die Dehnung (Madd) und das Weichsprechen (Lin), solange dies nicht zu einer übertriebenen Dehnung (Tamtit) führt, gemäß dem Wort Gottes, des Erhabenen: {Und rezitiere den Koran mit wohlgeordneter Rezitation} (31). Von Umm Salama (32) wurde überliefert, dass sie nach der Rezitation des Gesandten Gottes – Gottes Segen und Friede auf ihm – gefragt wurde. Sie sagte: Er unterteilte seine Rezitation Vers für Vers: {Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen (1) Lob sei Gott, dem Herrn der Welten (2) Dem Gnädigen, dem Barmherzigen (3) Dem Herrscher am Tag des Gerichts}. Dies überlieferte Imam Ahmad in seinem "Musnad" (33). Von Anas wird berichtet, er sagte: Die Rezitation des Gesandten Gottes – Gottes Segen und Friede auf ihm – war durch Dehnung geprägt. Dann rezitierte er {Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen}. Er dehnte {Bismi Allah}, dehnte {al-Rahman} und dehnte {al-Rahim}. Dies führte al-Bukhari an (34). Führt dies jedoch zu einer übermäßigen Dehnung oder einem musikalischen Singsang, so ist dies verpönt, da er womöglich die Vokale (Harakat) in Buchstaben verwandelt. Ahmad sagte: "Was mir an der Rezitation des Korans gefällt, ist die schlichte Art." Und er sagte zum Wort des Propheten: "Schmückt den Koran mit euren Stimmen (35)." Er sagte: Er soll ihn mit seiner Stimme verschönern, ohne sich dabei künstlich zu verstellen. Es wurde in einer anderen Nachricht (36) überliefert: "Der Mensch mit der besten Rezitation ist derjenige, bei dessen Rezitation man spürt, dass er Gott fürchtet (37)." Und es wurde überliefert: "Dieser Koran wurde mit Trauer (Huzn) herabgesandt, so rezitiert ihn mit Trauer" (38).
(31) Sure al-Muzzammil 4. (32) Fiel weg in: al-Asl (dem Originalmanuskript). (33) Die Herleitung (Takhrij) wurde bereits in der Fußnote auf Seite 148 dargelegt. (34) In: Kapitel über die Dehnung der Rezitation, aus dem Buch "Vorzüge des Korans". Sahih al-Bukhari 6/240, 241. Ebenso angeführt von Imam Ahmad in: "al-Musnad" 3/127, 198. (35) Angeführt von al-Bukhari in: Kapitel über die Aussage des Propheten – Gottes Segen und Friede auf ihm –: "Wer den Koran vollkommen beherrscht, ist bei den edlen, rechtschaffenen Schreibern, und schmückt den Koran mit euren Stimmen" (Überschrift), aus dem "Buch der Einheit" (al-Tawhid). Sahih al-Bukhari 9/193. Ebenso angeführt von Abu Dawud in: Kapitel über die Empfehlung der wohlgeordneten Rezitation (Tartil), aus dem "Buch des Witr". Sunan Abi Dawud 1/338. Und von al-Nasa'i in: Kapitel über das Schmücken des Korans mit der Stimme, aus dem "Buch der Eröffnung des Gebets". al-Mujtaba 2/139, und Ibn Majah in: Kapitel über die schöne Stimme beim Koran, aus dem "Buch der Gebetsverrichtung". Sunan Ibn Majah 1/426. Und von al-Darimi in: Kapitel über das Singen des Korans, aus dem "Buch der Vorzüge des Korans". Sunan al-Darimi 2/474. Und von Imam Ahmad in: "al-Musnad" 4/283, 285, 296, 304. (36) Fiel weg in: al-Asl. (37) Angeführt von Ibn Majah in: Kapitel über die schöne Stimme beim Koran, aus dem "Buch der Gebetsverrichtung". Sunan Ibn Majah 1/425. Und von al-Darimi in: Kapitel über das Singen des Korans, aus dem "Buch der Vorzüge des Korans". Sunan al-Darimi 2/471, 472. In den Sunan al-Darimi: "...dass du siehst, dass er Gott fürchtet". (38) Angeführt von Ibn Majah in: Kapitel über die schöne Stimme beim Koran, aus dem "Buch der Gebetsverrichtung". Sunan Ibn Majah 1/424. Darin: "Wenn ihr ihn rezitiert, dann weint; wenn ihr nicht weinen könnt, so tut, als ob ihr weint..." anstelle von: "so rezitiert ihn mit Trauer".