Buch über das Hochzeitsmahl (Walīma)
Das Wort „Walīma“ ist eine Bezeichnung speziell für das Essen bei einer Hochzeit; dieser Name wird nicht auf anderes angewandt. Dies hat so auch Ibn ʿAbd al-Barr von Thaʿlab und anderen Sprachgelehrten überliefert. Einige Juristen aus unseren Reihen und anderen sagten: Das Wort „Walīma“ wird auf jede Speise angewandt, die aufgrund eines freudigen Ereignisses gereicht wird, wenngleich ihre Verwendung für die Hochzeitsspeise häufiger ist. Die Aussage der Sprachgelehrten ist gewichtiger, da sie die Experten der Sprache sind, die Sprachengewohnheiten am besten kennen und das Arabische am besten beherrschen. „ʿAdhīra“ ist der Name für die Einladung zur Beschneidung, welche auch „Iʿdhār“ genannt wird. „Khurs“ und „Khursa“ werden bei der Geburt verwendet. „Wakīra“ ist die Einladung zur Fertigstellung eines Hauses; man sagt „wakkara“ und „kharrasa“, beide in der Form mit Verdopplung des mittleren Radikals. „Naqīʿa“ ist die Einladung bei der Rückkehr eines Abwesenden, wobei man „naqaʿa“ in der Form ohne Verdopplung sagt. Die „ʿAqīqa“ ist das Schlachten für das Kind, wie der Dichter sagt:
Jede Speise begehrst du in ihrer Zeit, das Khurs, das Iʿdhār und das Naqīʿa.
„Ḥidhāq“ ist die Speise anlässlich des Abschlusses des Kindes (beim Erlernen des Korans). „Maʾduba“ ist der Name für jede Einladung, egal ob aus einem bestimmten Anlass oder ohne solchen. Der „Ādib“ ist der Gastgeber der „Maʾduba“, wie der Dichter sagt:
Wir laden im Winter zum allgemeinen Mahl ... du siehst bei uns den Gastgeber nicht, wie er (einige Leute) auswählt.
„Jafalā“ bei einer Einladung bedeutet, dass er die Leute allgemein zur Einladung ruft. „Naqrā“ hingegen bedeutet, dass er einige Leute gegenüber anderen bevorzugt.
(1) Fehlt im Original. (2) Der Radschaz-Vers findet sich in: al-Jamhara 3/447; sowie in al-Lisān und al-Tāj unter den Wurzeln (ʿ-dh-r), (kh-r-s), (n-q-ʿ). (3) Das heißt: bei dessen Abschluss der Koranlektüre. (4) Dies ist Ṭarafa ibn al-ʿAbd. Der Vers steht in seinem Dīwān auf S. 65.
كتاب الوَلِيمة
الوَلِيمةُ: اسمٌ للطَّعام فى العُرْسِ خاصَّةً، لا يقَعُ هذا الاسْمُ على غيرِه. كذلك حَكاه ابنُ عبدِ البَرِّ عن ثَعْلَبٍ وغيرِه مِن أهلِ اللُّغةِ. وقال بعضُ الفقهاءِ مِن أصْحابِنا وغيرِهم: إنَّ (١) الوَلِيمةَ تقَعُ على كلِّ طعامٍ لسُرورٍ حادِثٍ، إلَّا أَنَّ اسْتعمالَها فى طعامِ العُرْسِ أكثرُ. وقَوْلُ أهلِ اللُّغةِ أقْوَى؛ لأنَّهم أهلُ اللِّسانِ، وهم أعْرفُ بمَوْضوعاتِ اللغةِ، وأعْلمُ بلسانِ العرب. والعَذِيرةُ: اسمٌ لدَعْوةِ الخِتَان، وتُسَمَّى الإِعْذار. والخُرْسُ والخُرْسَة: عندَ الوِلادةِ. والوَكِيرةُ: دَعْوةُ البِنَاء. يُقال: وكَّر وخَرَّس، مُشَدَّد. والنَّقيعةُ: عند قُدومِ الغائبِ، يقال: نَقَع، مُخفَّف. والعَقِيقَةُ: الذَّبْحُ لأجْلِ الوَلَدِ، قال الشاعر (٢):
كلّ الطَّعامِ تَشْتَهِى رَبِيعَهْ
الخُرْس والإِعْذار والنَّقِيعَهْ
والحِذَاق: الطَّعامُ عند حِذَاقِ الصَّبِىِّ (٣). والمَأْدُبَةُ: اسمٌ لكلِّ دعوةٍ لسَبَبٍ كانتْ أو لغيرِ سَبَب. والآدِبُ: صاحِبُ المَأْدُبَةِ، قال الشاعر (٤):
نحنُ فى الْمَشْتاةِ نَدْعُوا الْجَفَلى ... لا تَرَى الآدِبَ مِنَّا يَنْتَقِرْ
والْجَفَلَى فى الدَّعْوةِ: أن يعُمَّ الناسَ بدَعْوتِه. والنَّقرَى: هو أن يَخُصَّ قومًا دون قومٍ.
(١) سقط من الأصل.(٢) الرجز فى: الجمهرة ٣/ ٤٤٧. واللسان والتاج (ع ذ ر)، (خ ر س)، (ن ق ع).(٣) أى: عند ختمه للقرآن.(٤) هو طرفة بن العبد. والبيت فى ديوانه ٦٥.