Der Verkäufer von Obst wird als Fakiha-Händler (Obstverkäufer) bezeichnet, und der Ort des Verkaufs ist das Obsthaus. Der ursprüngliche Sinn im Brauch ist die wörtliche Bedeutung, und die Hinzufügung dient der Ehre und der besonderen Hervorhebung, wie in Seinem Wort, dem Erhabenen: „Wer ein Feind Gottes ist und Seiner Engel und Seiner Gesandten und Gabriels und Michaels“ (Sure al-Baqara: 98), wobei diese ebenfalls zu den Engeln gehören. Was die getrockneten Früchte betrifft, wie Rosinen, Datteln, Feigen, getrocknete Aprikosen, Birnen (Ijjass) und Ähnliches, so zählen sie zum Obst, weil es Baumfrüchte sind, die als Obst genossen werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sie nicht dazu zählen, weil sie gelagert werden und teilweise als Grundnahrungsmittel dienen, womit sie den Getreidesorten ähneln. Oliven sind kein Obst, da sie nicht durch Verzehr genossen werden, sondern der Zweck ihr Öl ist, und was davon gegessen wird, dient als Beilage (Udmu) und nicht als Obst. Der Terebinthenbaum (Butm) hat dieselbe Bedeutung, da der Zweck sein Öl ist. Es ist jedoch möglich, dass er als Obst gilt, da er eine Baumfrucht ist, die sowohl frisch als auch getrocknet auf ihre Art gegessen wird, womit er den Maulbeeren ähnelt. Die Eichel ist kein Obst, da sie nicht als Obst genossen wird, sondern nur in Zeiten der Hungersnot oder als Heilmittel gegessen wird. Ebenso verhält es sich mit den übrigen Früchten der Wildbäume, die nicht als wohlschmeckend gelten, wie der Rote Weißdorn, Früchte des Ahorns, Galläpfel, Myrtenbeeren und Ähnliches. Sollte es jedoch darunter etwas geben, das wohlschmeckend ist, wie Pinienkerne, so gilt es als Obst, da es eine Baumfrucht ist, die als Obst genossen wird.
Abschnitt: Was Kürbisse, Gurken, Flaschenkürbisse und Auberginen betrifft, so gehören sie zum Gemüse und nicht zum Obst. Bezüglich der Wassermelone gibt es zwei Meinungen: Die erste besagt, sie gehört zum Obst. Dies wurde vom Qadi erwähnt und ist die Lehrmeinung von al-Shafi'i und Abu Thawr, weil sie reift und süß wird, womit sie den Baumfrüchten ähnelt. Die zweite Meinung besagt, sie gehört nicht zum Obst.
(13) In M: „um ihre Ehre zu unterstreichen“. (14) Sure al-Baqara: 98. (15) Dieser Name wird in der Levante für Birnen verwendet. Dies ist das, was in Ägypten Barquq (Pflaumen) genannt wird. (16) Im Original: „Baum“. (17) Im Original und in B: „davon“. (18) In A und M: „und ist nicht“. (19) Butm: Der Terebinthenbaum, dessen Frucht in der Levante gegessen wird. (20) Fehlt in B. Eine Überlegung (Nazar) wurde übertragen. (21) Im Original: „und als Heilmittel“. (22) In M: „Baum der Wildnis“. (23) Qayqab: Ein Baum, aus dem Sättel hergestellt werden. (24) Fehlt im Original. (25) Fehlt in B.