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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 12 · Seite 111Abschnitt

Übersetzung · DE

…den Verlust (26) der Sehkraft eines der beiden Augen zur Folge hätte, so ist die Hälfte des Blutgeldes fällig, da er [insgesamt] nicht an Sehkraft eingebüßt hätte. Wir antworten (27): Aus der Verpflichtung für einen Teil des Blutgeldes für beide Augen ergibt sich nicht eine Minderung des Blutgeldes für das zweite [Auge], wie der Beweis zeigt, wenn man gegen beide Augen vergeht und sie schielen, oder sie trübe werden, oder ihre Leuchtkraft abnimmt, denn in diesem Fall ist eine Entschädigung (Arsch) für die Minderung fällig, und ihr Blutgeld mindert sich dadurch nicht. Zudem hat die eingetretene Minderung keine Auswirkungen auf die rechtlichen Bestimmungen und ist hinsichtlich des Nutzenverlustes nicht präzise bemessen, weshalb sie sich nicht auf die Minderung des Blutgeldes auswirkt, wie wir dargelegt haben.

Abschnitt: Wenn ein Einäugiger das Auge eines Sehenden aussticht, so prüfen wir: Wenn er das Auge aussticht, welches nicht seinem gesunden Auge gleicht, oder wenn er versehentlich das aussticht, das seinem gesunden Auge gleicht (28), dann trifft ihn nur das halbe Blutgeld. Ich kenne niemanden, der dies ablehnt, da dies die Grundlage ist. Wenn er jedoch dasjenige aussticht, das seinem gesunden Auge gleicht, vorsätzlich, so gibt es für ihn keine Wiedervergeltung (Qisas) (29), und er muss ein volles Blutgeld zahlen. Dies vertraten Sa'id ibn al-Musayyab, 'Ata' und Malik in einer seiner beiden Überlieferungen. In der anderen sagte er: Ihn trifft das halbe Blutgeld und keine Wiedervergeltung. Diejenigen, die in der ersten Frage anderer Meinung sind, sagten: Er unterliegt der Wiedervergeltung, aufgrund des erhabenen Wortes Gottes: „...und Auge um Auge“ (30). Wenn er das Blutgeld wählt, dann steht ihm die Hälfte davon zu, gemäß der Überlieferung; und weil, wenn jemand anderes es ausstechen würde, dafür nur das halbe Blutgeld fällig wäre, weshalb ihn nicht mehr als dessen Hälfte treffen darf, wie beim anderen Auge. Unser Beweis ist, dass Umar und Uthman nach einer Lehrmeinung wie der unseren entschieden haben (31), und wir kennen unter den Gefährten keinen, der ihnen widersprochen hätte, daher war es ein Konsens.

Abschnitt: Wenn ein Einäugiger beide Augen eines Sehenden aussticht, so trifft ihn nur ein Blutgeld, sei es vorsätzlich oder versehentlich. Der Qadi erwähnte, dass es der Analogie (Qiyas) der Rechtsschule nach erforderlich sei, zwei Blutgelder zu zahlen; eines für das Auge, durch das er das Recht erlangte, das Auge eines Einäugigen auszstechen, und das andere für das [andere] Auge, da es das Auge eines Einäugigen ist.

Anmerkungen

(26) In M: „dhahab“ (Verlust). (27) In B: „wa lana“ (und unser Beweis ist). (28) In B: „al-sahiha“ (das gesunde [Auge]). (29) Weggefallen in al-Asl und B. (30) Sure al-Ma'ida 45. (31) Überliefert von al-Baihaqi in: „Baab al-Sahih yusibu 'ain al-a'war...“, aus dem Buch „al-Diyat“. Al-Sunan al-Kubra 8/94. Und von Abd al-Razzaq, in: „Baab al-A'war yusibu 'ain al-insan“, aus dem Buch „al-'Uqul“. Al-Musannaf 9/333.

Arabisch (Quelle)

إذْهابِ (٢٦) بَصَرِ إِحْدَى العَيْنَيْنِ نِصْفُ الدِّيَةِ؛ لأنَّه لم يَنْقُصْ. قُلْنا (٢٧): لا يلزمُ مِن وُجوبِ شيءٍ مِن دِيَةِ العينَيْنِ نَقْصُ دِيَةِ الثَّانى؛ بدليلِ ما لو جَنَى عليهما فاحْوَلَّتَا، أو عَمِشَتَا، أو نَقَصَ ضَوْؤُهما، فإنَّه يجبُ أَرْشُ النَّقْصِ، ولا تنْقُصُ دِيَتُهما بذلك، ولأنَّ النَّقصَ الحاصلَ لم يُؤثِّرْ في تَنْقيصِ أحكامِه، ولا هو مَضْبوطٌ في تَفْويتِ النَّفعِ، فلم يُؤَثِّرْ في تنْقِيصِ الدِّيَةِ، كالذى ذكرْنَا.

فصل: وإنْ قلَعَ الأعْورُ عينَ صَحِيحٍ نَظرْنا؛ فإنْ قلَعَ العَيْنَ التي لا تُماثِلُ عينَه الصَّحيحةَ، أو قلعَ المُماثلةَ للصَّحيحةِ (٢٨) خَطأً، فليس عليه إلَّا نصفُ الدِّيَةِ، لا أعلمُ فيه مُخالفًا؛ لأنَّ ذلك هو الأصْلُ، وإنْ قلعَ المُماثلةَ لعيْنِه الصَّحيحةِ عَمْدًا، فلا قِصَاصَ عليه (٢٩)، وعليه دِيَةٌ كاملةٌ. وبهذا قال سعيدُ بنُ المُسَيَّبِ، وعَطاءٌ، ومالكٌ في إحْدَى رِوَايتيْه. وقال في الأُخْرَى: عليه نِصفُ الدِّيَةِ، ولا قِصَاصَ. وقال المُخَالفون في المسألة الأُوْلَى: له القِصَاصُ؛ لقوله تعالى: {وَالْعَيْنَ بِالْعَيْنِ} (٣٠). وإن اخْتارَ الدِّيةَ، فلَهُ نصْفُها؛ للخَبرِ؛ ولأنَّه لو قلَعها غيرُه لم يجبْ فِيها إلَّا نصفُ الدِّيَةِ، فلم يجبْ عليه إلَّا نصْفُها، كالعيْنِ الأُخْرَى. ولَنا، أنَّ عُمرَ وعُثمانَ قَضَيا بمثْلِ مذْهبِنا (٣١)، ولا نَعْرِفُ لهما مُخالِفًا في الصَّحابَةِ، فَكان إجْماعًا.

فصل: وإنْ قلَعَ الأعْورُ عَيْنَىْ صَحيحِ العينيْنِ، فليس عليه إلَّا دِيَةٌ، عَمْدًا كان أو خطأً. وذكرَ الْقاضى، أنَّ قِياسَ المذهبِ وُجوبُ دِيتَيْن؛ إحْداهما في العيْنِ التي اسْتَحَقَّ

Anmerkungen

(٢٦) في م: "ذهاب".(٢٧) في ب: "ولنا".(٢٨) في ب: "الصحيحة".(٢٩) سقط من: الأصل، ب.(٣٠) سورة المائدة ٤٥.(٣١) أخرجه البيهقي، في: باب الصحيح يصيب عين الأعور. . ., من كتاب الديات. السنن الكبرى ٨/ ٩٤. وعبد الرزاق، في: باب الأعور يصيب عين الإِنسان، من كتاب العقول. المصنف ٩/ ٣٣٣.

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