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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 13 · Seite 595

Übersetzung · DE

Die erste Ansicht besagt, dass er (das Wasser) eine Speise ist, aufgrund der Aussage Gottes des Erhabenen: „Gott prüft euch mit einem Fluss. Wer daraus trinkt, gehört nicht zu mir, und wer ihn nicht kostet, der gehört zu mir“ (Sure al-Baqara: 249). „Ta'am“ (Speise) ist das, was man „ta'ama“ (kostet/isst). Da der Prophet (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) Milch als Speise bezeichnet hat, obwohl sie ein Getränk ist, gilt dies ebenso für das Wasser. Die zweite Ansicht besagt, dass es keine Speise ist, da es nicht als „Ta'am“ bezeichnet wird und dieser Begriff bei seiner allgemeinen Verwendung nicht impliziert wird. Deshalb wird es oft mit „und“ angeschlossen, indem man sagt: „Speisen und Getränke“. Der Prophet (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) sagte: „Ich kenne keine (andere) Speise und kein Getränk, das sättigt, außer der Milch“ (Überliefert von Ibn Madscha). Man sagt auch: „Kapitel der Speisen und Getränke“. Ein weiteres Argument ist: Selbst wenn Wasser im eigentlichen Sinne eine Speise wäre, so ist es dies nicht nach dem allgemeinen Sprachgebrauch ('Urf). Daher begeht er keinen Meineid, wenn er es trinkt, da Eide auf dem Sprachgebrauch basieren, denn ein Schwörender meint mit seinem Wort in der Regel nur das, was man gemeinhin darunter versteht. Wenn er eine Arznei isst, so gibt es dazu zwei Ansichten: Die erste besagt, dass er einen Meineid begeht, weil sie im Zustand der Wahlmöglichkeit verzehrt wird. Dies ist die Lehrmeinung von al-Schafi'i. Die zweite Ansicht besagt, dass er keinen Meineid begeht, da sie nicht unter die allgemeine Bezeichnung „Speise“ fällt und nur im Notfall eingenommen wird. Wenn er etwas von den Gewächsen der Erde isst, deren Verzehr üblich ist, so begeht er einen Meineid. Wenn er etwas isst, das nicht üblich ist, wie Baumblätter oder Sägemehl, so gibt es zwei Möglichkeiten: Erstens, dass er einen Meineid begeht, weil er es gegessen hat und es somit dem ähnelt, dessen Verzehr üblich ist; zudem wurde von 'Utba ibn Ghazwan überliefert, dass er sagte: „Wir sahen uns mit dem Gesandten Gottes (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) als sieben Männer, und wir hatten keine Speise außer den Blättern der Hubla, bis unsere Mundwinkel wund wurden.“ Zweitens, dass er keinen Meineid begeht, weil der Begriff „Speise“ dies nach dem Sprachgebrauch nicht umfasst.

Anmerkungen

(47) Sure al-Baqara: 249. (48) Fehlt in B. (49) In B: „la-a'lamu“ (ich weiß nicht). (50) Im Kapitel „Über Milch“ im Buch der Speisen (Sunan Ibn Madscha 2/1103). Ebenso überliefert von Abu Dawud im Kapitel „Was man sagt, wenn man Milch trinkt“ im Buch der Getränke (Sunan Abi Dawud 2/304). (51) In M: „la“ (nicht). (52) In M: „yudzhi'uhu“ (sättigt ihn) – ein Schreibfehler. (53) Im Original steht der Zusatz: „qad“ (bereits). (54) In B: „al-hilba“ (Bockshornklee). „Al-Hubla“ sind die Früchte des Samur-Baumes, die den Augenbohnen ähneln (Al-Nihaya 1/334). (55) In B: „ahdaqina“ (unsere Pupillen/Augen). Die Überlieferung wurde von Muslim im „Kapitel: Haddathana Qutaiba ibn Sa'id...“ im Buch der Entsagung (Zuhd) und der Herzensberuhigung (Sahih Muslim 4/2279), von Ibn Madscha im „Kapitel über die Lebensweise der Gefährten des Propheten (Friede und Segen Gottes seien auf ihm)“ im Buch der Entsagung (Sunan Ibn Madscha 2/1392) und von Imam Ahmad im Musnad (4/174, 5/61) verzeichnet.

Arabisch (Quelle)

أحَدُهما، هو طعامٌ؛ لقول اللَّه تعالى: {إِنَّ اللَّهَ مُبْتَلِيكُمْ بِنَهَرٍ فَمَنْ شَرِبَ مِنْهُ فَلَيْسَ مِنِّى وَمَنْ لَمْ يَطْعَمْهُ فَإِنَّهُ مِنِّي} (٤٧). والطَّعامُ ما (٤٨) يُطْعَمُ، ولأَنَّ النَّبِىَّ -صلى اللَّه عليه وسلم- سَمَّى اللَّبَنَ طعامًا، وهو مَشْروبٌ، فكذلك الماءُ. والثانى، ليس بطعامٍ؛ لأنَّه لا يُسَمَّى طَعامًا، ولا يُفْهَمُ من إطْلاقِ اسمِ الطَّعامِ، ولهذا يُعْطَفُ عليه، فيقال: طعامٌ وشَرابٌ. وقال النَّبِىُّ -صلى اللَّه عليه وسلم-: "إنِّى [لا أَعْلَمُ] (٤٩) ما يُجْزِئُ مِنَ الطَّعَامِ والشَّرَابِ إِلَّا اللَّبَنُ". روَاه ابنُ ماجَه (٥٠). ويقال: بابُ الأَطْعِمَةِ والأشْرِبَة. ولأنَّه إِنْ كان طعامًا فى الحقيقَةِ، فليس بطعامٍ فى العُرْفِ، فلا يَحْنَثُ بشُرْبِه، لأَنَّ مَبْنَى الأيْمانِ على العُرْفِ، لكَوْنِ الحالِفِ فى الغالِب لا يريدُ بلَفْظِه إِلَّا ما يَعْرِفُه. وإِنْ أَكَلَ دواءً، ففيه وَجْهان؛ أحَدُهما، يَحْنَثُ؛ لأنَّه يُطْعَمُ حال الاخْتِيارِ. وهذا مذهبُ الشافِعِىِّ. والثانى، لا يَحْنَثُ؛ لأنَّه لا يَدْخُلُ فى إطْلاقِ اسمِ الطَّعامِ، ولا يُؤْكَلُ إِلَّا عندَ الضَّرُورَةِ. فإنْ أَكَلَ من نباتِ الأَرْضِ ما جَرَتِ العادَةُ بأَكْلِه، حَنِثَ. وإِنْ أكَلَ ما لم (٥١) [تَجْرِ به] (٥٢) عادَةٌ، كوَرَقِ الشَّجَرِ، ونُشارَةِ الخَشَبِ، احْتَملَ وَجْهَيْن؛ أحَدُهما، يَحْنَثُ؛ لأَنَّه قد أَكَلَه، فأشْبَهَ ما جَرَتِ العادَةُ بأكْلِه، ولأَنَّه (٥٣) رُوِىَ عن عُتْبَةَ ابنِ غَزْوانَ، أنَّه قال: لقد رأيْتُنا مع رسولِ اللَّه -صلى اللَّه عليه وسلم-، سابِعَ سَبْعَةٍ، ما لَنا طعامٌ إِلَّا وَرَقُ الحُبْلَةِ (٥٤)، حتى قَرِحَتْ أَشْدَاقُنا (٥٥). الثانى، لا يَحْنَث؛ لأنَّه لا يَتَناوُله اسمُ الطَّعامِ فى العُرْفِ.

Anmerkungen

(٤٧) سورة البقرة ٢٤٩.(٤٨) سقط من: ب.(٤٩) فى ب: "لأعلم".(٥٠) فى: باب اللبن، من كتاب الأطعمة. سنن ابن ماجه ٢/ ١١٠٣.كما أخرجه أبو داود، فى: باب ما يقول إذا شرب اللبن، من كتاب الأشربة. سنن أبى داود ٢/ ٣٠٤.(٥١) فى م: "لا".(٥٢) فى م: "يجزئه" تصحيف.(٥٣) فى الأصل زيادة: "قد".(٥٤) فى ب: "الحلبة". والحُبْلَةُ: ثَمَر السَّمُرِ، يشبه اللوبياء. النهاية ١/ ٣٣٤.(٥٥) فى ب: "أحداقنا". والحديث أخرجه مسلم، فى: باب حدثنا قتيبة بن سعيد. . .، من كتاب الزهد والرقائق. صحيح مسلم ٤/ ٢٢٧٩. وابن ماجه، فى: باب معيشة أصحاب النبى -صلى اللَّه عليه وسلم-، من كتاب الزهد. سنن ابن ماجه ٢/ ١٣٩٢. والإِمام أحمد، فى: المسند ٤/ ١٧٤، ٥/ ٦١.

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