Die zweite Möglichkeit ist, dass sich die Eigenschaft der Sache ändert. Dies lässt sich in fünf Kategorien unterteilen: Die erste ist, dass sich ihre Bestandteile grundlegend wandeln und ihr Name sich ändert, wie etwa, wenn er schwört: „Ich esse dieses Ei nicht“, und daraus ein Küken wird, oder „Ich esse diesen Weizen nicht“, und daraus eine Pflanze wird, die er dann isst. In diesem Fall leistet er keinen Meineid, da der Name der Sache verschwunden ist und sich ihre Bestandteile gewandelt haben. Nach dieser Analogie verhält es sich, wenn er schwört: „Ich trinke diesen Wein nicht“, und er zu Essig wird, welchen er dann trinkt.
Die zweite Kategorie ist, dass sich die Eigenschaft ändert und der Name verschwindet, während die Bestandteile erhalten bleiben, wie etwa, wenn er schwört: „Ich esse diese frischen Datteln (Rutab) nicht“, und sie zu getrockneten Datteln (Tamr) werden; oder „Ich spreche mit diesem Jungen nicht“, und er zu einem Greis wird; oder „Ich esse dieses Lamm nicht“, und es zu einem ausgewachsenen Schaf wird; oder „Ich esse diese frischen Datteln nicht“, und sie zu Dattelsirup, Essig, Natif (einer Süßspeise) oder einer anderen Art von Süßware werden; oder „Ich esse diesen Weizen nicht“, und er zu Mehl, Sawiq (Gerstenmehlbrei), Brot oder Harisa wird; oder „Ich esse diesen Teig oder dieses Mehl nicht“, und es zu Brot wird; oder „Ich trinke diese Milch nicht“, und sie zu Molke, Käse oder Qishta (getrocknetem Joghurt) wird; oder „Ich betrete dieses Haus nicht“, und es wird zu einer Moschee, einem Badehaus oder einer Freifläche, und er betritt es dann und konsumiert es – in all diesen Fällen leistet er einen Meineid. Dies ist auch die Ansicht von Abu Hanifa in dem Fall, dass er schwört: „Ich spreche mit diesem Jungen nicht“, und er zu einem Greis wird; oder: „Ich esse dieses Lamm nicht“, und es zu einem Schaf wird; oder: „Ich betrete dieses Haus nicht“, und er es nach dessen Veränderung betritt. Abu Yusuf vertrat diese Ansicht bezüglich des Weizens, wenn er zu Mehl wird. Hinsichtlich der frischen Datteln, wenn sie zu getrockneten werden, des Jungen, wenn er zum Greis wird, und des Lammes, wenn es zum Schaf wird, gibt es bei al-Shafi'i zwei Meinungen. In den übrigen Fällen sagten sie: Er leistet keinen Meineid, da der Name dessen, worauf geschworen wurde, sowie seine Form verschwunden sind; er leistet also keinen Meineid, so wie wenn er schwört, dieses Ei nicht zu essen, und daraus ein Küken wird. Unser Argument dagegen ist, dass das Wesen dessen, worauf der Schwur abgelegt wurde, erhalten geblieben ist, weshalb er einen Meineid leistet, so wie wenn er schwört: „Ich esse dieses Lamm nicht“, und er dessen Fleisch isst, oder: „Ich trage dieses Garn nicht“, und es wird zu einem Kleidungsstück, das er dann trägt, oder: „Ich trage diesen Umhang nicht“, und er trägt ihn, nachdem er zu einem Hemd oder einer Hose geworden ist. Dies unterscheidet sich vom Ei, das zu einem Küken wird, denn dessen Bestandteile haben sich verwandelt, sodass es zu einer anderen Substanz wurde und sein ursprüngliches Wesen nicht mehr besteht. Zudem ist die bloße Bezeichnung nicht maßgeblich, wenn ein konkretes Objekt bestimmt wurde, so wie wenn er schwört: „Ich spreche mit diesem Zayd nicht“, und er seinen Namen ändert; oder: „Ich spreche mit dem Besitzer dieses Tuchgewandes nicht“, und er mit ihm spricht, nachdem er es verkauft hat. Wenn die Bestimmung (Ta'yin) mit anderen Merkmalen zusammentrifft, nach denen etwas erkannt wird, dann ist die Bestimmung das ausschlaggebende Kriterium, so wie wenn sie mit einer Zuschreibung (Idafa) zusammentrifft.
(2) In M: „wa-dhalika yuqsamu“ (und dies wird unterteilt). (3) In M: „aw la“ (oder nicht). (4) Fehlt in: M. (5) In M: „akul“ (ich esse). (6) An-Natif: eine Art Süßspeise, hergestellt aus Walnüssen, Mandeln und Pistazien. (7) In M: „wa la“ (und nicht). (8) Molke (Masl) der Milch: wenn man sie in einen Behälter aus Bast, ein Tuch oder Ähnliches gibt, bis das Wasser abtropft. (9) In M: „aw akala-hu“ (oder er aß ihn).
الجميعِ؛ لكَوْنِه فعل ما حَلَفَ على تَرْكِه صَرِيحًا. الثانى، أَنْ تَتَغَيَّرَ صِفَتُه [فذلك ينْقَسِمُ] (٢) خمسةَ أَقْسامٍ؛ أحدُها، أَنْ تَسْتَحِيلَ أجزاؤُه، ويَتَغَيَّرَ اسْمُه، مثل أَنْ يحْلِفَ: لا أكَلْتُ هذه البَيْضَةَ. فصارَتْ فَرْخًا. ولا (٣) أَكَلْتُ هذه الحنطَةَ. فصارَتْ زَرْعًا فأَكَلَه، فهذا لا يَحْنَثُ؛ لأنَّه زالَ اسْمُه (٤)، واسْتَحالَتْ أجْزاؤُه. وعلى قياسِه، إذا حَلَفَ: لا شَرِبْتُ هذا الخَمْرَ. فصارَتْ خَلًّا، فَشَرِبَه. القِسْمُ الثانِى، تَغَيَّرَتْ صِفَتُه، وزالَ اسْمُه، مع بقاءِ أَجْزائِه، مثل أَنْ يَحْلِفَ: لا أكلتُ (٥) هذا الرُّطَبَ. فصارَ تَمْرًا، ولا (٣) أُكَلِّمُ هذا الصَّبِىَّ. فصارَ شَيْخًا، ولا (٣) آكلُ هذا الحمَلَ. فصار كَبْشًا. أو لا آكُلُ هذا الرُّطَبَ. فصارَ دبْسًا، أو خَلًّا، أو ناطِفًا (٦)، أو غيرَه من الحَلْواءِ. أو لا (٧) يأكُلَ هذه الحِنْطَة، فصارَتْ دقيقًا، أو سَويقًا، أو خُبْزًا، أو هَرِيسَةً. أو: لا أكَلْتُ هذا العَجِينَ، أو هذا الدَّقِيقَ. فصارَ خُبْزًا. أو: لا (٧) أَكَلْتُ هذا اللَّبَنَ. فصارَ مصْلًا (٨)، أو جُبْنًا، أو كَشْكًا. أو: لا دَخَلْتُ هذه الدَّارَ. فصارَتْ مَسْجِدًا، أو حَمَّامًا، أو فَضاءً، ثم دَخَلَها وأَكَلَه (٩)، حَنِثَ فى جميعِ ذلك. وبه قال أبو حنيفةَ، فيما إذا حَلَفَ: لا كَلَّمْتُ هذا الصَّبِىَّ. فصارَ شيخًا. و: لا أَكَلْتُ هذا الحَمَلَ. فصارَ كبْشًا. ولا: دَخَلْتُ هذه الدَّارَ. فدَخَلَها بعد تَغَيُّرِها. وقال به أبو يوسفَ، فى الحِنْطَةِ إذا صارَتْ دقيقًا. وللشافِعِىِّ فى الرُّطَبِ إذا صارَ تَمْرًا، والصَّبِىِّ إذا صارَ شَيْخًا، والحَمَلِ إذا صارَ كَبْشًا، وَجْهان. وقالُوا فى سائِرِ الصُّوَرِ: لا يَحْنَثُ؛ لأَنَّ اسْمَ المحْلوفِ عليه وصُورَتَه زالَتْ، فلم يَحْنَثْ، كما لو حَلَفَ لا يَأْكُلُ هذه البَيْضَةَ، فصارَتْ فرْخًا. ولَنا، أَنَّ عَيْنَ المحْلوفِ عليه باقِيَةٌ، فحَنِثَ بها، كما لو حَلَفَ: لا أَكَلْتُ هذا الحَمَلَ. فأكَلَ لَحْمَه. أو: لا لَبِسْتُ هذا
(٢) فى م: "وذلك يقسم".(٣) فى م: "أولا".(٤) سقط من: م.(٥) فى م: "آكل".(٦) الناطف: ضرب من الحلواء، يصنع من الجوز واللوز والفستق.(٧) فى م: "ولا".(٨) مصل اللبن: إذا وضعه فى وعاء خوص أو خرق أو نحوه، حتى يقطر ماؤه.(٩) فى م: "أو أكله".