Dies vertraten auch asch-Schaʿbī, an-Nachaʿī, Mālik, die Gelehrten des Hidschāz, ath-Thawrī, Abū Ḥanīfa, die Gelehrten des Irak, asch-Schāfiʿī, Abū Thaur, Abū ʿUbayd und andere. Denn es ist ein Eid, der den Beischlaf verhindert, folglich handelt es sich um ein Īlāʾ, genau wie beim Schwören bei Allah, dem Erhabenen. Zudem ist das Abhängigmachen von Ṭalāq (Scheidung) und ʿAtāq (Sklavenfreilassung) vom Beischlaf ein Schwur, was dadurch bewiesen wird, dass er, wenn er sagen würde: „Wann immer ich bei deiner Scheidung schwöre, bist du geschieden“, und daraufhin sagt: „Wenn ich dir beiwohne, bist du geschieden“, sie sofort geschieden wäre. Abū Bakr sagte: „Jeder Schwur, sei es durch ein Verbot (Ḥarām) oder anderes, für den eine Sühneleistung (Kaffāra) verpflichtend ist, macht den Schwörenden zu einem Mūlī.“ Was jedoch Ṭalāq und ʿAtāq betrifft, so ist der Schwur dabei kein Īlāʾ, da damit ein Recht eines Menschen (Ādamī) verbunden ist, während das, was eine Sühneleistung nach sich zieht, mit dem Recht Allahs, des Erhabenen, verbunden ist. Die erste Überlieferung ist die bekanntere, denn das absolute Īlāʾ ist nur der Eid (Qasam). Deshalb lasen Ubayy und Ibn ʿAbbās „yuqsimūn“ (sie schwören) anstelle von „yuʾlūn“ (sie leisten Īlāʾ). Es wurde von Ibn ʿAbbās bezüglich der Interpretation von „yuʾlūn“ überliefert, dass er sagte: „Sie schwören bei Allah.“ So erwähnte es Imam Aḥmad. Die Abhängigmachung von einer Bedingung ist kein Eid; daher verwendet man darin nicht das Partikel des Eides, er wird nicht mit dessen Antwort (Jawāb) beantwortet, und die Sprachgelehrten führen ihn nicht im Kapitel des Eides auf. Somit ist dies kein Īlāʾ, sondern wird nur im übertragenen Sinne als Schwur bezeichnet, aufgrund der Teilhabe am Eid in der bekannten Bedeutung, nämlich dem Anspornen zu einer Handlung, dem Unterlassen derselben oder der Bekräftigung einer Aussage. Die Rede, wenn sie absolut verwendet wird, bezieht sich auf ihre eigentliche Bedeutung. Darauf weist auch das Wort Allahs, des Erhabenen, hin: „Wenn sie aber zurückkehren, dann ist Allah wahrlich Allvergebend und Barmherzig“ (2). Die Vergebung tritt nur bei einem Eid bei Allah ein. Ebenso ist das Wort des Propheten – Allahs Segen und Friede auf ihm – zu nennen: „Wer bei einem anderen als Allah schwört, der begeht Schirk (Beigesellung)“ (3). Und seine Aussage: „Allah verbietet euch, bei euren Vätern zu schwören.“ Dies ist unbestritten (4). Und selbst wenn wir einräumen würden, dass etwas, das kein Eid ist, als Schwur gilt, so bezieht sich der Begriff „Schwur“ in seiner absoluten Form nur auf den Eid, und er wird nur durch einen Beweis auf etwas anderes als den Eid bezogen. Es gibt keinen Dissens darüber, dass der Eid bei einem anderen als Allah, dem Erhabenen, und Seinen Eigenschaften kein Īlāʾ darstellt, da er weder eine Sühneleistung nach sich zieht noch irgendetwas, das den Beischlaf verbietet; somit ist er kein Īlāʾ, wie eine bloße Mitteilung ohne Schwur (6).
(2) Sūra al-Baqara, Vers 226. (3) Überliefert von at-Tirmidhī in: „Kapitel: Es berichtete uns Qutayba, es berichtete uns Abū Ḫālid . . .“ aus dem Buch der Gelübde (Nudhūr). ʿĀriḍat al-Aḥwadhī, 7/18. Und Imam Aḥmad in: al-Musnad, 1/47, 2/34, 69, 87, 125. (4) Überliefert von al-Buchārī in: „Kapitel: Die Tage der Dschāhiliyya“ aus dem Buch der Vorzüge der Helfer (Anṣār); in „Kapitel: Wer diejenigen nicht für Ungläubige erklärt, die dies aufgrund von Interpretation oder Unwissenheit sagen“ aus dem Buch des Adab; in „Kapitel: Schwört nicht bei euren Vätern“ aus dem Buch der Eide; und in „Kapitel: Das Bitten bei den Namen Allahs und das Zufluchtnehmen bei ihnen“ aus dem Buch des Tauḥīd. Ṣaḥīḥ al-Buchārī, 5/53, 8/33, 164, 9/147. Und von Muslim in: „Kapitel: Das Verbot, bei einem anderen als Allah, dem Erhabenen, zu schwören“ aus dem Buch der Eide. Ṣaḥīḥ Muslim, 3/1266, 1267. Ebenso überliefert von at-Tirmidhī in: „Kapitel: Was über die Abscheulichkeit des Schwörens bei einem anderen als Allah überliefert wurde“ und „Kapitel: Es berichtete uns Qutayba“ aus dem Buch der Gelübde. ʿĀriḍat al-Aḥwadhī, 7/16-18. Und an-Nasāʾī in: „Kapitel: Die Strenge bezüglich des Schwörens bei einem anderen als Allah, dem Erhabenen“ und „Kapitel: Das Schwören bei den Vätern“ aus dem Buch der Eide und Gelübde. al-Mudschtabā, 7/4, 5. Und Ibn Mādscha in: „Kapitel: Das Verbot, bei einem anderen als Allah zu schwören“ aus dem Buch der Sühneleistungen. Sunan Ibn Mādscha, 1/677. Und Imam Mālik in: „Kapitel: Sammelkapitel der Eide“ aus dem Buch der Gelübde und Eide. al-Muwaṭṭaʾ, 2/480. Und Imam Aḥmad in: al-Musnad, 2/7, 8, 11, 17, 20, 48, 76, 5/62.
وبذلك قال الشَّعْبِىُّ، والنَّخَعِىُّ، ومالِكٌ، وأَهْلُ الْحِجَازِ، والثَّوْرِىُّ، وأبو حَنِيفَةَ، وأهْلُ الْعِراقِ، والشَّافِعِىُّ، وأبو ثَوْرٍ، وأبو عُبَيْدٍ، وغيرُهم؛ لأنَّهَا يَمِينٌ مَنَعَتْ جِمَاعَها فكانتْ إِيلاءً، كالحَلِفِ بِاللَّهِ تعالى، ولأنَّ تَعْلِيقَ الطَّلاقِ والعَتاقِ على وَطْئِها حَلِفٌ، بِدَلِيلِ أَنَّهُ لو قال: متى حَلَفْتُ بطلاقِكِ، فأنْتِ طَالِقٌ. ثم قال: إنْ وَطِئْتُكِ، فأنْتِ طالِقٌ. طَلُقَتْ فى الحالِ. وقال أبو بكرٍ: كُلُّ يَمِينٍ مِنْ حَرَام أو غيرِها، يَجِبُ بها كَفَّارَةٌ، يكونُ الحَالِفُ بها مُولِيًا. وأمَّا الطَّلاقُ والعَتاقُ، فليس الحَلِفُ به إيلاءً؛ لأنَّهُ يَتَعَلَّقُ به حَقُّ آدَمِىٍّ، وما أَوْجَبَ كَفَّارةً تَعَلَّقَ بها حَقُّ اللَّه تعالى. والرِّوَايَةُ الأُولَى هى المَشْهُورَةُ؛ لأَنَّ الإِيلاءَ المُطْلَقَ إِنَّما هو القَسَمُ، ولهذا قَرأَ أُبَىٌّ وابنُ عَبَّاسٍ: "يُقْسِمُونَ". مكانَ: {يُؤْلُونَ}. ورُوِىَ عن ابنِ عَبَّاسٍ فى تَفْسِيرِ {يُؤْلُونَ}. قال: يَحْلِفُونَ بِاللَّهِ. هكذا ذَكَرَهُ الإِمامُ أحمدُ. وَالتَّعْلِيقُ بشَرْطٍ ليس بقَسَمٍ، ولهذا لَا يُؤْتَى فيه بحَرْفِ القَسَمِ، ولا يُجَابُ بِجَوَابِه، ولا يَذْكُرُهُ أهلُ العَرَبِيَّةِ فى بابِ القَسَمِ، فلا يكونُ إِيلاءً، وإِنَّما يُسَمَّى حَلِفًا تَجَوُّزًا، لِمُشارَكَتِه القَسَمَ فى الْمَعْنى الْمَشْهُورِ فى الْقَسَمِ، وهو الْحَثُّ على الفِعْلِ أَو الْمَنْعُ منه، أو تَوْكِيدُ الخَبَرِ، والْكلامُ عند إِطْلاقِه لِحَقِيقَتِهِ؛ وَيَدُلُّ على هذا قَوْلُ اللَّهِ تعالى: {فَإِنْ فَاءُوا فَإِنَّ اللَّهَ غَفُورٌ رَحِيمٌ} (٢). وإِنَّمَا يَدْخُلُ الْغُفْرانُ فى اليَمِينِ بِاللَّهِ. وأيْضًا قَوْلُ النَّبِىِّ -صلى اللَّه عليه وسلم-: "مَنْ حَلَفَ بغَيْرِ اللَّهِ فَقَدْ أَشْرَكَ" (٣). وقولُه: "إِنَّ اللَّهَ يَنْهَاكُمْ أَنْ تَحْلِفُوا بِآبَائِكُمْ". مُتَّفَقٌ عليه (٤). وإِنْ سَلَّمْنَا أَنَّ غَيْرَ
(٢) سورة البقرة ٢٢٦.(٣) أخرجه الترمذى، فى: باب حدثنا قتيبة، حدثنا أبو خالد. . .، من كتاب النذور. عارضة الأحوذى ٧/ ١٨. والإمام أحمد، فى: المسند ١/ ٤٧، ٢/ ٣٤، ٦٩، ٨٧، ١٢٥.(٤) أخرجه البخارى، فى: باب أيام الجاهلية، من كتاب مناقب الأنصار، وفى: باب من لم ير إكفار من قال ذلك متأولا أو جاهلا، من كتاب الأدب، وفى: باب لا تحلفوا بآبائكم، من كتاب الأيمان، وفى: باب السؤال بأسماء اللَّه تعالى والاستعاذة بها، من كتاب التوحيد، صحيح البخارى ٥/ ٥٣، ٨/ ٣٣، ١٦٤، ٩/ ١٤٧. ومسلم، فى: باب النهى عن الحلف بغير اللَّه تعالى، من كتاب الأيمان. صحيح مسلم ٣/ ١٢٦٦، ١٢٦٧.كما أخرجه الترمذى، فى: باب ما جاء فى كراهية الحلف بغير اللَّه، وباب حدثنا قتيبة، من كتاب النذور. عارضة الأحوذى ٧/ ١٦ - ١٨. والنسائى، فى: باب التشديد فى الحلف بغير اللَّه تعالى، وباب الحلف بالآباء، من كتاب الأيمان والنذور. المجتبى ٧/ ٤، ٥. وابن ماجه، فى: باب النهى أن يحلف بغير اللَّه، =