Es gibt eine Meinungsverschiedenheit (8) bezüglich Ahmad: Genügt bei ihm das Besprengen (nadch) oder ist das Waschen obligatorisch? Er sagte in der Überlieferung von Muhammad ibn al-Hakam: Auf Madhy wird Wasser gespritzt; ich folge dem Hadith von Sahl ibn Hunayf (9), dem nichts entgegensteht, auch wenn es nur ein einziger Hadith ist. Al-Athram sagte: Ich fragte Abu 'Abd Allah: Der Hadith von Sahl ibn Hunayf bezüglich des Madhy, was sagst du dazu? Er sagte: Derjenige, den Ibn Ishaq überliefert? Ich sagte: Ja. Er sagte: Ich kenne nichts, was ihm widerspricht. Er ist das, was Sahl ibn Hunayf überlieferte; er sagte: Ich erlebte durch den Madhy große Mühsal und Bedrängnis, also erwähnte ich dies gegenüber dem Gesandten Gottes – Friede und Segen Gottes seien auf ihm –, woraufhin er sagte: "Dir genügt für ihn die Wudu-Waschung." Ich sagte: Wie steht es mit dem, was davon mein Kleid getroffen hat? Er sagte: "Dir genügt es, eine Handvoll Wasser zu nehmen und dort zu besprengen, wo du meinst, dass es ihn getroffen hat." Al-Tirmidhi sagte: Dies ist ein authentischer (sahih) Hadith. Von ihm wurde auch die Pflicht zum Waschen überliefert. Muhammad ibn Dawud sagte: Ich fragte Abu 'Abd Allah nach Madhy, das das Kleid trifft, wie ist dabei zu verfahren? Er sagte: Das Waschen; darüber gibt es im Herzen keinen Zweifel. Er sagte zudem: Den Hadith von Muhammad ibn Ishaq habe ich bisweilen mit Scheu betrachtet. Ibn al-Mundhir sagte: Zu jenen, die das Waschen von Madhy anordneten, gehören 'Umar und Ibn 'Abbas. Dies ist die Lehrmeinung von al-Shafi'i, Ishaq, Abu Thawr und vielen Gelehrten, da der Prophet – Friede und Segen Gottes seien auf ihm – im Hadith von al-Miqdad das Waschen des Gliedes davon anordnete und weil es eine Unreinheit ist, weshalb sein Waschen (10) wie bei allen anderen Unreinheiten obligatorisch ist, sowie wegen des Hadiths (11) von Sahl ibn Hunayf. Ahmad sagte: Den Hadith von Muhammad ibn Ishaq kenne ich nur von ihm allein, und ich treffe für Muhammad ibn Ishaq kein Urteil, und bisweilen betrachtete ich ihn mit Scheu. Dies ist die offenkundige Ansicht in den Worten von al-Khiraqi und die Wahl von al-Khallal.
Abschnitt: Bezüglich der Feuchtigkeit aus dem Geschlechtsorgan der Frau gibt es zwei Möglichkeiten: Erstens, dass sie unrein ist, da sie sich im Geschlechtsorgan befindet und daraus kein Kind erschaffen wird, womit sie dem Madhy gleicht. Zweitens, ihre Reinheit, da 'A'isha das Sperma vom Kleid des Gesandten Gottes – Friede und Segen Gottes seien auf ihm – abrieb, was von einem Geschlechtsverkehr stammte, denn ein Prophet hatte niemals einen feuchten Traum; dabei trifft es auf die Feuchtigkeit des Geschlechtsorgans. Und weil wir, wenn wir das Geschlechtsorgan der Frau für unrein erklären würden, auch ihr Sperma für unrein erklären müssten, da es aus ihrem Geschlechtsorgan austritt und durch ihre Feuchtigkeit unrein wird.
(8) Das heißt, die Überlieferung. (9) Bereits erwähnt in 1/233. (10) In A und M: "ghasluha" (deren Waschung). (11) In A und M: "wa-li-hadithi" (und wegen des Hadiths).