Dies ist nicht beanstandet worden, stellt also einen Konsens (Iǧmāʿ) dar. Da er ein männliches Individuum ist, dessen Gebet gültig ist, wird sein Adhān anerkannt, genau wie das eines gerechten (ʿAdl) Erwachsenen. Es gibt keinen Widerspruch hinsichtlich der Anerkennung des Adhān einesjenigen, dessen Zustand (im Hinblick auf die Rechtschaffenheit) verborgen ist; der Widerspruch besteht nur bei demjenigen, dessen Frevel (Fisq) offenkundig ist.
Es ist empfohlen, dass der Muezzin gerecht (ʿAdl), vertrauenswürdig und volljährig ist, da er eine Vertrauensperson ist, auf die man sich beim Gebet und beim Fasten verlässt. Es ist daher nicht sicher, dass er die Leute nicht durch seinen Adhān täuscht, wenn er nicht diese Eigenschaften besitzt. Zudem ruft er den Adhān von einem erhöhten Ort aus, weshalb nicht ausgeschlossen werden kann, dass er auf die Schamstellen blickt.
Bezüglich des mit Melodien vorgetragenen (mu-laḥḥan) Adhān gibt es zwei Auffassungen: Die erste besagt, dass er gültig ist, da der beabsichtigte Zweck durch ihn erreicht wird; er ist also wie der nicht-melodische Adhān. Die andere besagt, dass er nicht gültig ist, aufgrund dessen, was al-Dāraquṭnī (6) mit seiner Überlieferungskette von Ibn ʿAbbās überlieferte, der sagte: Der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – hatte einen Muezzin, der beim Rufen Melodien einbaute (yuṭarrib) (7). Da sagte der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und gebe ihm Heil –: "Der Adhān ist einfach und leicht (schlicht). Wenn dein Adhān einfach und leicht ist, dann rufe ihn, andernfalls rufe den Adhān nicht."
Abschnitt: Es ist empfohlen, dass der Muezzin sehend ist, da der Blinde die Zeit nicht kennt und sich daher irren könnte. Sollte der Blinde jedoch den Adhān rufen, ist sein Adhān gültig, denn Ibn Umm Maktūm pflegte den Adhān für den Propheten – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – zu rufen. Ibn ʿAmr (8) sagte: Er war ein blinder Mann, der den Gebetsruf erst vollzog, wenn man zu ihm sagte: "Es ist Morgen geworden, es ist Morgen geworden." [Überliefert von al-Buḫārī] (9). Es ist empfohlen, dass ein Sehender bei ihm ist, der ihm die Zeit mitteilt, oder dass er nach einem sehenden Muezzin den Adhān ruft, so wie Ibn Umm Maktūm nach dem Adhān von Bilāl rief. Es ist empfohlen, dass er die Gebetszeiten kennt, um diese exakt zu treffen und zu Beginn der Zeit den Adhān zu rufen. Wenn er kein Kenner der Zeiten ist, könnte er sich irren und Fehler machen. Sollte der Unkundige den Adhān dennoch rufen, ist sein Adhān gültig, denn wenn der Adhān des Blinden gültig ist, dann ist er es beim Unkundigen erst recht.
= Siehe die Biographie von Abū Bakr ibn Anas und die Erwähnung seines Sohnes ʿAbdallāh in "Tahḏīb al-Tahḏīb" 12/23. (6) In: "Bāb ḏikr al-iqāma wa-ḫtilāf al-riwāyāt fīhā", aus dem "Kitāb al-Ṣalāt". Sunan al-Dāraquṭnī 1/239. (7) Al-Taṭrīb: Das Singen (bzw. die melodische Ausschmückung). (8) Das heißt: ʿAbdallāh ibn ʿAmr ibn al-ʿĀṣ. (9) Ausgeführt von al-Buḫārī in: "Bāb aḏān al-aʿmā iḏā kāna lahu man yuḫbiruhu", aus dem "Kitāb al-Aḏān". Ṣaḥīḥ al-Buḫārī 1/160. Imam Mālik in: "Bāb qadr al-saḥūr min al-nidāʾ", aus dem "Kitāb al-Ṣalāt". al-Muwaṭṭaʾ 1/74, 75. Imam Aḥmad in: "al-Musnad" 2/123.
يُنْكَرْ، فيكونُ إجماعًا، ولأنه ذَكَرٌ تَصِحُّ صلاتهُ، فاعْتُدَّ بأذانِه، كالعَدْلِ البَالِغِ. ولا خِلَافَ في الاعْتِدَادِ بأذانِ مَنْ هو مَسْتُورُ الحالِ، وإنَّمَا الخِلَافُ فيمَنْ هو ظاهِرُ الفِسْقِ.
ويُسْتَحَبُّ أنْ يكونَ المُؤَذِّنُ عَدْلًا أمينًا بالغًا، لأنه مُؤْتَمَنٌ يُرْجَعُ إليه في الصلاةِ والصيامِ، فلا يُؤْمَنُ أنْ يَغُرَّهم بأذانِه إذا لم يكنْ كذلك، ولأنَّه يُؤَذِّنُ على موْضِعٍ عالٍ، فلا يؤمَنُ منه النَّظَرُ إلى العَوْرَاتِ.
وفى الأذانِ المُلَحَّنِ وَجْهان: أحدُهما، يَصِحُّ؛ لأنَّ المقصُودَ يَحْصُلُ منه، فهو كغيرِ المُلَحَّنِ. والآخَرُ، لا يَصِحُّ؛ لِما رَوَى الدَّارقُطْنِىُّ (٦)، بإسنادِهِ عنِ ابْنِ عبَّاس قال، كان للنَّبِىِّ -صلى اللَّه عليه وسلم- مُؤَذِّنٌ يُطَرِّبُ (٧)، فقال رسولُ اللهِ -صلى اللَّه عليه وسلم-: "إنَّ الأَذَانَ سَهْلٌ سَمْحٌ، فإنْ كانَ أذَانُكَ سَهْلًا سَمْحًا، وإِلَّا فَلا تُؤَذِّنْ".
فصل: ويُسْتَحَبُّ أنْ يكونَ المُؤَذِّنُ بَصِيرًا؛ لأنَّ الأعمى لا يَعْرِفُ الوقتَ، فربمَّا غلِطَ، فإنْ أذَّن الأعمَى صَحَّ أذانهُ، فإنَّ ابنَ أُمِّ مَكْتُومٍ كانَ يُؤَذِّنُ للنَّبِىِّ -صلى اللَّه عليه وسلم-، قال ابن عمرٍو (٨): كان رَجُلًا أعمى لا يُنَادِى حتَّى يُقالَ لَهُ "أصْبَحْتَ أصْبَحْتَ" رَوَاهُ البخاريُّ (٩). ويُسْتَحَبُّ أنْ يكونَ معه بَصِيرٌ يُعَرِّفُه الوقتَ، أوْ يُؤَذِّنَ بعدَ مُؤَذِّنٍ بَصِيرٍ، كما كان ابن أُمِّ مَكْتُومٍ يُؤَذِّنُ بعد أذانِ بلَالٍ. ويُسْتَحَبُّ أنْ يكونَ عَالِمًا بالأوقاتِ؛ لِيَتَحَرَّاهَا، فيُؤَذِّنَ في أولها، وإذا لم يكنْ عالِمًا فَرُبَّما غَلِطَ وأَخْطَأ. فإنْ أذَّنَ الجاهِلُ صَحَّ أذانُهُ، فإنَّه إذا صَحَّ أذانُ الأعمى فالجاهِلُ
= وانظر ترجمة أبي بكر بن أنس، وذكر ابنه عبد اللَّه، في تهذيب التهذيب ١٢/ ٢٣.(٦) في: باب ذكر الإقامة واختلاف الروايات فيها، من كتاب الصلاة. سنن الدارقطني ١/ ٢٣٩.(٧) التطريب: التَّغَنِّى.(٨) أي عبد اللَّه بن عمرو بن العاص.(٩) أخرجه البخاري، في: باب أذان الأعمى إذا كان له من يخبره، من كتاب الأذان. صحيح البخاري ١/ ١٦٠. والإمام مالك، في: باب قدر السحور من النداء، من كتاب الصلاة. الموطأ ١/ ٧٤، ٧٥. والإِمام أحمد، في: المسند ٢/ ١٢٣.