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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 13 · Seite 5591832 – Rechtsfrage: Er sagte: (Wer schwört, kein Kleidungsstück zu tragen, das er gerade trägt, muss es sofort ablegen; tut er dies nicht, hat er seinen Eid gebrochen)

Übersetzung · DE

dass es unmöglich ist, alles davon zu trinken. Daher bezieht sich der Eid auf einen Teil davon, so als wenn er schwört: „Ich spreche nicht mit den Menschen“, und dann mit einigen von ihnen spricht. Dadurch unterscheidet es sich vom Wasser aus einem kleinen Gefäß (Idawa). Wenn er jedoch mit seinem Eid beabsichtigt, alles zu tun, oder wenn sein Wortlaut dies erfordert, leistet er erst dann einen Meineid, wenn er alles getan hat. Wenn er also sagt: „Bei Allah, ich faste nicht einen Tag“, so leistet er erst dann einen Meineid, wenn er ihn vervollständigt hat. Wenn er schwört: „Ich verrichte kein Gebet“ oder „Ich esse keine Mahlzeit“, so leistet er erst dann einen Meineid, wenn er das Gebet und die Mahlzeit vervollständigt hat. Wenn er zu seiner Frau sagt: „Wenn du eine Menstruation hast, so bist du geschieden“, so ist sie erst geschieden, wenn sie von einer zukünftigen Menstruation rein geworden ist. Und wenn er zu seinen beiden Frauen sagt: „Wenn ihr menstruiert, so seid ihr geschieden“, so ist keine von ihnen geschieden, bis beide menstruiert haben. Dies und Ähnliches deutet auf seine Absicht hin, alles zu tun, daher muss sich der Eid darauf beziehen. Ahmad sagte bezüglich eines Mannes, der zu seiner Frau sagte: „Wenn du einen Tag fastest, so bist du geschieden“: Wenn an jenem Tag die Sonne untergeht, ist sie geschieden. Der Qadi sagte: Wenn er schwört: „Ich verrichte kein Gebet“, so leistet er erst dann einen Meineid, wenn er das beendet hat, was als Gebet bezeichnet wird. Wenn er schwört, weder zu beten noch zu fasten, leistet er bei einer Gebetsabsicht einen Meineid durch die Takbirat al-Ihram, und beim Fasten durch den Anbruch der Morgendämmerung, wenn er das Fasten beabsichtigt. Dies vertrat auch asch-Schafi'i. Abu Hanifa stimmte ihm beim Fasten zu, sagte aber bezüglich des Gebets: Er leistet erst dann einen Meineid, wenn er eine Niederwerfung vollzogen hat. Unsere Begründung ist, dass er durch den Eintritt in das Gebet als betend bezeichnet wird, weshalb er einen Meineid leistet, so als wenn er eine Niederwerfung vollzogen hätte. Zudem hat er mit dem begonnen, worüber er den Eid ablegte, ähnlich wie beim Fasten, mit dem man ebenfalls beginnt. Abu l-Khattab wählte die Ansicht, dass er keinen Meineid leistet, bis er eine Gebetseinheit (Rak'a) mit ihren beiden Niederwerfungen verrichtet hat, und beim Fasten erst, wenn er einen ganzen Tag gefastet hat; denn weniger als das ist für sich genommen weder ein Fasten noch ein Gebet. Die erste Ansicht ist jedoch vorzuziehen; denn jeder Teil davon ist Gebet und Fasten, doch ist für die Gültigkeit deren Vervollständigung erforderlich. Ebenso sagt man zu jemandem, der dies verdorben hat: Sein Fasten und sein Gebet sind ungültig geworden.

1832 – Rechtsfrage: Er sagte: (Und wer schwört, kein Kleidungsstück zu tragen, das er gerade trägt, der soll es sofort ablegen. Wenn er dies nicht tut, so leistet er einen Meineid.)

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer schwört, kein Kleidungsstück zu tragen, das er gerade trägt, der muss es sofort ablegen; andernfalls leistet er einen Meineid.

Anmerkungen

(23) In M: „fa-takallama“. (24) In M: „wa-in“. (25) In M ausgelassen. (26) In M: „anna“. (1) In A, B ausgelassen. (2) In M: „wa-huwa“.

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