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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 12 · Seite 421

Übersetzung · DE

Verunreinigungen oder Golderz (Tibr), das einer Reinigung bedarf, so ist das Abschneiden der Hand erst dann verpflichtend, wenn der darin enthaltene Goldanteil einen Vierteldinar erreicht; denn der Schmelzvorgang mindert ihn. Wenn jemand jedoch einen Vierteldinar in Form von Goldstücken (Qurada), reinem Golderz (Tibr) oder Schmuck stiehlt, so ist dafür das Abschneiden der Hand vorgesehen. Ahmad hat dies in der Überlieferung von al-Dschuzdschani explizit festgelegt. Er sagte: „Ich fragte ihn: Wie stiehlt man einen Vierteldinar? Er antwortete: Als Goldstück, Ring oder Schmuckstück.“ Dies ist die Ansicht der Mehrheit der Gefährten von al-Schafi'i. Der Qadi erwähnte zwei Möglichkeiten bezüglich der Verpflichtung zum Abschneiden der Hand; eine davon besagt, dass das Abschneiden der Hand nicht erfolgt. Dies ist die Ansicht einiger Anhänger von al-Schafi'i, da „Dinar“ eine Bezeichnung für das geprägte Goldstück ist. Unsere Gegenargumentation lautet: Es handelt sich dabei um einen Vierteldinar, da man sagt: ein Dinar als Goldstück (Qurada), gebrochenes Gold (Mukassar) (31) oder reiner Dinar (32) (33). Zudem ist es in den meisten Fällen nicht möglich, einen einzelnen Vierteldinar zu stehlen, ohne dass er gebrochen ist. Dennoch wurde die Strafe des Abschneidens der Hand dafür angeordnet. Zudem handelt es sich um ein Recht Gottes, das sich auf das geprägte Gold bezieht, also bezieht es sich auch auf das Nicht-Geprägte, wie bei der Zakat. Der Meinungsunterschied besteht nur dann, wenn man von dem gebrochenen Gold oder dem Golderz weniger stiehlt, als einen ganzen Vierteldinar an Wert erreicht. Wenn der Wert diesen Betrag erreicht, so erfolgt das Abschneiden der Hand. Der Dinar entspricht heute dem Miskal der Menschen, wobei sieben dieser Dinar zehn Dirham entsprechen. Dies ist das Gewicht, das schon zu Zeiten des Gesandten Gottes – Friede und Segen Gottes seien auf ihm – und davor existierte und unverändert geblieben ist. Die Dirham hingegen waren unterschiedlich; sie wurden gesammelt und es wurde festgelegt, dass zehn davon sieben Miskal entsprechen. Dies sind die Einheiten, bei denen das Abschneiden der Hand bei drei von ihnen erfolgt, sofern sie rein sind, ob geprägt oder nicht, gemäß dem, was wir über Gold erwähnt haben. Nach Abu Hanifa bezieht sich die Mindestmenge (Nisab) nur auf die geprägten Dirham, und er hat die Beweise dafür angeführt. Was er bezüglich der Dirham sagte, könnte zutreffen; denn der allgemeine Begriff bezieht sich auf die korrekten, geprägten Münzen, im Gegensatz zum Vierteldinar, wobei wir diesbezüglich bereits eine frühere Möglichkeit erwähnt haben, was hier umso mehr gilt. Was mit anderen Werten als Gold oder Silber bewertet wird, zieht das Abschneiden der Hand nicht nach sich, bis es drei korrekte Dirham erreicht; denn der absolute Begriff bezieht sich auf das geprägte Geld, nicht auf gebrochenes. Die dritte Bedingung ist, dass das Gestohlene ein Vermögenswert (Mal) ist. Wenn jemand etwas stiehlt, das kein Vermögenswert ist, wie etwa einen freien Menschen, so gibt es dafür kein Abschneiden der Hand, egal ob es sich um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt. Dies ist die Ansicht von al-Thawri (34), al-Schafi'i, Abu Thawr (35) und den Anhängern der Vernunft (Ashab al-Ra'y) sowie Ibn al-Mundhir.

Anmerkungen

(31) Fehlt im Original. In B: „und gebrochen“. (32) Im Original: „und Dinar“. (33) In M: „rein“ (khalis). Das Wort „al-Khalas“ bezeichnet das, was das Feuer aus Gold und Silber reinigt. (34) In M an dieser Stelle: „Abu Thawr“. (35) Fehlt in M. An dieser Stelle eingefügt: „und al-Thawri“.

Arabisch (Quelle)

غِشٌّ أو تِبْرٌ يحتاجُ إلى تَصْفِيَةٍ، لم يجبِ القطعُ حتى يبلُغَ ما فيه من الذهبِ رُبْعَ دِينَارٍ؛ لأنَّ السَّبْكَ يَنْقُصُه. وإن سَرَقَ رُبْعَ دِينارٍ قُرَاضَةً، أو تِبْرًا خالِصًا، أو حَلْيًا، ففيه القَطْعُ. نَصَّ عليه أَحْمَدُ، في روايةِ الجُوزَجَانِىِّ، قال: قلتُ له: كيفَ يسْرِقُ رُبْعَ دِينارٍ؟ فقال: قِطْعَةَ ذَهَبٍ، أو خاتَمًا، أو حَلْيًا. وهذا قولُ أكثرِ أصحابِ الشَّافِعِىِّ. وذكرَ القاضِى في وُجوبِ القطعِ احْتمالَيْن؛ أحدُهما لا قَطْعَ عليه. وهو قولُ بعضِ أصحابِ الشافعي؛ لأن الدِّينارَ اسمٌ للمَضْرُوبِ. ولَنا، أنَّ ذلك رُبْعُ دِينَارٍ؛ لأنَّه يُقالُ: دِينارٌ قُراضَةٌ، ومُكَسَّرٌ (٣١)، أو دِينارٌ (٣٢) خِلاصٌ (٣٣). ولأنَّه لا يُمْكِنُه سَرِقَةُ رُبْعِ دِينَارٍ مُفْرَدٍ في الغالِبِ إلَّا مَكْسُورًا. وقد أُوجِبَ عليه القطعُ بذلك، ولأنَّه حَقُّ اللَّه تعالى تعلَّقَ بالمَضْرُوبِ، فتعلَّقَ بما ليس بمَضْروبٍ، كالزَّكاةِ، والخلافُ فيما إذا سَرَقَ من المَكْسُورِ والتِّبرِ ما لا يساوِى رُبْعَ دِينارٍ صحيحٍ، فإن بلغَ ذلك ففيه القَطْعُ. والدِّينارُ هو المِثقَالُ من مَثاقيلِ النَّاسِ اليومَ، وهو الَّذى كُلُّ سبعةٍ منها عشرةُ دَرَاهِمَ، وهو الذي كان على عهدِ رسول اللَّه -صلى اللَّه عليه وسلم- وقبلَه ولم يتغَيَّرْ، وإنَّما كانتِ الدَّرَاهِمُ مُخْتلِفَةً، فَجُمِعَتْ وجُعِلَتْ كُلُّ عَشرَةٍ منها سَبْعَةَ مَثاقِيلَ، فهى التي يتعلَّق القَطْعُ بثلاثة منها، إذا كانتْ خالِصَةً، مَضْروبَةً كانتْ أو غيرَ مَضْروبَةٍ، على ما ذكرْنَاه في الذَّهَبِ. وعندَ أبى حنيفة أنَّ النِّصَابَ إنَّما يتعلَّقُ بالمَضْروبِ منها، وقد ذَكَرَ ما دَلَّ عليه، ويَحْتَمِلُ ما قالَه في الدَّرَاهِمِ؛ لأنَّ إطْلاقَها يتناولُ الصِّحَاحَ المَضْروبةَ، بخلافِ رُبْعِ الدِّينَارِ، على أنَّنا قد ذكرْنا فيها احتمالًا مُتقدِّمًا، فههُنا أوْلَى. وما قُوِّمَ من غيرِهما بهما، فلا قَطْعَ فيه حتى يَبْلُغَ ثلاثَةَ دَرَاهِمَ صِحَاحًا؛ لأنَّ إطْلاقَها ينْصَرِفُ إلى المَضْروبِ دونَ المُكَسَّرِ. الشَّرْط الثالث، أن يكونَ المسْروقُ مالًا، فإن سَرَقَ ما ليس بمالٍ، كالحُرِّ، فلا قَطْعَ فيه، صغيرًا كان أو كبيرًا. وبهذا قال الثَّوْرىُّ (٣٤)، والشَّافِعِىُّ، وأبو ثَوْرٍ (٣٥)، وأصْحَابُ الرَّأْىِ، وابنُ

Anmerkungen

(٣١) سقط من: الأصل. وفى ب: "وكسيرا".(٣٢) في الأصل: "ودينار".(٣٣) في م: "خالص". والخلاص: ما أخلصته النار من الذهب والفضة.(٣٤) جاء في م مكان: "أبو ثور".(٣٥) سقط من: م. وجاء مكانه: "والثوري".

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