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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 13 · Seite 440

Übersetzung · DE

}. Das bedeutet: Macht eure Eide bei Gott nicht zu einem Hindernis für euch, das euch von Rechtschaffenheit, Frömmigkeit und der Vermittlung zwischen den Menschen abhält. Dies geschieht, wenn man bei Gott schwört, keine Rechtschaffenheit oder Frömmigkeit zu üben und nicht zwischen den Menschen zu vermitteln, und sich dann weigert, dies zu tun, um seinen Eid einzuhalten und nicht eidbrüchig zu werden. Sie wurden daher davon abgehalten, auf diesem Kurs zu beharren. Ahmad sagte, wobei er den Hadith von Ibn Abbas mit seinem Isnad zu den Worten Gottes, des Erhabenen: {Und macht Gott nicht zum Ziel eurer Eide} erwähnte: Es ist der Mann, der schwört, seine Verwandtschaft nicht zu pflegen, obwohl Gott ihm einen Ausweg durch die Sühne (Kaffara) gegeben hat. Er befahl ihm daher, Gott nicht als Vorwand zu nutzen, sondern die Sühne zu leisten (41) und das Gute zu tun (42). Der Prophet (s.a.w.) sagte: "Dass einer von euch in seinem Eid beharrt (43), ist für ihn bei Gott sündhafter, als die Sühne zu leisten, die Gott ihm auferlegt hat." (Dies ist eine Einigung über die Authentizität/Muttafaqun alaih) (44). Der Prophet (s.a.w.) sagte auch: "Wenn du einen Eid schwörst und dann etwas anderes als besser als diesen erkennst, so tue das, was besser ist, und leiste Sühne für deinen Eid." Und er sagte: "Bei Gott, ich schwöre keinen Eid, bei dem ich dann etwas anderes als besser als diesen erkenne, ohne dass ich das tue, was besser ist, und meinen Eid auflöse." (Beide Hadithe sind Muttafaqun alaih) (45). Falls sich das Verbot auf den Eid selbst bezieht, so ist das Verbotene das Schwören auf das Unterlassen von Rechtschaffenheit, Frömmigkeit und der Vermittlung zwischen den Menschen, nicht jedoch jeder Eid. Somit gibt es für sie diesbezüglich kein Argument.

Abschnitt: Die Eide unterteilen sich in fünf Kategorien. Die erste ist die verpflichtende (Wajib), das heißt jene, durch die man einen unantastbaren (Ma'sum) Menschen vor dem Verderben rettet. So wird von Suwaid ibn Hanzala berichtet, der sagte: "Wir brachen auf, um den Propheten (s.a.w.) zu besuchen, und Wā'il ibn Hudschr war bei uns. Ein Feind von ihm fing ihn ab, und die Leute scheuten sich zu schwören, doch ich schwor, dass er mein Bruder sei. Ich erwähnte dies gegenüber dem Propheten (s.a.w.), woraufhin der Prophet (s.a.w.) sagte: 'Du hast die Wahrheit gesagt; der Muslim ist der Bruder des Muslims.'"

Anmerkungen

(41) In M: "fal-yukaffir". (42) Überliefert von al-Baihaqi, in: Kapitel über jemanden, der einen Eid leistet und dann etwas Besseres als diesen erkennt..., aus dem Buch der Eide. As-Sunan al-Kubra 10/33. (43) D.h.: Er beharrt auf seiner Hartnäckigkeit und wendet sich nicht dem zu, was besser ist als sein Eid. (44) Überliefert von al-Bukhari, in: Kapitel über die Worte Gottes, des Erhabenen: {Gott belangt euch nicht für das Unbedachte in euren Eiden...} Vers, aus dem Buch der Eide und Gelübde. Sahih al-Bukhari 8/160. Und von Muslim, in: Kapitel über das Verbot, auf einem Eid zu beharren..., aus dem Buch der Eide. Sahih Muslim 3/1276. Ebenso überliefert von Ibn Madscha, in: Kapitel über das Verbot, dass ein Mann auf seinem Eid beharrt und keine Sühne leistet, aus dem Buch der Sühneleistungen. Sunan Ibn Madscha 1/683. Und von Imam Ahmad, in: al-Musnad 2/278, 317. (45) Die Belegstelle wurde bereits zuvor (in 11/39) angeführt.

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