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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 12 · Seite 525

Übersetzung · DE

Dies ist die Steinigung. Von Sa'id ibn al-Musayyib wird überliefert, dass Umar bezüglich einer Sklavin, die zwei Männern gemeinsam gehörte und von einem von ihnen begattet wurde, urteilte: Er soll mit der Hadd-Strafe, abzüglich eines einzigen Peitschenhiebs, bestraft werden. Dies wurde von al-Athram überliefert und von Ahmad als Beweis angeführt. Der Qadi sagte: Dies ist meiner Ansicht nach eine explizite Aussage von Ahmad, die keinen Widerspruch bezüglich des Ta'zir impliziert. Vielmehr ist die Lehrmeinung, dass man gemäß dem überlieferten Bericht (Athar) nicht über zehn Peitschenhiebe hinausgehen darf, außer bei der Begattung der Sklavin seiner Frau aufgrund des Hadith von al-Nu'man, und bei der Sklavin, die mehreren Eigentümern gehört, aufgrund des Hadith von Umar. In allen anderen Fällen bleibt es bei der allgemeinen Regel gemäß dem Hadith von Abu Burda. Dies ist eine gute Auffassung. Wenn das Maß des Höchstbetrags festgelegt ist, dann ist das Mindestmaß nicht festgelegt, denn wäre es festgelegt, so wäre es eine Hadd-Strafe. Da der Prophet - Allahs Segen und Friede auf ihm - zwar das Höchstmaß, aber nicht das Mindestmaß festgelegt hat, muss dies dem Ermessen des Imam überlassen werden, je nachdem, was er für angemessen hält und was der Zustand der jeweiligen Person erfordert. Malik sagte: Es ist erlaubt, den Ta'zir über das Maß einer Hadd-Strafe hinaus zu erhöhen, wenn der Imam es für richtig hält, basierend auf der Überlieferung, dass Ma'n ibn Za'ida ein Siegel anfertigte, welches dem Siegel des staatlichen Schatzhauses (Bait al-Mal) entsprach, und damit zum Verwalter des Schatzhauses ging und Geld von ihm nahm. Dies erreichte Umar - Allahs Wohlgefallen auf ihm - , woraufhin er ihn mit hundert Peitschenhieben bestrafte und inhaftierte. Es wurde für ihn Fürsprache eingelegt, doch er bestrafte ihn mit weiteren hundert Schlägen. Erneut wurde für ihn Fürsprache eingelegt, woraufhin er ihn wieder mit hundert Schlägen bestrafte und verbannte. Ahmad überlieferte mit seiner Überlieferungskette, dass Ali der Najashi vorgeführt wurde, welcher im Ramadan Wein getrunken hatte. Er bestrafte ihn mit achtzig Peitschenhieben als Hadd-Strafe und zwanzig Schlägen für das Fastenbrechen im Ramadan. Es wird auch überliefert, dass Ibn Abbas Abu al-Aswad als Stellvertreter für das Richteramt in Basra einsetzte. Ihm wurde ein Dieb vorgeführt, der die Waren im Haus gesammelt, sie aber noch nicht herausgebracht hatte. Abu al-Aswad sagte: „Ihr habt ihn zu schnell bestraft, ihr Armen.“ Er gab ihm fünfundzwanzig Peitschenhiebe und ließ ihn frei.

Anmerkungen

(9) Herausgegeben von 'Abd al-Razzaq, in: Kapitel: „Über eine Sklavin, die mehreren Teilhabern gehört und von einem von ihnen begattet wurde“, aus dem Buch der Scheidung. Al-Musannaf 7/358. Und Sa'id ibn Mansur, in: Kapitel: „Über eine Sklavin, die zwei Männern gehört und von einem von ihnen begattet wurde“, aus dem Buch der Scheidung. Al-Sunan 2/57. Und Ibn Abi Shaiba, in: Kapitel: „Über eine Sklavin, die zwei Männern gehört...“, aus dem Buch der Hadd-Strafen. Al-Musannaf 10/9. (10) In B und M: „akthar“ (Höchstmaß). (11) In B und M: „fukullima“ (es wurde Fürsprache eingelegt). (12) Wir konnten dies in den uns vorliegenden Quellen nicht finden. Ma'n ibn Za'ida gehört zu den großzügigsten Arabern; er erlebte die Umayyaden- und die Abbasiden-Ära, wie könnte er da Umar - Allahs Wohlgefallen auf ihm - erlebt haben! Siehe: Wafayat al-A'yan 5/244. (13) Herausgegeben von al-Tahawi, in: Kapitel: „Darlegung der Problematik dessen, was vom Gesandten Allahs - Allahs Segen und Friede auf ihm - überliefert wurde, mit seinem Wort: 'Er darf nicht mehr als zehn Peitschenhiebe erhalten...'“, Mushkil al-Athar 3/168. (14) Herausgegeben von Ibn Abi Shaiba, in: Kapitel: „Über den Dieb, der gefasst wird, bevor er die Waren aus dem Haus bringt“, aus dem Buch der Hadd-Strafen. Al-Musannaf 9/477.

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