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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 14 · Seite 167

Übersetzung · DE

Er sagte: Dass er es verschönert. Und man fragte ihn: Was bedeutet „Wer den Koran nicht mit Gesang (Taghannī) rezitiert“? Er sagte: Er erhebt seine Stimme darin. So sagte es auch al-Šāfiʿī. Al-Layth sagte: Man trauert dabei, demütigt sich dabei und weint dabei. Ibn ʿUyayna, ʿAmr ibn al-Ḥārith und Wakīʿ sagten: Man findet darin Genüge (istaghna). Was die Rezitation mit Melodien (al-talḥīn) angeht, so ist dies zu prüfen: Wenn man es nicht mit übermäßigem Dehnen (Tamṭīṭ), langem Ausziehen der Vokale (Madd) oder Überbetonung der Vokale (Išbāʿ al-ḥarakāt) übertreibt, so ist es unbedenklich, denn der Prophet (möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken) hat rezitiert, die Stimme moduliert (raǧǧaʿa) und seine Stimme erhoben. Der Überlieferer sagte: „Wäre es nicht so, dass die Leute sich um mich versammeln würden, hätte ich euch seine Rezitation nachgeahmt.“ (122) Er (Friede sei mit ihm) sagte: „Nicht von uns ist derjenige, der den Koran nicht mit Gesang (Taghannī) rezitiert.“ (123) Und er sagte: „Gott hat einer Sache nicht so sehr gelauscht, wie Er dem lauscht, was ein Prophet mit schöner Stimme vorträgt, der den Koran mit Gesang rezitiert und dabei die Stimme erhebt.“ (123) Die Bedeutung von „adhina“ (Gott lauscht) ist: Er hört zu. Der Dichter sagte (124):

  • Bei einem Hören, dem der Scheich Gehör schenkt *

Der Richter (al-Qāḍī) sagte: Es ist unter allen Umständen verpönt (makrūh). Ähnlich äußert sich Abū ʿUbayd, und er sagte (125), die Bedeutung der Aussage „Nicht von uns ist derjenige, der den Koran nicht mit Gesang (Taghannī) rezitiert“ sei: Er findet darin Genüge (yastaghnī). Der Dichter sagte:

Ich war einst eine Zeit lang im Irak Keusch im Lager, viel den Gesang pflegend

Er sagte: Wäre damit das Singen mit der Stimme gemeint, dann wäre derjenige, der den Koran nicht singt, nicht von dem Propheten (möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken).

Anmerkungen

(122) Überliefert von al-Buḫārī in: Kapitel ‚Wo der Prophet (möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken) am Tag der Eroberung die Fahne aufstellte‘, aus dem Buch der Feldzüge (al-Maġāzī), sowie im Kapitel ‚Auslegung der Sure al-Fatḥ‘ aus dem Buch der Exegese (al-Tafsīr), im Kapitel ‚Rezitation auf dem Reittier‘ und im Kapitel ‚Modulation der Stimme (al-Tarǧīʿ)‘ aus dem Buch der Vorzüge des Korans. Auch im Kapitel ‚Erwähnung des Propheten (möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken) und seine Überlieferung von seinem Herrn‘ aus dem Buch des Tauḥīd. Ṣaḥīḥ al-Buḫārī 5/187, 6/69, 238, 241, 9/192. Und von Muslim in: Kapitel ‚Erwähnung der Rezitation des Propheten (möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken) der Sure al-Fatḥ am Tag der Eroberung von Mekka‘ aus dem Buch der Gebete der Reisenden. Ṣaḥīḥ Muslim 1/547. Und von Abū Dāwūd in: Kapitel ‚Empfehlung zur langsamen Rezitation (Tartīl) beim Lesen‘ aus dem Buch des Witr. Sunan Abī Dāwūd 1/338. Siehe: Tuḥfat al-Ašrāf 17/180, 181. Der Überlieferer ist ʿAbd Allāh ibn Muġaffal al-Muzanī. (123) Die Quellenangabe wurde bereits zuvor gemacht, siehe: 2/614. (124) Dies ist ʿAdī ibn Zayd; der hier genannte Teil ist der Anfang eines Verses, dessen zweiter Teil lautet: * Und eine Rede wie weißer, reiner Honig *. Er findet sich in: Ġarīb al-Ḥadīṯ 2/140, al-Ṣiḥāḥ 2/704, Maqāyīs al-Luġa 1/76, 3/226, 3/60, al-Lisān und al-Tāǧ (Wurzeln: š-w-r, ʾ-ḏ-n). Das erwähnte „Māḏī“ ist der weiße, gesammelte Honig. (125) In Ġarīb al-Ḥadīṯ 2/171, 172. Der Vers stammt vom älteren al-Aʿšā und steht in seinem Dīwān, S. 25.

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