Buch der Opfertiere (al-Adahi)
Die Grundlage für die Rechtmäßigkeit des Opfertieres (Udhiya) bildet das Buch (der Koran), die Sunna und der Konsens (Idschma'). Was das Buch angeht, so ist es das Wort Allahs, des Erhabenen: "So bete zu deinem Herrn und schlachte" (1). Einige Exegeten sagten: Gemeint ist damit das Opfertier nach dem Festgebet. Was die Sunna betrifft, so ist es das, was Anas überlieferte: Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) opferte zwei Widder, die weiß-schwarz gefleckt und gehörnt waren. Er schlachtete sie mit seiner eigenen Hand, sprach den Namen Allahs aus, vollzog den Takbir und setzte seinen Fuß auf ihre Flanken. Dies ist (von Buchari und Muslim) übereinstimmend überliefert (2). Al-Amlah ist dasjenige, das sowohl Weiß als auch Schwarz aufweist, wobei das Weiß überwiegt. Dies sagte al-Kisa'i. Ibn al-A'rabi sagte: Es ist das rein Weiße. Der Dichter sagte (3): Bis der Kopf eine ergraute Hülle anlegte, weißlich, weder genussvoll noch beliebt.
Und die Muslime sind sich einig über die Rechtmäßigkeit des Opfertieres.
1748 - Rechtsfrage; er sagte: (Das Opfertier ist eine Sunna, es ist nicht empfohlen, es für denjenigen zu unterlassen, der dazu in der Lage ist (1))
Die Mehrheit der Gelehrten betrachtet das Opfertier als eine nachdrückliche Sunna (Sunna mu'akkada) und nicht als verpflichtend (Wajib). Dies wurde von Abu Bakr, 'Umar, Bilal, Abu Mas'ud al-Badri (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) überliefert. Dies ist auch die Auffassung von Suwaid ibn Ghafala, Sa'id ibn al-Musayyab, 'Alqama, al-Aswad, 'Ata', al-Schafi'i, Ishaq, Abu Thawr und Ibn al-Mundhir. Rabi'a, Malik, al-Thawri, al-Awza'i, al-Laith und Abu Hanifa sagten: Es ist verpflichtend, aufgrund dessen, was Abu Huraira überlieferte, dass der Gesandte Allahs (Friede und Segen seien auf ihm) sagte: "Wer über Wohlstand verfügt und nicht opfert, der komme unserem Gebetsplatz nicht zu nahe" (2). Und von Mikhnaf ibn Sulaim, dass der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagte: "O ihr Menschen, für jede Hausgemeinschaft ist in jedem Jahr ein Opfertier und eine 'Atira (Schlachtung im Monat Radschab) bestimmt" (3).
(1) Sure al-Kawthar, 2. (2) Die Quellenangabe wurde bereits zuvor in Fußnote 304 erwähnt. (3) Das Radschaz-Gedicht stammt von Ma'ruf ibn 'Abd al-Rahman. Siehe: Mu'dscham al-Schawahid al-Nahwiyya 2/441. (1) In den Handschriften A und B: "qadara" (er war fähig).
كتاب الأضَاحِى
الأَصْلُ فى مَشْرُوعِيَّةِ الأُضْحِيَةِ الكتابُ والسُّنَّةُ والإِجْماعُ. أمَّا الكتابُ، فقولُ اللَّه سبحانه: {فَصَلِّ لِرَبِّكَ وَانْحَرْ} (١). قال بعضُ أهْلٍ التَّفْسيرِ: المُرادُ به الأُضْحِيَةُ بعدَ صلاةِ العِيدِ. وأمَّا السُّنَّةُ، فما رَوَى أنَسٌ، قال: ضَحَّى النَّبِىُّ -صلى اللَّه عليه وسلم- بِكَبْشَيْنِ أمْلَحَيْنِ أقْرَنَيْنِ، ذَبَحَهُما بِيَدِه، وسَمَّى، وكَبَّرَ، ووَضَعَ رِجْلَه على صِفَاحِهِما. مُتَّفَقٌ عليه (٢). والأَمْلَحُ: الذى فيه بياضٌ وسوادٌ، وبياضُه أغْلَبُ. قالَه الكِسَائِىُّ. وقال ابنُ الأعرابِىّ: هو النَّقِىُّ البياضِ. قال الشاعِرُ (٣):
حتى اكْتَسَى الرَّأْسُ قِناعًا أشْيَبَا
أَمْلَحَ لا لَذًّا ولا مُحَبَّبَا
وأجْمَعَ المسلمون على مَشْرُوعِيَّةِ الأُضْحِيَةِ.
١٧٤٨ - مسألة؛ قال: (والأُضْحِيَةُ سُنَّةٌ، لَا يُسْتَحَبُّ ترْكُهَا لِمَنْ يَقْدِرُ (١) عَلَيْهَا)
أكثَرُ أهلِ العِلْمِ يَرَوْنَ الأُضْحِيَة سُنَّةً مؤكَّدَةً غيرَ واجِبَةٍ. رُوِىَ ذلك عن أبى بكرٍ، وعمرَ، وبلال، وأبى مسعودٍ البَدْرِىِّ، رَضِىَ اللَّهُ عنهم. وبه قال سُوَيْدُ بنُ غَفَلةَ، وسعيدُ بن المُسَيَّبِ، وعَلْقَمَةُ، والأَسْوَدُ، وعَطاءٌ، والشافِعِىُّ، وإسْحاقُ، وأبو ثَوْرٍ، وابنُ المُنْذِرِ. وقال رَبِيعةُ، ومالكٌ، والثَّوْرِىُّ، والأوْزاعِىُّ، واللَّيْثُ، وأبو حنيفةَ: هى واجِبَةٌ؛ لما رَوَى أبو هُريرَةَ، أَنَّ رسولَ اللَّه -صلى اللَّه عليه وسلم- قال: "مَنْ كَانَ لَهُ سَعةٌ، ولَمْ يُضَحِّ، فَلَا يَقْرَبَنَّ
(١) سورة الكوثر ٢.(٢) تقدم تخريجه، فى صفحة ٣٠٤.(٣) الرجز لمعروف بن عبد الرحمن. انظر: معجم الشواهد النحوية ٢/ ٤٤١.(١) فى أ، ب: "قدر".