‚taliq‘ (geschieden) ist ein Partizip Aktiv (ism al-fa'il), und das Partizip erfordert den Infinitiv (masdar), so wie es das Verb erfordert. Der Infinitiv kann auf eine kleine oder große Anzahl zutreffen. Dies unterscheidet sich von seinem Ausspruch: ‚Du bist (hast deine) Periode‘ (ha'id) oder ‚Du bist rein‘ (tahir), denn Menstruation und Reinheit können bei ihr nicht vervielfacht werden, während die Scheidung vervielfacht werden kann.
Abschnitt: Wenn er sagt: ‚Du bist geschieden (taliq), (als) eine Scheidung (talaqan)‘ und drei beabsichtigt, so treten diese ein, da er den Infinitiv explizit genannt hat und der Infinitiv auf eine kleine wie eine große Anzahl zutrifft. Somit hat er mit seinem Wortlaut das beabsichtigt, was dieser zulässt. Wenn er eine beabsichtigt, so ist es eine, und wenn er es unbestimmt lässt, so ist es eine, denn dies ist das Gewisse. Wenn er sagt: ‚Du bist geschieden (als) die Scheidung (al-talaq)‘, so tritt das ein, was er beabsichtigt hat. Wenn er nichts beabsichtigt hat, so hat der Qadi hierzu zwei Überlieferungen berichtet: Die erste besagt: Es treten drei ein. Dies hat Ahmad in der Überlieferung von Muhanna explizit dargelegt, denn das ‚Alif und Lam‘ (der bestimmte Artikel) dient der Umfassung (istighraq), was also die Umfassung der Gesamtheit erfordert, und dies sind drei. Die zweite besagt: Es ist nur eine, denn es ist möglich, dass sich das ‚Alif und Lam‘ auf einen bestimmten Bezugspunkt bezieht, indem er die Scheidung meint, die ich bereits vollzogen habe. Zudem wird das ‚Lam‘ bei Gattungsnamen oft für etwas anderes als die Umfassung verwendet, wie in seinem Ausspruch: ‚Wer zur Scheidung gezwungen wird‘, ‚Wenn ein Kind die Scheidung versteht‘, ‚Ich habe mich mit dem Wasser gewaschen‘, ‚Ich habe mich mit dem Erdreich (als Tayammum) gereinigt‘, und ‚Ich habe das Wissen, die Hadith-Wissenschaft und die Jurisprudenz (Fiqh) gelesen‘, und ähnliches, wobei damit die Gattung gemeint ist und nicht die Umfassung verstanden wird. Daher wird es nicht auf eine Verallgemeinerung (Ta'mim) bezogen, außer durch eine Absicht, die darauf hindeutet. Genauso verhält es sich, wenn er zu seiner Frau sagt: ‚Du bist die Scheidung‘. Ahmad sagte: Wenn er drei beabsichtigte, so sind es drei, und wenn er eine beabsichtigt, so ist es eine. Wenn er nichts beabsichtigt hat, so deutet Ahmads Aussage darauf hin, dass es drei sind, denn wenn er sagt: ‚Du bist die Scheidung‘, so hat er dies verdeutlicht. Was bliebe also noch übrig? Es sind drei. Dies ist die Wahl Abu Bakrs. Es wird jedoch daraus abgeleitet, dass es eine sei, basierend auf der vorherigen Fragestellung. Der Grund für beide Aussagen ist das bereits Erwähnte. Was verdeutlicht, dass damit eine gemeint sein kann, ist der Ausspruch des Dichters:
(6) In B: „'an“ (über/von). (7) Aus dem Original gefallen. (8) Aus A, B, M gefallen. (9) Aus M gefallen.