wenn sie eine Ehefrau ist, [und ebenso der Sklave bei einer freien Frau oder einer Sklavin, wenn sie eine Ehefrau ist] (3), und ebenso der Muslim bei einer Jüdin oder Christin. Von Ahmad gibt es eine andere Überlieferung: Das Li'an ist nur zwischen zwei muslimischen, rechtschaffenen, freien Eheleuten gültig, die nicht wegen Verleumdung bestraft wurden. Dies wurde auch von al-Zuhri, al-Thawri, al-Awza'i, Hammad und den Anhängern der Vernunft (Ashab al-Ra'y) überliefert. Von Makhul heißt es: Zwischen einem Muslim und einer Schutzbefohlenen (Dhimmiyya) gibt es kein Li'an. Von 'Ata' und al-Nakha'i heißt es hinsichtlich dessen, der wegen Verleumdung bestraft wurde: Er erhält die Hadd-Strafe, vollzieht aber kein Li'an. Dazu wurde ein Hadith überliefert, der jedoch nicht als authentisch (thabit) gilt. Dasselbe sagten al-Shafi'i und al-Saji (5). Und weil (6) das Li'an eine Zeugenaussage ist, wie sein Wort beweist: {und sie keine Zeugen außer sich selbst haben} (7). Er schloss sie also von den Zeugen aus. Und Er, der Erhabene, sagte: {so ist das Zeugnis eines jeden von ihnen vier Zeugenaussagen bei Gott} (7). Daher wird es von niemandem angenommen, der nicht zu den Zeugen gehört. Wenn die Frau zu denjenigen gehört, deren Verleumdung nicht mit einer Hadd-Strafe geahndet wird, so ist das Li'an nicht verpflichtend, weil es dazu dient, die Hadd-Strafe abzuwehren, wie sein Wort beweist: {und sie wird die Strafe von sich abwenden, indem sie vier Zeugenaussagen bei Gott ablegt} (8). Da hier keine Hadd-Strafe vorliegt, entfällt das Li'an aufgrund deren Ausbleibens. Der Qadi erwähnte im "al-Mujarrad", dass derjenige, für dessen Verleumdung keine Hadd-Strafe zwingend ist, wie die Sklavin, die Dhimmiyya und diejenige, die wegen Unzucht bestraft wurde, gegenüber seiner Ehefrau das Li'an vollziehen kann, lediglich um die Abstammung des Kindes zu verleugnen. Er hat jedoch kein Li'an, um die Verleumdung oder die Züchtigung (Ta'zir) abzuwenden, da die Hadd-Strafe nicht zwingend ist und das Li'an nur dazu legitimiert wurde, eine Hadd-Strafe abzuwehren oder ein Kind zu verleugnen. Wenn beides nicht gegeben ist, ist das Li'an nicht legitimiert. Wir aber stützen uns auf die Allgemeingültigkeit des Wortes Gottes, des Erhabenen: {Und diejenigen, die ihre Ehefrauen verleumden} (7) bis zum Ende des Verses, und weil das Li'an ein Eid (Yamin) ist. Daher bedarf es nicht der Bedingungen, die sie aufstellten, wie bei anderen Eiden. Ein Beweis dafür, dass es ein Eid ist, ist das Wort des Propheten (Allah segne ihn und gebe ihm Frieden): "Wären die Eide nicht gewesen, hätte ich mit ihr eine andere Angelegenheit gehabt" (9).
(3) Fehlt in B. (4) In B, M: "wa-kadhalik" (und ebenso). (5) Zakariyya ibn Yahya ibn 'Abd al-Rahman al-Saji, der Hafiz. Er gehörte zu den vertrauenswürdigen Imamen und ist Verfasser des Buches "Ikhtilaf al-Fuqaha'". Er verstarb im Jahr 307 n. H. Al-Subki biographierte ihn in "Tabaqat al-Shafi'iyya al-Kubra" 3/299-301. (6) Das "Waw" fehlt in M. (7) Sure al-Nur, 6. (8) Sure al-Nur, 8. (9) Der Nachweis (Takhrij) wurde bereits bei 8/373 erbracht.
إذا كانت زَوْجَةً، [وكذلك العَبْدُ مِن الحُرَّةِ والأمَةِ إذا كانت زَوْجَةً] (٣)، وكذلك المُسْلِمُ مِن الْيَهُودِيَّةِ والنَّصْرَانِيَّة. وعن أحمدَ، روايةٌ أُخْرَى: لا يَصِحُّ اللِّعانُ إلَّا مِن زَوْجَيْنِ مُسْلِمَيْنِ، عَدْلَيْنِ، حُريْنِ، غيرِ مَحْدُودَيْنِ فى قَذْفٍ. ورُوِىَ هذا عن الزُّهْرِىِّ، والثَّوْرِىِّ، والأوْزاعِىِّ، وحَمّادٍ، وأصْحابِ الرَّأْىِ. وعن مَكْحُولٍ: ليسَ بينَ المُسْلِمِ والذِّميَّةِ لِعانٌ. وعن عطاءٍ، والنَّخَعِىِّ، فى الْمَحْدُودِ فى الْقَذْفِ: يُضْرَبُ الحَدَّ، ولَا يُلَاعِنُ. ورُوِىَ فيه حديث لا يَثْبُتُ. كذلك (٤) قال الشَّافِعِىُّ، والسَّاجِىُّ (٥). ولأنَّ (٦) اللِّعانَ شَهادةٌ، بدليلِ قوله سبحانه: {وَلَمْ يَكُنْ لَهُمْ شُهَدَاءُ إِلَّا أَنْفُسُهُمْ} (٧). فاسْتَثْنَى أنفُسَهُم مِن الشُّهداء. وقال تعالى: {فَشَهَادَةُ أَحَدِهِمْ أَرْبَعُ شَهَادَاتٍ} (٧). فلا يُقْبَلُ مِمَّن ليس مِن أهلِ الشهادةِ. وإِنْ كانت المرأةُ مِمَّن لا يُحَدُّ بقَذْفِها، لم يَجِبِ اللِّعانُ: لأنَّه يُرَادُ لإسْقاطِ الْحَدِّ، بدليلِ قوله تعالى: {وَيَدْرَأُ عَنْهَا الْعَذَابَ أَنْ تَشْهَدَ أَرْبَعَ شَهَادَاتٍ بِاللَّهِ} (٨). ولا حَدَّ ههُنا، فيَنْتَفِى اللِّعانُ لاْنتِفَائِه. وذكَر القاضى، فى "المُجَرَّدِ" أنَّ مَن لا يَجِبُ الْحَدُّ بقَذْفِهَا، وهى الأمَةُ، والذِّمِّيَّةُ، والْمَحْدُودَةُ فى الزِّنَى، لِزَوْجِها لِعانُها؛ لِنَفْىِ الْوَلَدِ خاصَّةً، وليس له لِعانُها لإسْقاطِ القَذْفِ والتَّعْزِير؛ لأنَّ الحَّدَّ لا يَجبُ، واللِّعانُ إنَّما يُشْرَعُ لإسْقاطِ حَدٍّ، أو نَفْىِ وَلَدٍ، فإذا لم يكنْ واحدٌ منهما لم يُشْرَعِ اللِّعانُ. ولَنا، عُمومُ قولِه تعالى: {وَالَّذِينَ يَرْمُونَ أَزْوَاجَهُمْ} (٧). الآيةُ، ولأنَّ اللِّعانَ يَمِينٌ، فلا يَفْتَقِرُ إلى ما شَرَطُوه، كسائِرِ الأيْمانِ، ودليلُ أنَّه يَمِينٌ قولُ النَّبِىِّ -صلى اللَّه عليه وسلم-: "لَوْلَا الْأَيْمَانُ، لَكَانَ لِى وَلَهَا شَأْنٌ" (٩).
(٣) سقط من: ب.(٤) فى ب، م: "وكذلك".(٥) زكريا بن يحيى بن عبد الرحمن الساجى الحافظ، كان من الثقات الأئمة، وله كتاب "اختلاف الفقهاء"، توفى سنة سبع وثلاثمائة. ترجمه السبكى، فى طبقات الشافعية الكبرى ٣/ ٢٩٩ - ٣٠١.(٦) سقطت الواو من: م.(٧) سورة النور ٦.(٨) سورة النور ٨.(٩) تقدم تخريجه فى: ٨/ ٣٧٣.