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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 11 · Seite 524Abschnitt

Übersetzung · DE

Für den Herrn gibt es zwei Ansichten. Die erste besagt: Ihm steht der geringere der beiden Beträge aus der Hälfte des Wertes oder einem Drittel des Blutgeldes zu. Dies ist die Analogie zur Aussage von Abu Bakr; denn durch das Abschneiden erwarb er Anspruch auf die Hälfte des Wertes, und als dies zu einem Tötungsdelikt wurde, wurde ein Drittel des Blutgeldes fällig, weshalb ihm der geringere der beiden Beträge zusteht. [Die zweite Ansicht besagt: Ihm steht] der geringere der beiden Beträge aus einem Drittel des Wertes oder einem Drittel des Blutgeldes zu; denn wenn das Vergehen zu einem Tötungsdelikt wird, ist das Maßgebliche das, worauf es hinausläuft. Siehst du denn nicht, dass wenn die beiden anderen Täter das Vergehen ebenfalls vor der Freilassung begangen hätten, für den Ersten nur ein Drittel des Wertes angefallen wäre? Sein Anspruch vergrößert sich also nicht durch die Freilassung, so wie wenn jemand sein Auge aussticht, sein Herr ihn dann verkauft, dann jemand anderes seine Hand und ein Dritter seinen Fuß abschneidet und er dann stirbt, denn für den Ersten gilt ein Drittel des Wertes. Wenn das Entschädigungsgeld (Arsh) für das Vergehen die Hälfte des Wertes beträgt und wir die erste Ansicht vertreten, und wenn der Erste seine zwei Finger abgeschnitten oder ihn zertrümmert hätte, und die beiden Täter in der Freiheit seine Hand abgeschnitten hätten, so ist das Blutgeld zu Dritteln unter ihnen zu verteilen. Dem Herrn stehen davon der geringere der beiden Beträge aus dem Entschädigungsgeld des Fingers – was einem Zehntel des Wertes entspricht – oder einem Drittel des Blutgeldes zu. Wenn der Täter im Zustand der Sklaverei seine beiden Hände abgeschnitten hätte und die beiden Täter in der Freiheit seine beiden Füße abgeschnitten hätten, so wäre das Blutgeld zu Dritteln fällig, und dem Herrn stünde davon der geringere der beiden Beträge aus dem gesamten Wert oder einem Drittel des Blutgeldes zu. Nach der anderen Ansicht stehen ihm in den beiden Unterfällen der geringere der beiden Beträge aus einem Drittel des Wertes oder einem Drittel des Blutgeldes zu.

Abschnitt: Wenn sich zwei Täter im Zustand der Sklaverei befanden und einer im Zustand der Freiheit und er dann stirbt, so ist das Blutgeld von ihnen zu entrichten. Dem Herrn steht davon, nach einer der beiden Ansichten, der geringere der beiden Beträge aus dem Entschädigungsgeld der zwei Vergehen oder zwei Dritteln des Blutgeldes zu, und nach der anderen Ansicht der geringere der beiden Beträge aus zwei Dritteln des Wertes oder zwei Dritteln des Blutgeldes.

Abschnitt: Wenn es vier Täter gibt; einer im Zustand der Sklaverei und drei in der Freiheit,

Anmerkungen

(16) In M: "amrayn" (zwei Angelegenheiten/Beträge). (17) Aus B ausgefallen. (18) Im Original: "yadihi" (seine Hand). (19) Im Original: "yadayhi" (seine beiden Hände). (20) Im Original, A, B: "qimatihi" (sein Wert). (21) Dieser gesamte Abschnitt ist in B ausgefallen. (22) Aus B, M ausgefallen.

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