Abu Thawr und Ibn al-Mundhir. Malik und die Gelehrten der Auffassung (Ashab al-Ra'y) sagten: Wenn er es dennoch tut, hat er zwar gegen die Sunna verstoßen, doch die Trennung ist rechtmäßig und das Kind wird von ihm abgestritten; denn Gott, der Erhabene, hat ihren Li'an mit der Konjunktion "wa" (und) an seinen Li'an angeschlossen, welche keine zeitliche Reihenfolge impliziert, und weil der Li'an von beiden vollzogen wurde, gleicht es dem Fall, in dem sie die Reihenfolge eingehalten hätten. Nach Ansicht von Asch-Schafi'i ist der Li'an erst mit der korrekten Reihenfolge gültig, doch reicht ihm zufolge der Li'an des Mannes allein aus, um die Abstammung des Kindes zu verneinen, und dies ist auch bei einer Abweichung von der Reihenfolge und mangelnder Vollständigkeit der Formeln seitens der Frau gegeben. Wir entgegnen: Er hat den Li'an nicht so vollzogen, wie es durch Koran und Sunna überliefert ist, daher ist er nicht gültig, so als ob er sich auf eine einzige Formel beschränkt hätte. Zudem ist der Li'an des Mannes der Beweis für die Feststellung ihres Ehebruchs und die Verneinung ihres Kindes, während der Li'an der Frau der Leugnung dient; daher muss der Beweis der Feststellung vorangestellt werden, so wie die Zeugen den Eiden vorangestellt werden. Auch dient der Li'an der Frau der Abwendung der Strafe von ihr, was ihr erst durch den Li'an des Mannes zuteilwird. Wenn sie also ihren Li'an vor seinem vollzieht, so hat sie ihn vor der Zeit vollzogen, daher ist er nicht gültig, so als hätte sie ihn vor der Verleumdung (Qadhf) vollzogen. Die vierte Bedingung ist, dass er die Verneinung des Kindes im Li'an erwähnt. Erwähnt er sie nicht, so wird das Kind nicht abgestritten, es sei denn, er wiederholt den Li'an und erwähnt die Verneinung. Dies ist die offensichtliche Lehrmeinung von al-Khiraqi, die Wahl des Qadi und die Lehrmeinung von Asch-Schafi'i. Abu Bakr sagte: Es ist nicht erforderlich, das Kind und dessen Verneinung zu erwähnen; es wird durch den Wegfall des Ehebettes (Firash) abgestritten, da der Hadith von Sahl ibn Sa'd, in dem er den Li'an beschrieb, das Kind nicht erwähnt, und er darin sagte: "Der Gesandte Gottes (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) trennte sie und entschied, dass ihr Kind keinem Vater zugeschrieben und ihr Kind nicht verleumdet werden darf." Dies überlieferte Abu Dawud. In einem von Muslim überlieferten Hadith über Abdullah heißt es, dass ein Mann seine Ehefrau zur Zeit des Gesandten Gottes (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) durch Li'an verfluchte, woraufhin der Prophet (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) sie trennte und das Kind der Mutter zuschrieb.
(7) In A, b, m: "tartibuha". (8) Im Original mit dem Zusatz: "mimma". (9) In b, m: "fa-idha". (10) In A mit dem Zusatz: "anhu". (11) Fehlt in: b. (12) In: Kitab al-Li'an, aus dem Kapitel über die Scheidung (Talaq). Sunan Abi Dawud 1/521. (13) Die Belegstelle wurde bereits angeführt in: 8/373. (14) D. h. Ibn Umar.
أبو ثَوْرٍ، وابنُ المُنْذِرِ. وقال مالكٌ، وأصْحابُ الرَّأْىِ: إن فَعَلَ أخْطَأ السُّنّةَ، والفُرْقةُ جائزةٌ، ويَنْتَفِى الولدُ عنه؛ لأنَّ اللَّه تعالى عَطَفَ لِعانَها على لِعَانِه بالواوِ، وهى لا تَقْتَضِى تَرْتِيبًا (٧)، ولأنَّ اللِّعانَ قد وُجِدَ منهما جميعًا، فأشْبَهَ ما لو رتّبَتْ. وعند الشافعىِّ، لا يَتِمُّ اللِّعانُ إلّا بالتَّرْتيبِ، إلَّا أنَّه (٨) يَكْفِى عنده لِعَانُ الرَّجُلِ وحدَه لنَفْىِ الولدِ، وذلك حاصلٌ مع إخْلالِه بالتَّرْتيبِ، وعَدَمِ كَمالِ ألَفاظِ اللِّعانِ من المرأةِ. ولَنا، أَنَّه أتَى باللِّعانِ على غيرِ ما وَرَدَ به القرآنُ والسُّنَّةُ، فلم يَصِحَّ، كما لو اقْتَصَرَ على لَفْظةٍ واحدةٍ، ولأنَّ لِعانَ الرجلِ بَيِّنَتُه لإِثْباتِ زِنَاها وَنَفْىِ ولدِها، ولِعانَ المرأةِ للإِنْكارِ، فقُدِّمَتْ بَيِّنةُ الإِثْباتِ، كتَقْديمِ الشُّهودِ على الأيْمانِ، ولأنَّ لِعانَ المرأةِ لدَرْءِ العَذابِ عنها، ولا يتَوَجَّهُ عليها ذلك إلَّا بلِعانِ الرَّجُلِ، فإذا قَدَّمَتْ لِعانَها على لِعانِه، فقد قَدَّمَتْه على وَقْتِه، فلم يَصِحَّ، كما لو قدّمَتْه على القَذْفِ. الشَّرْط الرابع، أَن يَذْكُرَ نَفْىَ الولدِ فى اللِّعانِ، فإنْ (٩) لم يَذْكُرْ، لم يَنْتَفِ (١٠)، إلّا أَن يُعِيدَ اللّعانَ ويذكرَ نَفْيَه. وهذا ظاهرُ كلامِ الخِرَقِىِّ، واختيارُ القاضِى، ومذهبُ الشافعىِّ. وقال أبو بكرٍ: لا يَحْتاجُ إلى ذِكْرِ الولدِ ونَفْيِه، ويَنْتَفِى بزَوَالِ الفِرَاشِ؛ لأنَّ حَدِيثَ سَهْلِ بن سعدٍ، الذى وَصَفَ فيه اللعانَ، لم يذَكُرْ فيه الولدَ، وقال فيه: ففَرَّقَ رسولُ اللَّه -صلى اللَّه عليه وسلم- بينهما، وقَضَى أَن لا يُدْعَى وَلَدُها (١١) لأبٍ، ولا يُرْمَى ولدُها. روَاه أبو داودَ (١٢). وفى حديثٍ روَاه مسلمٌ (١٣)، عن عبد اللَّه (١٤)، أَن رَجُلًا لَاعَنَ امرأتَه على عهدِ رَسُولِ اللَّه -صلى اللَّه عليه وسلم-، ففَرّقَ النَّبِىُّ -صلى اللَّه عليه وسلم- بينهما، وألْحَقَ الولدَ
(٧) فى أ، ب، م: "ترتيبها".(٨) فى الأصل زيادة: "مما".(٩) فى ب، م: "فإذا".(١٠) فى أزيادة: "عنه".(١١) فى سقط من: ب.(١٢) فى: باب اللعان، من كتاب الطلاق. سنن أبى داود ١/ ٥٢١.(١٣) تقدم تخريجه فى: ٨/ ٣٧٣.(١٤) أى ابن عمر.