was er geleugnet hat. Was nun denjenigen Ungläubigen betrifft, der den Glauben an sich leugnet: Wenn er bezeugt, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist, und sich auf dieses (Bekenntnis) beschränkt, so gibt es dazu zwei Überlieferungen. Die erste besagt, dass sein Islam als gültig anerkannt wird, da überliefert ist, dass ein Jude sagte: „Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist“, und daraufhin verstarb. Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagte daraufhin: „Betet für euren Gefährten.“ (7). Dies gilt auch deshalb, weil man die Sendung Muhammads (Friede und Segen seien auf ihm) nicht anerkennen kann, ohne zugleich denjenigen anzuerkennen, der ihn gesandt hat, sowie dessen Einheit (Tawhid); denn er hat den Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) in dem bestätigt, was er gebracht hat, und er hat den Tawhid gebracht. Die zweite Ansicht besagt: Wenn er den Tawhid bereits anerkannt hat, wie etwa die Juden, so wird sein Islam anerkannt, da der Tawhid Allahs in seinem Fall bereits feststeht und er diesen mit dem Bekenntnis zur Sendung Muhammads (Friede und Segen seien auf ihm) verbunden hat, womit sein Islam vollständig ist. Wenn er jedoch kein Monotheist ist, wie etwa die Christen, die Magier oder die Götzendiener, so wird sein Islam nicht anerkannt, bis er bezeugt (8), dass es keinen Gott außer Allah gibt. Die Mehrheit der Überlieferungen stützt dies, und dies ist die korrekte Auffassung; denn wer zwei Dinge leugnet (9), bei dem endet das Leugnen erst mit dem Bekenntnis zu beiden. Wenn er sagt: „Ich bezeuge, dass der Prophet der Gesandte Allahs ist“, so erkennen wir seinen Islam nicht an, da es möglich ist, dass er damit nicht unseren Propheten meint. Wenn er sagt: „Ich bin gläubig“ oder „Ich bin Muslim“, so sagte al-Qadi, dass sein Islam dadurch als anerkannt gilt, selbst wenn er das Glaubensbekenntnis nicht explizit ausspricht; denn dies sind Namen für eine bekannte und feststehende Sache, nämlich das Glaubensbekenntnis. Wenn er also über sich selbst in einer Weise ausspricht, die das Glaubensbekenntnis beinhaltet, so hat er es damit ausgedrückt. Miqdad überlieferte, dass er sagte: „O Gesandter Allahs, [was meinst du, wenn] (10) ich einem Mann von den Ungläubigen begegne, er mich bekämpft und mir eine Hand mit dem Schwert abhaut, sich dann zu einem Baum flüchtet und sagt: ‚Ich bin Muslim geworden.‘ Soll ich ihn töten, o Gesandter Allahs, nachdem er dies gesagt hat?“ Er antwortete: „Töte ihn nicht, denn wenn du ihn tötest, so ist er in dem Status, in dem du vor dem Töten warst, und du bist in dem Status, in dem er vor dem Aussprechen (11) seines Wortes war, das er sagte.“ Und von 'Imran.
(7) Überliefert von al-Bukhari im „Kapitel: Wenn ein Knabe den Islam annimmt und stirbt, wird für ihn gebetet?“, aus dem Buch der Begräbnisse. Sahih al-Bukhari 2/118. Ebenso Abu Dawud im „Kapitel über den Besuch eines Dhimmis“, aus dem Buch der Begräbnisse. Sunan Abi Dawud 2/164. Imam Ahmad im Musnad 3/260, 280. Al-Bayhaqi im „Kapitel über den Besuch eines Nicht-Muslims durch einen Muslim“, aus dem Buch der Begräbnisse. Al-Sunan al-Kubra 3/383. (8) Im Original: „shahida“ (er bezeugte). (9) In B und M: „jahada“ (er leugnete). (10) Im Original: „innī“ (ich). (11) Im Original mit dem Zusatz: „laka“ (dir).