auf dem Reittier bei unserem Imam, sowie bei al-Layth, al-Ḥasan ibn Ḥayy (2), al-Awzāʿī, as-Shāfiʿī und den Anhängern der Lehrmeinung (Aṣḥāb ar-Ra'y). Mālik sagte: „Es ist nur auf einer langen Reise erlaubt, da es eine Reiseerleichterung ist, und somit auf die lange Reise beschränkt wie die Gebetsverkürzung.“ Wir stützen uns auf die Aussage Allahs, des Erhabenen: {Und Allah gehört der Osten und der Westen; wohin ihr euch auch wendet, dort ist das Angesicht Allahs} (3). Ibn ʿUmar sagte: „Dieser Vers wurde speziell über freiwillige Gebete offenbart, wohin auch immer dich dein Reittier wendet“ (4). Dies ist eine allgemeine Aussage, die in ihrer Absolutheit den strittigen Punkt abdeckt. Von Ibn ʿUmar wurde überliefert, dass der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und gewähre ihm Heil – das Witr-Gebet auf seinem Reittier verrichtete. In einer Überlieferung heißt es: Er verrichtete das freiwillige Gebet auf dem Rücken seines Reittiers, wo auch immer es sich hinwandte, wobei er mit dem Kopf andeutete. Ibn ʿUmar pflegte dies ebenfalls zu tun. Beide Überlieferungen sind übereinstimmend anerkannt (5). Bei al-Bukhārī steht: „...außer bei den Pflichtgebeten (Farā'iḍ).“ Bei Muslim und Abū Dāwūd: „...außer dass er darauf nicht das vorgeschriebene Gebet verrichtet.“ Es wurde dabei nicht zwischen kurzer und langer Reise unterschieden. Zudem ist die Erlaubnis, auf dem Reittier zu beten, eine Erleichterung für freiwillige Gebete, damit es nicht zur Unterbrechung oder Reduzierung dieser Gebete kommt; dies gilt gleichermaßen für lange wie für kurze Reisen. Bei der Gebetsverkürzung (Qaṣr) und dem Fastenbrechen wird hingegen die Mühsal berücksichtigt, welche meist erst bei einer langen Reise auftritt. Al-Qāḍī sagte: „Zu den Bestimmungen, in denen sich die lange Reise nicht von der kurzen unterscheidet, gehören..."
(2) Er ist al-Ḥasan ibn Ṣāliḥ ibn Ḥayy, und er wurde bereits in 1/329 erwähnt. (3) Sure al-Baqara, 115. (4) Tafsīr al-Ṭabarī 2/530. Siehe die Quellenangabe dazu in seiner Fußnote. (5) Die erste [Überlieferung] wurde verzeichnet von al-Bukhārī in: Bāb al-Witr ʿalā ad-dāba, aus dem Buch über das Witr-Gebet. Ṣaḥīḥ al-Bukhārī 2/31, 32. Und von Muslim in: Bāb jawāz ṣalāt an-nāfila ʿalā ad-dāba fī as-safar ḥaythumā tawajjahat, aus dem Buch über das Gebet der Reisenden. Ṣaḥīḥ Muslim 1/487. Ebenso wurde sie verzeichnet von Abū Dāwūd in: Bāb at-taṭawwuʿ ʿalā ar-rāḥila wa-l-witr. Sunan Abī Dāwūd 1/279. Und von an-Nasā'ī in: Bāb al-witr ʿalā ar-rāḥila, aus dem Buch über das nächtliche Gebet. al-Mujtabā 3/190. Und von Ibn Mājah in: Bāb mā jā'a fī al-witr ʿalā ar-rāḥila, aus dem Buch über das Verrichten des Gebets. Sunan Ibn Mājah 1/379. Und von ad-Dārimī in: Bāb al-witr ʿalā ar-rāḥila, aus dem Buch über das Gebet. Sunan ad-Dārimī 1/373. Und von Imam Aḥmad in: Bāb al-amr bi-l-witr, aus dem Buch über das Nachtgebet. al-Muwaṭṭa' 1/124. Und von Imam Aḥmad in: al-Musnad 2/7, 57, 138. Die zweite [Überlieferung] wurde verzeichnet von al-Bukhārī in: Bāb yanzilu li-l-maktūba, und Bāb man taṭawwaʿa fī as-safar fī ghayr dubur aṣ-ṣalāt..., aus dem Buch über die Gebetsverkürzung. Ṣaḥīḥ al-Bukhārī 2/56, 57. Und von Muslim in: Bāb jawāz ṣalāt an-nāfila ʿalā ad-dāba fī as-safar ḥaythumā tawajjahat. Ṣaḥīḥ Muslim 1/487. Ebenso wurde sie verzeichnet von an-Nasā'ī in: Bāb al-ḥāl allatī yajūzu fīhā istiqbāl ghayr al-qibla, aus dem Buch über das Gebet und die Qibla. al-Mujtabā 1/196, 197, 2/48. Und von Imam Aḥmad in: al-Musnad 2/132. Und nach der Überlieferung von ʿĀmir ibn Rabīʿa wurde sie verzeichnet von ad-Dārimī in: Bāb aṣ-ṣalāt fī ar-rāḥila, aus dem Buch über das Gebet. Sunan ad-Dārimī 1/356. Und von Imam Aḥmad in: al-Musnad 3/446.