Abschnitt: Die Schutzgewährung (Aman) eines Gefangenen ist gültig, wenn er sie ungezwungen vollzieht; dies aufgrund seiner Einbeziehung in die Allgemeinheit der Überlieferungen sowie deshalb, weil er ein rechtsfähiger, frei handelnder Muslim ist, was ihn dem Nicht-Gefangenen gleichstellt. Dasselbe gilt für die Schutzgewährung eines Lohnarbeiters oder Kaufmanns im Gebiet des Krieges (Dar al-Harb). Dies vertrat auch al-Schafi'i. Al-Thawri hingegen sagte: Die Schutzgewährung keines von ihnen ist gültig. Wir stützen uns auf die Allgemeinheit der Überlieferung und den Analogieschluss (Qiyas) auf andere Personen.
Was den urteilsfähigen Minderjährigen (Mumayyiz) betrifft, so sagte Ibn Hamid: Es gibt dazu zwei Überlieferungen. Die erste besagt, seine Schutzgewährung sei nicht gültig. Dies ist auch die Ansicht von Abu Hanifa und al-Schafi'i, da er nicht rechtsverpflichtet ist und durch seine Aussage keine rechtliche Bindung entsteht; sie ist daher für andere nicht verpflichtend, wie beim Geisteskranken. Die zweite Überlieferung besagt, dass sie gültig ist. Dies ist die Ansicht von Malik. Abu Bakr sagte: Seine Schutzgewährung ist nach einer einzigen Überlieferung gültig. Er interpretierte die Überlieferung des Verbots auf den nicht urteilsfähigen Minderjährigen und argumentierte mit der Allgemeinheit der Überlieferung sowie damit, dass er ein urteilsfähiger Muslim sei, weshalb seine Schutzgewährung gültig sei, genau wie die eines Volljährigen. Er unterschied ihn vom Geisteskranken, da dieser überhaupt keine (bedeutende) Rede führt.
Abschnitt: Die Schutzgewährung durch einen Ungläubigen ist nicht gültig, selbst wenn es sich um einen Dhimmi (Schutzbefohlenen) handelt, denn der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – sagte: "Die Schutzpflicht (Dhimma) der Muslime ist eine Einheit, die der Geringste unter ihnen durch sein Handeln erfüllt." Er hat die Schutzpflicht also den Muslimen übertragen, weshalb sie anderen nicht zuteilwird. Zudem ist er hinsichtlich des Islam und seiner Anhänger verdächtig, weshalb er dem Kriegführenden (Harbi) gleicht. Die Schutzgewährung eines Geisteskranken oder Kindes ist nicht gültig, da ihre Rede als nicht maßgeblich gilt und daraus kein Urteil begründet werden kann. Ebenso ist die Schutzgewährung eines Geisteszustands-Beraubten – sei es durch Schlaf, Trunkenheit oder Ohnmacht – nicht gültig; dies aus demselben Grund und weil er das Wohl vom Gegenteil nicht zu unterscheiden vermag, was ihn dem Geisteskranken gleichstellt. Sie ist auch nicht gültig, wenn sie von einem Gezwungenen ausgeht, da es sich um eine Äußerung handelt, zu der er zu Unrecht gezwungen wurde, weshalb sie ungültig ist, wie ein Geständnis (Iqrar).
Abschnitt: Die Schutzgewährung des Imams für alle Ungläubigen oder einzelne von ihnen ist gültig, da seine Befugnis (Wilaya) sich allgemein auf die Muslime erstreckt. Die Schutzgewährung eines Feldherrn (Amir) ist gültig für diejenigen unter den Polytheisten, die ihm direkt gegenüberstehen. In Bezug auf andere ist er jedoch wie einer der gewöhnlichen Muslime, da sich seine Befugnis nur auf den Kampf gegen jene und nicht gegen andere bezieht. Die Schutzgewährung durch einzelne Muslime ist für eine einzelne Person, zehn Personen, eine kleine Karawane oder eine kleine Festung gültig; denn 'Umar, Allah habe Wohlgefallen an ihm, billigte die Schutzgewährung eines Sklaven für die Leute der Festung, deren Hadith wir erwähnten. Sie ist jedoch nicht gültig für die Bewohner einer Stadt, eines Distrikts oder einer großen Menschenmenge, da dies zur Lahmlegung des Dschihad und zur eigenmächtigen Anmaßung gegenüber dem Imam führen würde.
Abschnitt: Die Schutzgewährung des Imams für einen Gefangenen nach dessen Gefangennahme ist gültig; denn als 'Umar [ibn al-Khattab] (12), Allah habe Wohlgefallen an ihm, der gefangene al-Hurmuzan gebracht wurde, sagte er: "Keine Sorge um dich", dann...
(12) Fehlt in: A, M.
فصل: ويصِحُّ أمانُ الأسِيرِ إذا عَقَدَه غيرَ مُكْرَهٍ؛ لدُخولِه فى عُمومِ الخبرِ، ولأنَّه مسلمٌ مُكَلَّفٌ مُخْتارٌ، فأشْبَهَ غيرَ الأسيرِ. وكذلك أمانُ الأجِيرِ والتاجرِ فى دارِ الحرْبِ. وبهذا قال الشافِعِىُّ. وقال الثَّوْرِىُّ: لا يصِحُّ أمانُ أحدٍ منهم. ولَنا، عُمومُ الحديثِ، والقياسُ على غيرِهم. فأمَّا الصَّبِىُّ المُمَيِّزُ، فقال ابنُ حامد: فيه روايتان؛ إحداهُما، لا يصِحُّ أمانُه. وهو قولُ أبى حنيفة، والشافِعِىِّ؛ لأنَّه غيرُ مكَلَّفٍ، ولا يلزمُه بقَوْلِه حكْمٌ، فلا يلْزَمُ غيرَه، كالمجنونِ. والرِّوايةُ الثانيةُ، يَصِحُّ أمانُه. وهو قولُ مالِك. وقال أبو بكرٍ: يصِحُّ أمانُه، روايةً واحدةً. وحَمَلَ روايةَ المَنْعِ على غيرِ المُمَيِّزِ، واحتَجَّ بعُمومِ الحديثِ، ولأنَّه مسلِمٌ مميِّزٌ، فصحَّ أمانُه، كالبالِغِ، وفارق المجنونَ، فإنَّه لا قولَ له أصْلًا.
فصل: ولا يصِحُّ أمانُ كافِرٍ، وإنْ كان ذِمِّيًّا، لأنَّ النَّبِىَّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- قال: "ذِمَّةُ الْمُسْلِمِينَ وَاحِدَةٌ، يَسْعَى بِهَا أدْنَاهُمْ". فجعَل الذِّمّةَ للمسلمين، فلا تحْصُلُ لغيرِهم، ولأنَّه متَّهَمٌ على الإسلامِ وأهلِه، فأشْبَهَ الحَرْبِىَّ. ولا يصِحُّ أمانُ مجنونٍ، ولا طفلٍ، لأنَّ كلامَه غيرُ مُعْتَبَرٍ، ولا يثْبُتُ به حكْمٌ. ولا يصِحُّ أمانُ زائلِ العقْلِ، بنَوْمٍ أو سُكْرٍ أو إغماءٍ؛ لذلك، ولأنَّه لا يَعْرِفُ المصلحةَ من غيرِها، فأشْبَهَ المجنونَ. ولا يصِحُّ مِن مُكْرَهٍ؛ لأنَّه قولٌ أُكْرِهَ عليه بغيرِ حَقٍّ، فلم يصِحَّ، كالإقْرارِ.
فصل: ويصِحُّ أمانُ الإِمامِ لجميعِ الكُفَّارِ وآحادِهم؛ لأنَّ وِلايَتَه عامَّةٌ على المسلمين. ويصِحُّ أمانُ الأميرِ لمَنْ أُقيمَ بإزائِه من المشركين، فأمَّا فى حقِّ غيرِهم، فهو كآحادِ المسلمين، لأنَّ وِلايتَه على قتالِ أولئك دونَ غيرِهم. ويصِحُّ أمانُ آحادِ المسلمين للواحِدِ، والعشرةِ، والقافِلَةِ الصغيرةِ، والحِصْنِ الصَّغيرِ؛ لأنَّ عمرَ، رضِىَ اللهُ عنه، أجازَ أمانَ العَبْدِ لأهلِ الحِصْنِ الذى ذكرْنا حَدِيثَه. ولا يصِحُّ أمانُه لأَهلِ بَلْدةٍ، ورُسْتَاقٍ، وجمعٍ كثيرٍ؛ لأنَّ ذلك يُفْضِى إلى تَعْطيلِ الجهادِ، والافْتِيَاتِ على الإِمامِ.
فصل: ويصِحُّ أمانُ الإمامِ للأسيرِ بعدَ الاسْتيلاءِ عليه؛ لأنَّ عمرَ [ابن الخَطَّابِ] (١٢)، رضىَ اللهُ عنه، لمَّا قُدِمَ عليه بالهُرْمُزانِ أسيرًا، قال: لا بأسَ عليك، ثم
(١٢) سقط من: أ، م.