Buch der Morgengabe (Sadaq).
Die Grundlage für ihre Rechtmäßigkeit bilden das Buch (Koran), die Sunna und der Konsens (Ijma'). Was das Buch anbelangt, so ist es Sein Wort, der Erhabene: {Und erlaubt ist euch, was jenseits dessen liegt, dass ihr (sie) mit eurem Vermögen begehrt, keusch und nicht in Unzucht}. Und Er, der Erhabene, sagt: {Und gebt den Frauen ihre Morgengaben als ein freiwilliges Geschenk}. Abu 'Ubayd sagte: Das bedeutet aus freiem Willen, mit der festgesetzten Gabe, die Allah, der Erhabene, festgesetzt hat. Es wurde gesagt: Das "freiwillige Geschenk" (Nihla) ist die Gabe, und die Morgengabe (Sadaq) ist in ihrer Bedeutung gleich; denn jeder der beiden Ehegatten genießt das Beisammensein mit dem anderen, und Er machte die Morgengabe für die Frau, so als sei sie ein Geschenk ohne Gegenleistung. Es wurde auch gesagt: Es ist ein Geschenk von Allah, dem Erhabenen, an die Frauen. Und Er, der Erhabene, sagt: {So gebt ihnen ihre Entlohnung als festgesetzte Pflicht}. Was die Sunna anbelangt, so überlieferte Anas, dass der Gesandte Allahs, Friede und Segen Allahs seien auf ihm, an 'Abd al-Rahman ibn 'Awf eine Spur von Safran sah, woraufhin der Prophet, Friede und Segen Allahs seien auf ihm, sagte: "Was ist das?" Er sagte: "O Gesandter Allahs, ich habe eine Frau geheiratet." Er sagte: "Was hast du ihr als Morgengabe gegeben?" Er sagte: "Das Gewicht eines Kerns aus Gold." Er sagte: "Möge Allah dir segnen, veranstalte ein Hochzeitsmahl, selbst wenn es nur mit einem Schaf wäre." Ebenso überlieferte er, dass der Gesandte Allahs, Friede und Segen Allahs seien auf ihm, Safiyya freiließ und ihre Freilassung zu ihrer Morgengabe machte. Beide Berichte sind übereinstimmend (Muttafaq 'alayh). Die Muslime sind sich einig über die Rechtmäßigkeit der Morgengabe bei der Eheschließung.
Abschnitt: Die Morgengabe hat neun Bezeichnungen: as-Sadaq, as-Saduqa, al-Mahr, an-Nihla, al-Farida, al-Ajr, al-'Ala'iq, al-'Uqr und al-Hiba'. Es wurde vom Propheten, Friede und Segen Allahs seien auf ihm, überliefert, dass er sagte: "Entrichtet die 'Ala'iq." Es wurde gefragt: "O Gesandter Allahs, was sind die 'Ala'iq?" Er sagte: "Womit die Angehörigen ihre Zustimmung geben."
Abschnitt: Es wird empfohlen, dass die Eheschließung nicht ohne die Benennung der Morgengabe bleibt; denn der Prophet, Friede und Segen Allahs seien auf ihm, pflegte seine Töchter und andere zu verheiraten und selbst zu heiraten, und er ließ dies nie ohne eine Morgengabe. Er sagte zu demjenigen, den er mit der Frau verheiratete, die sich ihm angeboten hatte: "Hast du etwas, das du ihr als Morgengabe geben kannst?" Er suchte, fand aber nichts. Er sagte: "Suche, und sei es nur ein eiserner Ring." Er fand nichts, so verheiratete er sie ihm mit dem, was er an Koran kannte. Zudem ist dies wirksamer, um Streit und Meinungsverschiedenheiten darüber zu beenden. Es ist jedoch keine Bedingung, sie zu erwähnen; als Beweis dient Sein Wort, der Erhabene: {Es ist keine Sünde für euch, wenn ihr die Frauen entlasst, solange ihr sie noch nicht berührt oder ihnen eine Morgengabe festgesetzt habt}. Es wurde überliefert, dass der Gesandte Allahs, Friede und Segen Allahs seien auf ihm, einen Mann mit einer Frau verheiratete, ohne für sie eine Morgengabe festzulegen.
(1) Sure an-Nisa 24. (2) In B, M: "farada" (er setzte fest). (3) Rad'u Za'faran: Ein Fleck davon oder seine Spur auf seinem Körper. (4) Mahyam: Was ist dein Anliegen und wie ist dein Zustand, oder was liegt dir auf dem Herzen. (5) Die Überlieferungskette des ersten Berichts wurde bereits bei 9/470, und des zweiten bei 9/348 dargelegt. (6) In M: "yataraada" (sie einigen sich).