dort, wo er es vollzieht, damit die Bekanntmachung wirksamer ist. Darauf deutet der Hadith von ʿAbd Allāh ibn ʿUmar hin, der sagte (21): „Wenn wir die Iqāma hörten, vollzogen wir die rituelle Waschung und gingen dann zum Gebet“ (22). Es sei denn, er ruft den Adhān auf dem Minarett oder an einem weit vom Gebetsraum entfernten Ort, dann vollzieht er die Iqāma an einem anderen Ort, damit ihm nicht ein Teil des Gebets entgeht.
Abschnitt: Er vollzieht die Iqāma nicht, bis ihm der Imam die Erlaubnis dazu gibt, denn Bilāl pflegte den Propheten – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – um Erlaubnis zu fragen. Im Hadith von Ziyād ibn al-Ḥāriṯ al-Ṣudāʾī heißt es, dass er sagte: „Ich fing an, zum Propheten – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – zu sagen: Soll ich die Iqāma rufen? Soll ich sie rufen?“ (23). Abū Ḥafṣ (24) überlieferte mit seiner Überlieferungskette von ʿAlī, dass dieser sagte: „Der Muezzin verfügt über den Adhān, und der Imam verfügt über die Iqāma.“ (25)
127 – Frage; er sagte: „Wer ohne Adhān und ohne Iqāma betet, dem missbilligen wir das, er muss es jedoch nicht wiederholen.“
Das Unterlassen des Adhān für die fünf Gebete ist missbilligt, denn die Gebete des Propheten – Allah segne ihn und gebe ihm Heil – wurden mit Adhān und Iqāma verrichtet, ebenso wie die der Imame nach ihm, und er ordnete dies an. Mālik ibn al-Ḥuwayriṯ sagte: „Ich kam zum Propheten – Allah segne ihn und gebe ihm Heil –, ich und ein Mann, wir wollten uns verabschieden. Er sagte: Wenn die Zeit des Gebets eintritt, soll einer von euch den Adhān rufen und der Älteste von euch soll euch als Imam vorstehen.“ Dies ist übereinstimmend überliefert (2). Der Wortlaut von al-Ḫiraqī besagt, dass der Adhān eine nachdrückliche Sunna ist.
(21) Fehlt im Original. (22) Ausgeführt von Abū Dāwūd in: „Bāb al-iqāma“, aus dem „Kitāb al-Ṣalāt“. Sunan Abī Dāwūd 1/122. Al-Nasāʾī in: „Bāb kayf al-iqāma“, aus dem „Kitāb al-Aḏān“. Al-Muǧtabā 2/18. Al-Bayhaqī in: „Bāb taṯniyat qawlihi: qad qāmat al-ṣalāt“, aus dem „Kitāb al-Ṣalāt“. Al-Sunan al-Kubrā 1/413. (23) Dies wurde bereits auf Seite 64 dargelegt. (24) ʿUmar ibn Ibrāhīm ibn ʿAbd Allāh ibn al-Muslim, seine Biografie wurde bereits in 1/141 dargelegt. (25) Erwähnt von al-Suyūṭī im „al-Ǧāmiʿ al-Kabīr“ 1/439; er sagte: Abū al-Šayḫ über Abū Hurayra, und ʿAbd al-Razzāq über ʿAlī als Mawqūf-Überlieferung. (1) In der Handschrift M: „ṣalawātihi“ (seine Gebete). (2) Ausgeführt von al-Buḫārī in: „Bāb man qāla li-yuʾaḏḏin fī al-safar muʾaḏḏin wāḥid“, „Bāb al-aḏān lil-musāfir iḏā kānū ǧamāʿa“, „Bāb iḏā istawaw fī al-qirāʾa fal-yaʾummuhum akbaruhum“, „Bāb al-mukṯ bayn al-saǧdatayn“, aus dem „Kitāb al-Aḏān“; in: „Bāb safar al-iṯnayn“, aus dem „Kitāb al-Ǧihād“; in: „Bāb raḥmat al-nās wa al-bahāʾim“, aus dem „Kitāb al-Adab“; und in: „Bāb mā ǧāʾa fī iǧāzat ḫabar al-wāḥid...“, aus dem „Kitāb al-Āḥād“. Ṣaḥīḥ al-Buḫārī 1/162, 175, 207, 208, 4/33, 8/11, 9/107. Muslim in: „Bāb man aḥaqq bil-imāma“, aus dem „Kitāb al-Masāǧid“. Ṣaḥīḥ Muslim 1/465, 466. Al-Nasāʾī in: „Bāb iǧtizāʾ al-marʾ bi-aḏān ġayrihi fī al-ḥaḍar“, aus dem „Kitāb al-Aḏān“. Al-Muǧtabā 2/8, 9. Ibn Māǧa in: „Bāb man aḥaqq bil-imāma“, aus dem „Kitāb iqāmat al-ṣalāt“. Sunan Ibn Māǧa 1/313. Al-Dārimī in: „Bāb man aḥaqq bil-imāma“, aus dem „Kitāb al-Ṣalāt“. Sunan al-Dārimī 1/286. Imam Aḥmad im „al-Musnad“ 3/436, 5/53.