenn Wasser vorhanden ist, er aber, falls er sich mit dessen Beschaffung und Gebrauch beschäftigte, die Gebetszeit verpassen würde, so ist ihm das Tayammum nicht erlaubt, weder als Anwesender (Muqim) noch als Reisender; dies ist die Ansicht der Mehrheit der Gelehrten, darunter al-Shafi'i, Abu Thawr, Ibn al-Mundhir und die Anhänger der Lehrmeinung (Ashab al-Ra'y). Von al-Awza'i und al-Thawri wird überliefert, dass ihnen das Tayammum erlaubt sei. Dies wurde von al-Walid ibn Muslim von beiden berichtet. Al-Walid sagte: Ich erwähnte dies gegenüber Malik, Ibn Abi Dhi'b und Sa'id ibn 'Abd al-'Aziz, woraufhin sie sagten: Er soll sich waschen (Ghusl vollziehen), selbst wenn die Sonne aufgeht. Dies beruht auf dem Wort Gottes – Erhaben sei Er –: „...wenn ihr kein Wasser findet, so verrichtet Tayammum“, sowie auf dem Hadith von Abu Dharr. Dieser Mann ist jemand, der Wasser gefunden hat; daher ist ihm das Tayammum nicht erlaubt, genauso wenig wie wenn er nicht fürchten würde, die Gebetszeit zu verpassen. Zudem ist die rituelle Reinigung eine Voraussetzung (Shart), daher ist es nicht gestattet, sie aus Furcht vor dem Verpassen der Gebetszeit zu unterlassen, wie bei allen anderen ihrer Voraussetzungen. Wenn er fürchtet, das 'Id-Gebet zu verpassen, ist ihm das Tayammum nicht erlaubt. Al-Awza'i und die Anhänger der Lehrmeinung sagten: Ihm ist das Tayammum erlaubt, da er fürchtet, es gänzlich zu verpassen, womit er demjenigen gleicht, der kein Wasser hat. Unser Argument stützt sich auf den Koranvers, den Bericht und das, was wir hinsichtlich der Bedeutung dargelegt haben. Wenn er fürchtet, das Totengebet (Janaza) zu verpassen, verhält es sich nach einer der beiden Überlieferungen ebenso, aufgrund dessen, was wir bereits erwähnten. Die andere (Überlieferung) besagt, dass ihm das Tayammum erlaubt ist und er das Gebet verrichten kann. Dies ist auch die Ansicht von al-Nakha'i, al-Zuhri, al-Hasan, Yahya al-Ansari, Sa'd ibn Ibrahim, al-Layth, al-Thawri, al-Awza'i und Ishaq.

Anmerkungen

(17) In der Handschrift M: "idha" (wenn). (18) Abu al-'Abbas al-Walid ibn Muslim, Hadith-Gelehrter aus al-Sham; er verfasste Werke und starb im Jahr 195 n. H. Al-'Ibar 1/319. (19) Abu al-Harith Muhammad ibn 'Abd al-Rahman ibn al-Mughira al-Qurashi, Ibn Abi Dhi'b, einer der Gelehrten (Fuqaha) der Tabi'un in Medina; starb im Jahr 159 n. H. Tabaqat al-Fuqaha, von al-Shirazi, 67. (20) Dies bezieht sich auf Vers 43 der Sure al-Nisa' und Vers 6 der Sure al-Ma'ida.

Arabisch (Quelle)

العَطَشَ، كما لو لم يكنْ معه سِوَاهُ. وإنْ وجدَهما وهو عَطْشَانُ، شَرِبَ الطَّاهِرَ، وأرَاقَ النَّجِسَ إذا اسْتَغْنَى عنه، سواءٌ كان في الوَقْتِ، أو قبلَه. وقال بعضُ الشَّافِعِيَّة: إنْ كان في الوَقْتِ شَرِبَ النَّجِسَ؛ لأنَّ الطَّاهِرَ مُسْتَحِقُّ الطَّهَارَةِ، فهو كالمَعْدُومِ. وليس بِصَحِيحٍ؛ لأنَّ شُرْبَ النَّجِسِ حرامٌ، وإنَّما يَصِيرُ الطَّاهِرُ مُسْتَحِقًّا لِلطَّهَارَةِ إذا اسْتَغْنَى عن شُرْبِه، وهذا غيرُ مُسْتَغْنٍ عن شُرْبِه، ووُجُودُ النَّجِسِ كعَدَمِه؛ لِتَحْرِيمِ شُرْبِه.

فصل: وإذا كان الماءُ مَوْجُودًا إلَّا أنَّه إن (١٧) اشْتَغَلَ بِتَحْصِيلِهِ واسْتِعْمالِهِ فاتَ الوَقْتُ، لم يُبَحْ له التَّيَمُّمُ، سَوَاءٌ كان حاضِرًا أوْ مُسَافِرًا، في قَوْلِ أكْثَرِ أهْلِ العِلْمِ؛ منهم: الشَّافِعِىُّ، وأبو ثَوْرٍ، وابْنُ المُنْذِرِ، وأصْحابُ الرَّأْىِ. وعن الأوْزاعِىِّ، والثَّوْرِىِّ: له التَّيَمُّمُ. رَوَاهُ عنهما الوَلِيدُ بنُ مُسْلِمٍ (١٨). قال الوليدُ: فذكَرْتُ ذلك لِمَالِكٍ، وابْنِ أبِى ذِئْبٍ (١٩)، وسعيدِ بنِ عبدِ العزيز، فقالوا: يَغْتَسِلُ، وإنْ طَلَعَتِ الشَّمْسُ؛ وذلك لِقَوْلِ اللهِ تعالى: {فَلَمْ تَجِدُوا مَاءً فَتَيَمَّمُوا} (٢٠)، وحديثِ أبِى ذَرٍّ، وهذا وَاجدٌ للْمَاءِ، ولأنَّهُ قادِرٌ على الماءِ، فلم يَجُزْ له التَّيَمُّمُ، كما لو لم يَخَفْ فَوْتَ الوَقْتِ، ولِأَنَّ الطَّهَارَةَ شَرْطٌ، فلم يُبَحْ تَرْكُها خِيفَةَ فَوْتِ وَقْتِها، كسَائِرِ شَرَائِطِها. وإنْ خَافَ فَوْتَ العِيدِ، لم يَجُزْ له التَّيَمُّمُ. وقال الأوْزَاعِىُّ، وأصْحَابُ الرَّأْىِ: له التَّيَمُّمُ؛ لأَنَّه يخَافُ فَوْتَها بالكُلِّيَّةِ، فأشْبَهَ العَادِمَ. ولَنا، الآيةُ والخَبَرُ، وما ذَكَرْنا مِن المَعْنَى. وإنْ خافَ فَوْتَ الجَنَازَةِ، فكذلك، في إحْدَى الرِّوَايَتَيْنِ؛ لِمَا ذَكَرْنا. والأُخْرَى، يُبَاحُ له التَّيَمُّمُ، ويُصَلِّى عليها. وبِه قال النَّخَعِىُّ، والزُّهْرِىُّ، والحسنُ، ويحيى الأنْصَارِىُّ، وسعدُ بنُ إبراهيم، واللَّيْثُ، والثَّوْرِىُّ، والأَوْزَاعِىُّ، وإسحاق،

Anmerkungen

(١٧) في م: "إذا".(١٨) أبو العباس الوليد بن مسلم، محدث الشام، صنف التصانيف، وتوفى سنة خمس وتسعين ومائة. العبر ١/ ٣١٩.(١٩) أبو الحارث محمد بن عبد الرحمن بن المغيرة القرشي، ابن أبي ذئب، من فقهاء التابعين بالمدينة، توفى سنة تسع وخمسين ومائة. طبقات الفقهاء، للشيرازي ٦٧.(٢٠) من الآية ٤٣ من سورة النساء، والآية ٦ من سورة المائدة.

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