Er ging zu mir zurück, während seine Gefährten eintrafen. Er vollzog die Gebetswaschung, und Bilāl wollte die Iqāma vollziehen. Da sagte der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Heil –: „Wahrlich, der Bruder von Ṣudāʾ (8) hat den Adhān ausgerufen, und wer den Adhān ausruft, der vollzieht auch die Iqāma.“ Er sagte: Also vollzog ich die Iqāma. Dies wurde von Abū Dāwūd und at-Tirmidhī überliefert (9). Dies ist ein Fall, in dem der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – ihn zum Adhān vor der Morgendämmerung anwies, und dies ist ein Beweis gegen diejenigen, die sagten, dass dies nur dann erlaubt sei, wenn man zwei Muezzine hat; denn Ziyād rief den Adhān alleine aus. Was den Hadith von Ibn ʿUmar betrifft, mit dem sie argumentierten, so sagte Abū Dāwūd (10): Niemand außer Ḥammād ibn Salama überlieferte ihn. Ḥammād ibn Zayd und ad-Darāwardī (11) überlieferten ihn jedoch ebenfalls, widersprachen ihm darin und sagten: Es handelte sich um den Muezzin von ʿUmar. Dies ist korrekter (12). ʿAlī ibn al-Madīnī sagte: Er hat sich darin geirrt, er meint Ḥammād (13). At-Tirmidhī sagte: Er ist nicht bewahrt (14). Was ihren anderen Hadith angeht, so sagte Ibn ʿAbd al-Barr (15): Weder er noch etwas Ähnliches kann als Beweis dienen, aufgrund seiner Schwäche und Unterbrechung. Die Morgendämmerung ist deswegen ausgezeichnet (16), weil es eine Zeit des Schlafes ist, damit die Menschen aufwachen und sich für das Aufbrechen zum Gebet rüsten können. Dies ist bei anderen Gebeten nicht der Fall. Wir haben in einem Hadith überliefert, dass der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – sagte: „Bilāl ruft bei Nacht zum Gebet, damit eure Schlafenden erwachen und eure Stehenden umkehren.“ Dies überlieferte Abū Dāwūd (17). Es ist nicht angebracht, dass dies zu weit vor der...
(8) Ṣudāʾ: Ein Stamm aus dem Jemen. al-Ansāb 8/39. (9) Herausgegeben von Abū Dāwūd, in: Bāb fī ar-raǧul yuʾadhdhin wa-yuqīm āḫar, aus dem Kitāb aṣ-Ṣalāh. Sunan Abī Dāwūd 1/122. Und at-Tirmidhī, in: Bāb mā ǧāʾa anna man adhdhana fa-huwa yuqīm, aus den Abwāb aṣ-Ṣalāh. ʿĀriḍat al-Aḥwadhī 1/315. Ebenso herausgegeben von Ibn Māǧah, in: Bāb as-sunna fī al-adhān, aus dem Kitāb al-Adhān. Sunan Ibn Māǧah 1/237. Und Imam Aḥmad, in: al-Musnad 4/169. (10) In: Bāb fī al-adhān qabla duḫūl al-waqt, aus dem Kitāb aṣ-Ṣalāh. Sunan Abī Dāwūd 1/127. (11) Er ist Abū Muḥammad ʿAbd al-ʿAzīz ibn Muḥammad ibn ʿUbayd, aus Medina, er starb im Jahr 186 n. H. al-Ansāb 5/295. (12) Das ist das Ende der Aussage von Abū Dāwūd, sinngemäß wiedergegeben. (13) D. h. Ibn Salama. (14) In: Bāb mā ǧāʾa fī al-adhān bi-al-layl, aus den Abwāb aṣ-Ṣalāh. ʿĀriḍat al-Aḥwadhī 2/4. Die Aussage von Ibn al-Madīnī dazu findet sich in 2/5. (15) at-Tamhīd 10/59. (16) In M: „uḫtiṣṣa“. (17) So hat es der Verfasser erwähnt. Abū Dāwūd überliefert ihn mit einem anderen Wortlaut, den der Verfasser anführte und der im Kapitel „Und das Gebet vor der Morgendämmerung wird im Monat Ramadan als verpönt angesehen“ folgen wird. Derjenige, der ihn mit diesem Wortlaut überlieferte, ist tatsächlich an-Nasāʾī, in: Bāb al-adhān fī ġayr waqt aṣ-ṣalāh, aus dem Kitāb al-Adhān, =