ShamelaTranslate
Suche
Anmelden
ShamelaTranslate

© 2026 ShamelaTranslate. Wissenschaftliches Open-Access-Projekt.

Über unsKontaktSpendenImpressumDatenschutzNutzungsbedingungenWiderrufsbelehrungVerträge hier kündigen
Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 3 · Seite 13

Übersetzung · DE

Da die Rezitation eine Säule des Gebets ist, ist derjenige, der dazu fähig ist, vorzuziehen, so wie derjenige, der zum Stehen fähig ist, gegenüber demjenigen vorzuziehen ist, der dazu nicht in der Lage ist. Sollte man einwenden: Der Prophet – Friede und Segen Gottes seien auf ihm – habe nur deshalb den Rezitator als vorrangig für die Führung bestimmt, weil die Gefährten (9) unter sich denjenigen, der am besten rezitierte, auch am besten im Fiqh geschult hatten; denn wenn sie den Koran lernten, lernten sie zugleich dessen Bestimmungen. Ibn Mas'ud sagte: „Wir pflegten nicht über zehn Verse hinauszugehen, bis wir deren Befehle, deren Verbote und deren Bestimmungen kannten.“ Wir antworten: Der Wortlaut ist allgemein gehalten, daher muss man sich an seine Allgemeingültigkeit halten und nicht an den speziellen Anlass, und er darf nicht eingeschränkt werden, solange kein Beweis (10) für eine solche Einschränkung vorliegt. Zudem enthält der Hadith selbst Elemente, die diese Auslegung entkräften, denn der Prophet – Friede und Segen Gottes seien auf ihm – sagte: „Wenn sie in der Rezitation gleichauf sind, dann derjenige, der am kundigsten in der Sunna ist.“ Er hat also einen Vorzug unter ihnen hinsichtlich des Wissens um die Sunna begründet, obwohl sie in der Rezitation gleichauf waren. Hätte er den Rezitator nur aufgrund seines Wissensvorsprungs (11) vorgezogen, so hätte er sie bei Gleichstand in der Rezitation nicht auf denjenigen verwiesen, der am kundigsten in der Sunna ist. Wäre das Wissen um den Fiqh in gleichem Maße wie die Rezitation vorhanden, dann müsste aus der Gleichheit in der Rezitation auch eine Gleichheit in jenem folgen. Der Prophet – Friede und Segen Gottes seien auf ihm – sagte jedoch: „Der beste Rezitator unter euch ist Ubayy, der beste Richter unter euch ist 'Ali, der kundigste von euch in Bezug auf das Erlaubte und Verbotene ist Mu'adh ibn Dschabal, und der beste in der Erbschaftslehre (Fara'id) ist Zayd ibn Thabit“ (12). Er hat also denjenigen in Bezug auf das Fiqh bevorzugt, der in der Rezitation einen niedrigeren Rang einnimmt, und denjenigen in Bezug auf die Rezitation bevorzugt, der in Bezug auf das Richteramt, die Erbschaftslehre sowie das Wissen um das Erlaubte und Verbotene einen niedrigeren Rang einnimmt.

Anmerkungen

= 5/191. Abu Dawud, in: Kapitel „Wer am ehesten das Anrecht auf das Imamat hat“, aus dem Buch des Gebets, Sunan Abi Dawud 1/138. An-Nasa'i, in: Kapitel „Dass ein Mann mit dem Adhan eines anderen in der Stadt auskommt“, aus dem Buch des Adhan, und in: Kapitel „Das Imamat eines Jungen, bevor er die Pubertät erreicht“, aus dem Buch des Imamats, al-Mudschtaba 2/9, 63. Und Imam Ahmad, im Musnad 3/475, 5/30, 71. (9) In A, M: „seine Gefährten“. (10) In M gibt es den Zusatz: „darüber“. (11) In A, M: „Wissen“. (12) Überliefert von Ibn Madscha, in: Kapitel „Über die Vorzüge der Gefährten des Gesandten Gottes – Friede und Segen Gottes seien auf ihm –“, aus der Einleitung, mit einem längeren Kontext als diesem, Sunan Ibn Madscha 1/55. Ebenso überliefert von at-Tirmidhi, in: Kapitel „Die Vorzüge des Mu'adh ibn Dschabal...“, aus den Kapiteln über die Vorzüge, 'Aridat al-Ahwadhi 13/202. Imam Ahmad im Musnad 281, wobei bei beiden keine Erwähnung von 'Ali enthalten ist.

Arabisch (Quelle)

القِرَاءَةَ رُكْنٌ في الصَّلَاةِ فكان القادِرُ عليها أَوْلَى، كالقَادِرِ على القِيَامِ مع العَاجِزِ عنه. فإن قيل: إنَّما أَمَر النَّبِىُّ -صلى اللَّه عليه وسلم- بِتَقْدِيمِ القارِئ لأنَّ الصَّحابةَ (٩) كان أَقْرؤُهم أَفْقهَهُمْ، فإنَّهم كانوا إذا تَعَلَّمُوا القُرْآنَ تَعلَّمُوا معه أحْكَامَهُ، قال ابنُ مَسْعُودٍ: كُنَّا لا نُجَاوِزُ عَشْرَ آياتٍ حتى نَعْرِفَ أَمْرَها، ونَهْيَها، وأحْكَامَها. قلنا: اللَّفْظُ عامٌّ فيجبُ الأَخْذُ بِعُمُومِه دُونَ خُصُوصِ السَّبَبِ، ولا يُخَصُّ ما لم يَقُمْ دَلِيلُ (١٠) تَخْصِيصِه، علَى أنَّ في الحَدِيثِ ما يُبْطِلُ هذا التَّأْوِيلَ، فإنَّ النَّبِىَّ -صلى اللَّه عليه وسلم- قال: "فَإنِ اسْتَوَوْا فأَعْلَمُهُمْ بالسُّنَّةِ". ففاضَلَ بينهم في العِلْمِ بالسُّنَّةِ مع تَسَاوِيهِمْ في القِرَاءةِ، ولو قدَّم القارئَ لِزِيَادَةِ عِلْمِه (١١) لَما نقَلهم عندَ التَّسَاوِى فيه إلى الأعْلَمِ بالسُّنَّةِ، ولو كان العِلْمُ بالفِقْهِ على قَدْرِ القِرَاءَةِ لَلَزِمَ من التِّسَاوِى في القِرَاءَةِ التَّسَاوِى فيه، وقد قال النَّبِىُّ -صلى اللَّه عليه وسلم-: "أَقْرَؤُكُمْ أُبَىٌّ، وأَقْضَاكُمْ عَلِىٌّ، وأَعْلَمُكُمْ بالحَلَالِ والحَرَامِ مُعَاذُ بنُ جَبَلٍ، وأَفْرَضُكُم زَيْدُ بنُ ثابِتٍ" (١٢). فقد فَضَّلَ بالفِقْه مَن هو مَفْضُولٌ بالقِرَاءةِ، وفَضَّل بالقِرَاءةِ من هو مَفْضُولٌ بالقَضَاءِ والفَرَائِضِ وعِلْمِ الحَلالِ

Anmerkungen

= ٥/ ١٩١. وأبو داود، في: باب من أحق بالإمامة، من كتاب الصلاة. سنن أبي داود ١/ ١٣٨. والنسائي، في: باب اجتزاء المرء بأذان غيره في الحضر، من كتاب الأذان، وفى: باب إمامة الغلام قبل أن يحتلم، من كتاب الإمامة. المجتبى ٢/ ٩، ٦٣. والإمام أحمد، في: المسند ٣/ ٤٧٥، ٥/ ٣٠، ٧١.(٩) في أ، م: "أصحابه".(١٠) في م زيادة: "على".(١١) في أ، م: "علم".(١٢) أخرجه ابن ماجه، في: باب في فضائل أصحاب رسول اللَّه -صلى اللَّه عليه وسلم-، من المقدمة، بأطول من هذا السياق. سنن ابن ماجه ١/ ٥٥. وأخرجه الترمذي، في: باب مناقب معاذ بن جبل. . .، من أبواب المناقب. عارضة الأحوذى ١٣/ ٢٠٢، والإمام أحمد، في: المسند ٢٨١، وليس عندهما ذكر على.

ZurückBand 3 · Seite 13Weiter
Zurück3·13Weiter