Und weil die Dschizya (Kopfsteuer) und die Zakat nur einmal im Jahr entrichtet werden, gilt dies ebenso hierfür. Sobald dies feststeht, muss ihm, wenn man es einmal von ihnen genommen hat, eine Bescheinigung über die erfolgte Leistung ausgestellt werden, damit sie ihnen als Nachweis und als Beweismittel gegenüber anderen, an denen sie vorbeiziehen, dient, sodass sie nicht ein zweites Mal zur Zehntabgabe herangezogen werden. Sollten sie ein zweites Mal mit mehr Vermögen vorbeiziehen, als das, von dem bereits der Zehnt erhoben wurde, so nimmt man von dem Mehrbetrag, da dieser noch nicht mit dem Zehnten belegt wurde.
Abschnitt: Von ihnen wird nichts aus anderem Vermögen als Handelsware genommen (13). Sollte also jemand von ihnen am Zehnter (Beamten) vorbeiziehen, der auf der Reise ist und seine Habe oder weidendes Vieh bei sich führt (14), so wird ihm nichts entnommen. Ahmad hat dies explizit festgehalten. Wenn jedoch sein Vieh für den Handel bestimmt ist, wird von ihm der halbe Zehnt erhoben. Es gibt verschiedene Überlieferungen bezüglich des Mindestmaßes (Nisab), von dem der halbe Zehnt genommen wird. So überlieferte Salih von ihm: Von jeweils zwanzig Dinar ein Dinar (15). Das heißt: Wenn der Betrag unter zwanzig liegt, so ist nichts darauf zu entrichten; denn was unter dem Nisab liegt, darauf ist keine Zakat für einen Muslim verpflichtend, noch für einen Taghlibi (Christen), daher ist darauf auch für einen Dhimmi nichts verpflichtend, so wie bei dem, was unter zehn liegt. Salih überlieferte auch (16), dass er sagte: Wenn sie am Zehnter vorbeiziehen, so nimmt er, falls sie zum Kriegsvolk (Ahl al-Harb) gehören, den Zehnten – einen von zehn. Wenn sie jedoch zu den Angehörigen der Dhimma gehören, so nimmt er von ihnen den halben Zehnten – von jeweils zwanzig Dinar einen Dinar (17). Wenn es weniger ist, so ist darauf nichts zu entrichten. Wenn das Vermögen des Kriegers unter zehn Dinar liegt, so wird ihm nichts entnommen, und es wird von ihnen nur einmal genommen; der Muslim und der Dhimmi sind diesbezüglich gleichgestellt. Von Ahmad wurde überliefert, dass auf zehn ein halber Mithqal entfällt und auf alles, was unter zehn liegt, nichts entfällt. Dies legte er in einer Überlieferung von Abu al-Harith fest. Er sagte: Ich fragte: Wenn der Dhimmi zehn Dinar bei sich hat? Er sagte: Du nimmst von ihm einen halben Dinar. Ich sagte: Wenn er weniger als zehn Dinar bei sich hat? Er sagte: Wenn es unter diesem Betrag liegt, wird ihm nichts entnommen. Dies liegt daran, dass zehn ein Vermögen darstellen, dessen Verpflichtung einen halben Dinar erreicht, weshalb sie darauf verpflichtend wird, so wie zwanzig im Falle eines Muslims. Oder wir sagen: Es ist ein mit dem Zehnt belegtes Vermögen, daher ist darauf ein Zehntel von zehn verpflichtend, wie beim Vermögen des Kriegers. Ibn Hamid sagte: Es wird der Zehnt vom Krieger und der halbe Zehnt vom Dhimmi genommen,
(13) Fehlt in M. (14) In A: "seinem Besitz". (15) In M: "ein Dinar" gemäß der Annahme: man nimmt. (16) In B mit dem Zusatz: "von". (17) In B: "Dinar". (18) Fehlt in B.