und der Haft. Ibn Ḥāmid sagte: Wenn er sich irrt, wiederholt er, und wenn er richtig liegt, gibt es zwei Auffassungen. Das Urteil für denjenigen, der blindlings folgt (Muqallid), ist aufgrund seines Mangels an Einsicht wie das des Blinden. Wenn er jedoch jemanden findet, dem er folgen kann, oder jemanden, der ihn unterrichtet, aber nicht nachfragt und nicht folgt, oder dem Informierenden und dem Mudjtahid widerspricht und betet, dann ist sein Gebet in jedem Fall ungültig. Ebenso ist das Gebet des Mudjtahid, wenn er ohne Idjtihād betet und richtig liegt, oder wenn sein Idjtihād ihn zu einer Richtung führt, er aber in eine andere betet, in jedem Fall ungültig, ganz gleich, ob er sich irrt oder richtig liegt; denn er hat nicht das vollbracht, wozu er angewiesen wurde, womit er demjenigen gleicht, der das Ausrichten zur Kaaba unterlässt, obwohl er sie kennt.
139 – Rechtsfrage; er sagte: "Und er soll keinesfalls der Richtungsangabe eines Polytheisten (Mushrik) folgen; dies deshalb, weil die Aussage eines Ungläubigen, seine Überlieferung und sein Zeugnis nicht akzeptiert werden, da er kein vertrauenswürdiges Individuum ist."
Deshalb sagte ʿUmar, Allah habe Wohlgefallen an ihm: "Vertraut ihnen nicht, nachdem Allah, der Mächtige und Erhabene, sie als unzuverlässig (khawwan) bezeichnet hat." Auch die Aussage eines Frevlers (Fāsiq) wird nicht akzeptiert, aufgrund seines geringen Glaubens und der Möglichkeit der Verdächtigung gegen ihn, sowie weil auch seine Überlieferung und sein Zeugnis nicht akzeptiert werden. Ebenso wird die Aussage eines Kindes nicht akzeptiert; aus demselben Grund und weil ihn bei einer Lüge keine Sünde (1) trifft, weshalb seiner Vermeidung von Lügen nicht vertraut werden kann. At-Tamīmī sagte: Die Aussage eines unterscheidungsfähigen Kindes wird akzeptiert. Wenn er den Zustand des Informierenden nicht kennt, und er über dessen Islam oder Unglauben zweifelt, akzeptiert er dessen Aussage nicht, genauso wie wenn er Gebetsnischen findet, bei denen er nicht weiß, ob sie den Muslimen oder den Leuten des Schutzvertrages (Ahl adh-Dhimma) gehören. Wenn er hingegen dessen Redlichkeit und Frevel nicht kennt, akzeptiert er seine Aussage; denn der Zustand eines Muslims basiert auf Redlichkeit, solange das Gegenteil nicht hervortritt. Und man akzeptiert die Aussage aller anderen Menschen von den Muslimen, die erwachsen und geistig gesund sind, egal ob es Männer oder Frauen sind, denn es ist (3) eine Nachricht bezüglich der Religion, womit sie der Überlieferung (Riwaya) gleicht. Und ebenso wird die Aussage eines Einzelnen akzeptiert. Und Allah weiß es am besten.
(1) Im Original ausgefallen. (2) Im Original: "idha" (wenn). (3) In M: "wa-li-annahu" (und weil er).