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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 2 · Seite 499Abschnitt

Übersetzung · DE

und von anderen, die die Auffassung der Reinheit vertraten. Ibn Abbas sagte: "Das gesamte Gewand ist mit Wasser zu besprengen." Dies vertraten auch an-Nakha'i und Hammad. Ähnliches wurde von Aischa und 'Ata' überliefert. Ibn 'Umar, Abu Huraira und al-Hasan sagten: "Das gesamte Gewand ist zu waschen." Unser Argument ist, dass das Abreiben genügt, wenn die Stelle bekannt ist; folglich genügt es auch, wenn sie verborgen bleibt. Was das Besprengen betrifft, so nützt es nichts, denn es reinigt das Gewand nicht, wenn die Stelle bekannt ist; folglich nützt es auch nichts, wenn sie verborgen bleibt. Wenn wir hingegen von der Reinheit ausgehen, so ist nichts davon verpflichtend, aber es ist empfohlen, wie es auch im Falle der Kenntnis darüber der Fall ist.

Abschnitt: Ahmad – Gott habe Erbarmen mit ihm – sagte: "Es wird nur das Sperma des Mannes abgerieben, das Sperma der Frau hingegen wird nicht abgerieben; denn das des Mannes ist dickflüssig, während das der Frau dünnflüssig ist." Der Grund hierfür ist, dass das Abreiben zur Erleichterung dient, und beim Dünnflüssigen bleibt nach dem Trocknen keine Substanz zurück, die durch Abreiben entfernt werden könnte, weshalb es dort keinen Nutzen hat. Wenn wir nach dieser Auffassung von dessen Unreinheit ausgehen, muss es gewaschen werden, egal ob es feucht oder trocken ist, wie Urin. Wenn wir hingegen von seiner Reinheit ausgehen, ist das Waschen empfohlen, so wie das Abreiben des männlichen Spermas empfohlen ist. Was Reinheit und Unreinheit anbelangt, so unterscheiden sie sich darin nicht, da jedes von beiden Sperma ist, der Ursprung der Erschaffung eines Menschen und etwas, das aus dem Geschlechtsweg austritt.

Abschnitt: Was den Blutklumpen (Alaqa) betrifft, so sagte Ibn 'Aqil, dass es dazu zwei Überlieferungen gibt, wie beim Sperma, da er der Ursprung der Erschaffung eines Menschen ist. Die richtige Ansicht ist jedoch seine Unreinheit, da er Blut ist und es keine religiöse Überlieferung über seine Reinheit gibt. Ein Analogieschluss zum Sperma ist unzulässig, da er Blut ist, das aus der Vagina austritt, und somit dem Menstruationsblut gleicht.

Abschnitt: Wer ejakuliert und sich an seinem Geschlechtsteil Unreinheit befindet, dessen Sperma wird unrein durch den Kontakt mit der Unreinheit, und selbst eine geringe Menge wird deswegen nicht verziehen. Der Qadi erwähnte bezüglich des Spermas beim Geschlechtsverkehr, dass es unrein sei, da es nicht frei von Madhy (Lusttropfen) sei. Wir haben jedoch die Ungültigkeit dieser Ansicht dargelegt, denn das Sperma des Propheten – Gott segne ihn und schenke ihm Heil – stammte gerade aus dem Geschlechtsverkehr, und dies ist der Fall, zu dem die Berichte über das Abreiben überliefert wurden; die Reinheit für andere Fälle wurde nur aus der Reinheit des Spermas abgeleitet. Und Gott weiß es am besten.

230 – Frage: Er sagte: (Und ein Urinfleck auf der Erde wird durch einen Eimer Wasser gereinigt.)

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn die Erde durch eine flüssige Unreinheit wie Urin, Wein oder anderes verunreinigt wird, besteht ihre Reinigung darin, sie mit Wasser zu fluten, sodass die Farbe und der Geruch der Unreinheit verschwinden. Was danach davon abfließt, ohne durch die Unreinheit verändert worden zu sein, ist rein. Dies ist auch die Lehrmeinung von asch-Schafi'i. Abu Hanifa sagte: "Die Erde wird erst rein, wenn das Wasser abfließt, und das Abfließende ist unrein, da die Unreinheit darauf übergegangen ist, weshalb es unrein ist, so als ob sie darauf gelangt wäre." Unser Gegenbeweis ist das, was Anas überlieferte: Ein Beduine kam und urinierte in einen Teil der Moschee. Die Leute schrien ihn an, doch der Prophet – Gott segne ihn und schenke ihm Heil – untersagte es ihnen. Als er sein Urinieren beendet hatte, befahl er, einen Eimer mit Wasser darüber zu gießen. In einem anderen Wortlaut: Er rief ihn und sagte: "Diese Moscheen taugen nicht für etwas von diesem Urin und Schmutz; sie sind vielmehr für das Gedenken Gottes, des Erhabenen, das Gebet und das Lesen des Korans da", oder wie es der Gesandte Gottes – Gott segne ihn und schenke ihm Heil – sagte. Er befahl einem Mann, einen Eimer Wasser zu bringen, und schüttete ihn darüber. Übereinstimmend überliefert.

Anmerkungen

(1) In der Handschrift M: "Und der Urin".

Arabisch (Quelle)

وغَيْرِه ممن قال بالطَّهَارَةِ. وقال ابْنُ عَبَّاسٍ: يُنْضَحُ الثَّوْبُ كُلّه. وبه قال النَّخَعِىُّ، وحَمَّادٌ. ونحوُه عن عائشةَ وعَطَاءٍ. وقال ابنُ عمرَ، وأبو هُرَيْرَةَ، والحسنُ: يُغْسَلُ الثَّوْبُ كُلُّه. ولَنا، أن فَرْكَهُ يُجْزِئُ إذا عُلِمَ مَكَانُه، فكذلك إذا خَفِىَ، وأمَّا النَّضْحُ فلا يُفِيدُ، فإنَّه لا يُطَهِّرُه إذا عُلِمَ مَكَانُه، فكذلك إذا خَفِىَ. وأمَّا إذا قُلْنا بالطَّهَارَةِ فلا يَجِبُ شيءٌ من ذلك، لكن يُسْتَحَبُّ، كحالِ العِلْمِ به.

فصل: قال أحمدُ، رَحِمَه اللهُ: إنما يُفْرَكُ مَنِىُّ الرجُلِ، أمَّا مَنِىُّ المرْأةِ فلا يُفْرَكُ؛ لأنَّ الذي لِلرَّجُلِ ثَخِينٌ، والذي لِلْمَرْأةِ رَقِيقٌ. والمعنَى في هذا أن الفَرْكَ يُرَادُ لِلتَّخْفِيفِ، والرَّقِيقُ لا يَبْقَى له جِسْمٌ بعد جَفَافِه يَزُولُ بالفَرْكِ، فلا يُفِيدُ فيه شيئًا، فعلى هذا إنْ قُلْنا بِنَجَاسَتِه، فلا بُدَّ من غَسْلِه رَطْبًا كان أو يَابِسًا، كالبَوْلِ. وإن قُلْنا بِطهَارَتِه، اسْتُحِبَّ غَسْلُه، كما يُسْتَحَبُّ فَرْكُ مَنِىِّ الرَّجُلِ. وأمَّا الطَّهَارَةُ والنَّجَاسَةُ فلا يَفْتَرِقَانِ فيه؛ لأنَّ كُلَّ وَاحِدٍ منهما مَنِىٌّ، هو بَدْءٌ لِخَلْقِ آدَمِىٍّ، خارِجٌ من السَّبِيلِ.

فصل: فأمَّا العَلَقَةُ، فقال ابنُ عَقِيل: فيها رِوَايَتَانِ، كالمَنِىِّ؛ لأنَّها بَدْءُ خَلْقِ آدَمِىٍّ. والصَّحِيحُ نَجَاسَتُها؛ لأنَّها دَمٌ، ولم يَرِدْ من الشَّرعِ فيها طَهَارَةٌ، وقِيَاسُها على المَنِىِّ مُمْتَنِعٌ، لِكَوْنِها دَمًا خَارِجًا من الَفرْجِ، فأَشْبَهَتْ دَمَ الحَيْضِ.

فصل: ومن أمْنَى وعلى فَرْجِهِ نَجَاسَةٌ نَجُسَ مَنِيُّه؛ لإصَابَتِه النَّجَاسَةَ، ولم يُعْفَ عن يَسِيرِه لذلك. وذكر القاضي في المَنِىِّ من الجِمَاعِ أنَّه نَجِسٌ؛ لأنَّه لا يَسْلَمُ من المَذْىِ. وقد ذَكَرْنَا فسادَ هذا. فإنَّ مَنِىَّ النَّبِيِّ -صلى اللَّه عليه وسلم- إنَّما كان من جِمَاعٍ، وهو الذي وَرَدَتِ الأخْبارُ بِفَرْكِه، والطَّهَارَةُ لِغَيْرِه إنَّما أُخِذَتْ من طَهَارَتهِ، واللهُ أعلمُ.

٢٣٠ - مسألة؛ قال: (وَالْبَوْلَةُ (١) عَلَى الْأرْضِ يُطَهِّرُها دَلْوٌ مِنْ مَاءٍ)

وجُمْلَةُ ذلك أنَّ الأرْضَ إذا تَنَجَّسَتْ بِنجاسةٍ مائِعَةٍ، كالبَوْلِ والخَمْرِ وغَيْرِهما. فطُهُورُها أن يَغْمُرَها بالماءِ، بحيثُ يَذْهَبُ لَوْنُ النَّجَاسةِ ورِيحُها. فما انْفَصَلَ عنها غيرَ

Anmerkungen

(١) في م: "والبول".

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