oder Wajur (Einflößen), oder ihm (durch diese Methoden) Milch zugeführt wurde oder diese eingeflößt wurde, und er vollendete die fünf (Stillvorgänge) durch Stillen, so tritt das Verbot ein. Denn wir haben es im Ursprung des Verbots dem Stillen gleichgestellt, also auch bei der Vollendung der Anzahl. Und wenn sie Milch in ein Gefäß abmelkt, alles auf einmal, und ihm diese dann zu verschiedenen Zeiten zu trinken gibt, so sind dies fünf Stillvorgänge. Denn wenn er von einer Speise fünf verschiedene Portionen gegessen hätte, so hätte er fünf Mahlzeiten gegessen. Wenn sie jedoch in fünf verschiedenen Zeiten fünfmal in ein Gefäß abmelkt und er es dann auf einmal trinkt, so ist es ein einziger Stillvorgang, genau wie es eine einzige Mahlzeit wäre, wenn Speise in fünf Zeiten in ein Gefäß gegeben und dann auf einmal gegessen würde. Von asch-Schafi'i wurde in beiden Fällen eine Ansicht überliefert, die das Gegenteil dessen ist, was wir sagten, unter Berücksichtigung des Entweichens aus ihr (der Brust), denn der Maßstab ist das Stillen, und der Wajur ist ein abgeleiteter Zweig davon. Unser Gegenargument ist, dass der Maßstab das Trinken des Jungen ist; denn das ist es, was das Verbot bewirkt. Deshalb tritt das Verbot dadurch auch ohne Stillen ein. Wenn er so saugt, dass sie (die Milch) seinen Mund erreicht, er sie dann aber ausspuckt, tritt das Verbot nicht ein. Der Maßstab ist also das Trinken, und davon fand nur einmal etwas statt, also war es ein Stillvorgang. Wenn sie ihn jedoch zu verschiedenen Zeiten tränkt, so fand dies in fünf Zeiten statt, also waren es fünf Stillvorgänge. Wenn sie ihn die zusammengetragene Milch Schluck für Schluck nacheinander trinken lässt, dann ist das Offensichtliche in den Worten von al-Khiraqi, dass es ein einziger Stillvorgang ist, da er von fünf verschiedenen Stillvorgängen ausgeht und weil der Bezugspunkt beim Stillvorgang der Brauch (al-'urf) ist, und diese (die Leute) betrachten dies nicht als (mehrere) Stillvorgänge. Es ähnelt also dem Fall, wenn der Essende die Speise Bissen für Bissen isst; dies wird nicht als mehrere Mahlzeiten gezählt. Es ist möglich, dies in Analogie auf den Fall zu beziehen, wenn die Stillende das Stillen unterbricht, wie wir bereits dargelegt haben.
Abschnitt: Wenn sie aus der Milch Käse macht und ihn dann dem Kind zu essen gibt, tritt dadurch das Verbot ein. Dies sagte auch
(5) In M: "istut'ita" (sich schnupfen lassen). (6) In der Vorlage: "wa-wujira" (und es wurde eingeflößt). (7) In M: "aklat" (Mahlzeiten). (8) Fehlt in M. (9) In B gibt es den Zusatz: "akalahu" (er aß es). (10) In A: "qulnahu" (wir sagten es). (11) Fehlt in M. (12) In M: "bi-r-rada'" (beim Stillen). (13) In der Vorlage: "kalam" (Wort/Rede).