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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 2 · Seite 154Abschnitt

Übersetzung · DE

Abschnitt: Es ist ihm auferlegt, die Rezitation der Fatiha in der richtigen Reihenfolge und mit den notwendigen Verstärkungen (Tashdid) zu vollziehen, ohne einen Fehler (Lahn) zu begehen, der die Bedeutung entstellt. Lässt er die Reihenfolge aus, oder eine Verstärkung (Tashdid), oder begeht er einen Fehler, der die Bedeutung verändert, wie etwa das Kasra am Kaf von {Iyyaka} (Dir allein) zu bilden, oder das Ta von {An'amta} (denen Du Gnade erwiesen hast) mit einem Damma zu versehen, oder das Alif al-Wasl bei {Ihdina} (leite uns) mit einem Fatha zu sprechen, so ist seine Rezitation nicht gültig, es sei denn, er wäre unfähig, dies anders zu tun. Der Qadi erwähnte Ähnliches im "al-Mujarrad", und dies ist die Lehrmeinung (28) al-Shafi'is. Der Qadi sagte jedoch im "al-Jami'": Die Rezitation wird nicht durch das Unterlassen einer Verstärkung (Tashdid) ungültig, da diese in der Orthographie des Korans nicht festgeschrieben ist, sondern lediglich eine Eigenschaft des Buchstabens darstellt; wer sie unterlässt, gilt dennoch als Rezitator. Das Korrekte ist jedoch die erste Ansicht, da der verstärkte Buchstabe den Platz zweier Buchstaben einnimmt; dies beweist die Tatsache, dass die Verstärkung (Tashdid) über dem Ra von {al-Rahman} die Stelle des Lam einnimmt, ebenso wie die Verstärkung über dem Dhal von {alladhina} die Stelle des Lam einnimmt. Vernachlässigt man diese, so vernachlässigt man den Buchstaben und das, was an dessen Stelle steht, wodurch die Bedeutung verändert wird – es sei denn, er beabsichtigt, den assimilierten Buchstaben (Mudgham) offenzulegen (Idhhar), wie jemand, der "al-Rahman" sagt und dabei das Lam explizit ausspricht. In diesem Fall ist sein Gebet gültig, da er lediglich auf die Assimilation (Idgham) verzichtet hat, was zwar als Fehler gilt, die Bedeutung jedoch nicht verändert. Er sagte: Es gibt keinen Dissens innerhalb der Lehrmeinung darüber, dass er das Gebet nicht wiederholen muss, wenn er ihn (den Buchstaben) weich spricht und nicht vollkommen korrekt artikuliert, da dies die Bedeutung nicht entstellt und je nach Person variiert. Vielleicht meinte er im "al-Jami'" eben diese Bedeutung, sodass seine Aussagen übereinstimmen. Es ist nicht empfehlenswert, in der Verstärkung zu übertreiben, sodass sie das Maß eines ruhenden (Sakin) Buchstabens übersteigt, da sie an jeder Stelle den Platz eines ruhenden Buchstabens eingenommen hat; übersteigt man dieses Maß, so geht man über das hinaus, dessen Platz sie einnimmt, was verpönt (Makruh) ist. In {Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen} gibt es drei Verstärkungen, und in dem, was darüber hinausgeht, gibt es elf Verstärkungen (30), ohne jeglichen Dissens.

Abschnitt: Das Minimum, das bei der Rezitation ausreicht, ist eine hörbare Rezitation, bei der er sich selbst hören kann oder in der Lage wäre, sie zu hören, wenn er ein normales Gehör hätte, so wie wir es bei der Takbir dargelegt haben; denn was unterhalb dieser Schwelle liegt, ist keine Rezitation. Empfehlenswert ist es, sie in rezitierter Form (Murattal) und grammatikalisch korrekt zu lesen, bei jedem Vers innezuhalten und die Buchstaben für das Dehnen (Madd) und das Weichsprechen (Lin) zu festigen, solange dies nicht zu einer übertriebenen Dehnung (Tamtit) führt, gemäß dem Wort Gottes, des Erhabenen: {Und rezitiere den Koran mit wohlgeordneter Rezitation} (31). Von Umm Salama wurde überliefert, dass sie nach der Rezitation des Gesandten Gottes – Gottes Segen und Friede auf ihm – gefragt wurde. Sie sagte: Er unterteilte seine Rezitation Vers für Vers: {Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen (1) Lob sei Gott, dem Herrn der Welten (2) Dem Gnädigen, dem Barmherzigen (3) Dem Herrscher am Tag des Gerichts}. Dies überlieferte Imam Ahmad in seinem "Musnad" (33). Von Anas wird berichtet, er sagte: Die Rezitation des Gesandten Gottes – Gottes Segen und Friede auf ihm – war durch Dehnung geprägt. Dann rezitierte er {Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen} und dehnte {Bismi Allah}, dehnte {al-Rahman} und dehnte {al-Rahim}. Dies führte al-Bukhari an (34). Führt dies jedoch zu einer übermäßigen Dehnung oder einem musikalischen Singsang, so ist dies verpönt, da er womöglich die Vokale (Harakat) in Buchstaben verwandelt. Ahmad sagte: "Was mir an der Rezitation des Korans gefällt, ist die schlichte Art." Und er sagte zum Wort des Propheten: "Schmückt den Koran mit euren Stimmen (35)." Er sagte: Er soll ihn mit seiner Stimme verschönern, ohne sich dabei künstlich zu verstellen. Es wurde in einer anderen Nachricht überliefert (36): "Der Mensch mit der besten Rezitation ist derjenige, bei dessen Rezitation man spürt, dass er Gott fürchtet (37)." Und es wurde überliefert: "Dieser Koran wurde mit Trauer (Huzn) herabgesandt, so rezitiert ihn mit Trauer" (38).

Anmerkungen

(28) Im Original: "qawl" (Aussage). (29) Fiel weg in: M. (30) In M: "tashdida" (Verstärkung).

Arabisch (Quelle)

فصل: يَلْزَمُهُ أن يَأْتِىَ بِقِرَاءَةِ الفاتحَةِ مُرَتَّبَةً مُشَدَّدَةً، غيرَ مَلْحُونٍ فيها لَحْنًا يُحِيلُ المَعْنَى، فإنْ تَرَكَ تَرْتِيبَها، أو شَدَّةً مِنها، أو لحَنَ لحنًا يُحِيلُ المعنَى، مثلَ أَنْ يَكْسِرَ كافَ {إِيَّاكَ}، أو يَضُمَّ تَاءَ {أَنْعَمْتَ}، أو يَفْتَحَ أَلِفَ الوصلِ في {اهْدِنَا}، لم يُعْتَدَّ بقِرَاءَتِهِ، إلَّا أن يكونَ عاجزًا عن غيرِ هذا. ذَكَرَ القاضي نحوَ هذا في "المُجَرَّدِ"، وهوَ مَذهَبُ (٢٨) الشافعيِّ. وقال القاضي في "الجامعِ": لا تبْطُلُ بِتَرْكِ شَدَّةٍ؛ لأنَّها غيرُ ثابِتَةٍ في خَطِّ المُصْحَفِ، وإنَّما (٢٩) هي صِفَةٌ لِلْحَرْفِ، ويُسَمَّى تَارِكُها قَارِئًا. والصَّحِيحُ الأَوَّلُ؛ لأنَّ الحَرْفَ المُشَدَّدَ أُقِيمَ مَقَامَ حَرْفَيْنِ، بِدَلِيلِ أنَّ شَدَّةَ راء {الرَّحْمَنِ} أُقِيمَتْ مقامَ اللَّامِ، وشَدَّةَ ذالِ {الَّذِينَ} أُقِيمَتْ مَقَامَ اللَّامِ أيضًا، فإذا أَخَلَّ بها أَخَلَّ بِالحَرْفِ ومَا يَقُومُ مَقَامَه، وغَيَّرَ المَعْنَى، إلَّا أَنْ يُرِيدَ أنَّه أظْهَرَ المُدْغَمَ، مِثْلَ مَن يقولُ "الْرَحْمن" مُظْهِرًا لِلَّامِ، فهذا تَصِحُّ صلاتُه؛ لأنَّه إنَّما تَرَكَ الإِدْغَامَ، وهوَ مَعْدُودٌ لَحْنًا لَا يُغَيِّرُ المعنَى. قال: ولا يَخْتَلِفُ المَذْهَبُ، أنَّه إذا لَيَّنَهَا، ولم يُحَقِّقْهَا على الكَمَالِ، أنَّه لا يُعِيدُ الصلاةَ؛ لأنَّ ذلك لا يُحِيلُ المعنَى، ويَخْتَلِفُ بِاخْتِلَافِ الناسِ. ولَعَلَّهُ إنَّما أرادَ في "الجامع" هذا المعنَى، فيكونُ قَوْلُه مُتَّفِقًا. ولا يُسْتَحَبُّ المُبَالَغَةُ في التَّشْدِيدِ، بحيثُ يَزِيدُ على قدرِ حَرْفٍ سَاكِنٍ؛ لِأنَّها في كُلِّ مَوْضِعٍ أُقِيمَتْ مَقَامَ حرفٍ ساكنٍ؛ فإذا زَادَها على ذلك زادَهَا عَمَّا أُقِيمَتْ مَقَامَهُ، فيكونُ مَكْرُوهًا. وفى {بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ} ثلاثُ شَدَّاتٍ، وفيما عَدَاها إِحْدَى عشرةَ شَدَّةً (٣٠)، بِغيرِ اخْتِلَافٍ.

فصل: وأقَلُّ مَا يُجْزِئُ فيها قِرَاءَةٌ مَسْمُوعَةٌ، يُسْمِعُها نَفْسَه، أو يكون بحيث يَسْمَعُها لو كان سَمِيعًا، كما قُلْنَا في التَّكْبِيرِ، فَإنَّ مَا دُونَ ذلك ليس بِقِرَاءَةٍ. والمُسْتَحَبُّ أنْ يَأْتِىَ بها مُرَتَّلَةً مُعْرَبَةً، يَقِفُ فيها عند كل آيَةٍ، ويُمَكِّنَ حُرُوفَ

Anmerkungen

(٢٨) في الأصل: "قول".(٢٩) سقط من: م.(٣٠) في م: "تشديدة".

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