die Höchstdauer der Menstruation überschreitet. Der zweite Ansatz besagt, dass dasjenige, was mit der Gewohnheit übereinstimmt, Menstruation ist, aufgrund der Übereinstimmung mit der Gewohnheit, während das, was darüber hinausgeht, keine Menstruation ist, da es aus ihr herausfällt. Der dritte Ansatz besagt, dass das Ganze keine Menstruation ist, da es sich mit dem vermischt hat, was keine Menstruation ist. Wenn es jedoch wiederkehrt, so ist es nach beiden Überlieferungen insgesamt Menstruation. Wenn es nach der Gewohnheit wiederkehrt, so gibt es zwei Zustände: Erstens, dass es unmöglich als Menstruation gelten kann. Zweitens, dass dies möglich ist. Wenn es unmöglich ist, dass es Menstruation ist, weil es die Höchstdauer der Menstruation überschreitet und zwischen diesem und dem Blut keine Mindestdauer der Reinheit liegt, so ist dies alles Instihada (krankhafter Blutfluss), ungeachtet dessen, ob es wiederkehrt oder nicht, da es unmöglich ist, das Ganze als Menstruation zu werten; daher ist das Ganze Instihada, denn die Zusammenrechnung der Teile ist vorzuziehen, anstatt sie anderen zuzuordnen. Der zweite Fall ist, dass es möglich ist, es als Menstruation zu werten, was unter zwei Bedingungen vorstellbar ist: Erstens, dass es durch Hinzurechnung zum ersten Blut dazu kommt, dass zwischen ihren beiden Endpunkten nicht mehr als fünfzehn Tage liegen. Wenn es wiederkehrt, betrachten wir beide als eine einzige Menstruation und fügen das eine an das andere an, wobei die Reinheit zwischen ihnen als Reinheit innerhalb der Menstruation gilt. Die zweite Form ist, dass zwischen ihnen die Mindestdauer der Reinheit liegt, entweder dreizehn oder fünfzehn Tage, und jedes der beiden Blute einzeln als Menstruation geeignet ist, indem es jeweils einen Tag und eine Nacht oder mehr andauert. Wenn dies wiederkehrt, bilden die beiden Blute zwei Menstruationsperioden. Wenn eines davon kürzer als die Mindestdauer der Menstruation ist, so ist es unrein, sofern es nicht möglich ist, es an das nachfolgende Blut anzurechnen. Ein Beispiel hierfür ist, wenn ihre Gewohnheit zehn Tage ab Monatsanfang beträgt, sie fünf davon Blut sieht, fünf Tage lang rein ist und dann wieder fünf Tage Blut sieht und sich dies wiederholt. So bilden die ersten fünf und die dritten fünf eine einzige Menstruation, wobei das zweite Blut an das erste angefügt wird. Wenn sie beim zweiten Mal sechs oder sieben Tage sieht, kann dies keine Menstruation sein, da zwischen ihren Endpunkten mehr als fünfzehn Tage liegen und zwischen ihnen nicht die Mindestdauer der Reinheit liegt. Wenn sie einen Tag Blut und dreizehn Tage Reinheit sieht, dann wieder einen Tag Blut sieht und sich dies wiederholt, so sind dies zwei Menstruationsperioden, und ihr Monat beträgt vierzehn Tage. Ebenso verhält es sich, wenn sie zwei Tage Blut und dreizehn Tage Reinheit sieht, dann zwei Tage Blut und dreizehn Tage Reinheit sieht, und dann
(9) Fehlt im Original. (10) In M: "und das zweite". (11) Fehlt im Original.