und deren Stundung. Die Brüder von Joseph sagten: {Und gib uns als Almosen} (19). Mit der Nachricht war das Pflichtalmosen (Sadaqat al-Farḍ) gemeint, da sich die Bitte darauf bezog und der Artikel (Alif und Lām) sich auf das bereits Erwähnte bezieht. Jaʿfar ibn Muḥammad überlieferte von seinem Vater, dass er aus Wasserstellen zwischen Mekka und Medina trank. Ich fragte ihn: ‚Trinkst du von der Sadaqa?‘ Er antwortete: ‚Verboten ist uns lediglich das verpflichtende Almosen (Sadaqa al-Mafruḍa)‘ (20). Es ist zulässig, dass sie von Vermächtnissen (Waṣāyā) für die Armen sowie von Gelübden (Nudhūr) nehmen, da beides freiwillig (Taṭawwuʿ) ist, ähnlich wie wenn ihnen etwas testamentarisch vermacht worden wäre. Hinsichtlich der Sühneleistung (Kaffāra) gibt es zwei Meinungen: Die erste besagt, es sei zulässig, da sie keine Zakāt darstellt und nicht der Schmutz der Menschen ist; sie ähnelt somit dem freiwilligen Almosen. Die zweite besagt, es sei nicht zulässig, da sie verpflichtend ist und somit der Zakāt gleicht.
Abschnitt: Jedem, dem das Pflichtalmosen (Sadaqat al-Farḍ) verboten ist – ob Reiche, Verwandte des Gebenden, Ungläubige oder andere –, darf das freiwillige Almosen (Sadaqat al-Taṭawwuʿ) gegeben werden, und es ist ihnen erlaubt, es anzunehmen. Allah, der Erhabene, sagt: {Und sie geben Speise, trotz ihrer Liebe dazu, dem Armen, der Waise und dem Gefangenen} (22). Der Gefangene war zu jener Zeit nur ein Ungläubiger. Von Asmāʾ bint Abī Bakr (möge Allah mit beiden zufrieden sein) wird überliefert, dass sie sagte: ‚Meine Mutter kam zu mir, während sie eine Götzendienerin war. Ich fragte: „O Gesandter Allahs, meine Mutter ist zu mir gekommen und möchte Kontakt. Soll ich sie freundschaftlich behandeln?“ Er antwortete: „Ja, behandle deine Mutter freundschaftlich“‘ (23). Und ʿUmar bekleidete einen Bruder von sich, der ein Götzendiener war (24), mit einem Gewand, das ihm der Prophet (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) gegeben hatte.
(19) Sure Yūsuf 88. (20) Ibn Ḥajar schrieb dies al-Shāfiʿī und al-Bayhaqī zu. Talkhīṣ al-Ḥabīr 3/115. (21) Fehlt in den Manuskripten A, B und M. (22) Sure al-Insān 8. (23) Herausgebracht von al-Bukhārī im Kapitel: ‚Das Geschenk an die Götzendiener‘ aus dem Buch der Schenkungen (Hiba); im Kapitel: ‚Es erzählte uns ʿAbdān‘ aus dem Buch der Dschizya; im Kapitel: ‚Die Pflege der Mutter durch die Frau, während sie verheiratet ist‘ sowie im Kapitel: ‚Die Pflege des götzendienerischen Vaters‘ aus dem Buch der Etikette (Adab). Ṣaḥīḥ al-Bukhārī 3/215, 4/126, 8/5. Und von Muslim im Kapitel: ‚Vorzug der Ausgaben und der Sadaqa für die Verwandten‘ aus dem Buch der Zakāt 2/696. Und von Abū Dāwūd im Kapitel: ‚Sadaqa für die Schutzbefohlenen (Ahl adh-Dhimma)‘ aus dem Buch der Zakāt. Sunan Abī Dāwūd 1/388. Und von Imām Aḥmad im Musnad 6/344, 347, 355. (24) Fehlt in M.
وإنْظَارِهِ. وقال إخْوَةُ يوسفَ: {وَتَصَدَّقْ عَلَيْنَا} (١٩). والخَبَرُ أُرِيدَ به صَدَقَةُ الفَرْضِ، لأنَّ الطَّلَبَ كان لها، والألِفُ واللَّامُ تعودُ إلى المَعْهُودِ. ورَوَى جعفرُ بن محمدٍ، عن أبِيهِ أنَّه كان يَشْرَبُ مِن سِقَاياتٍ بين مَكَّةَ والمَدِينَة. فقلتُ له: أَتَشْرَبُ من الصَّدَقَةِ؟ فقال: إنَّما حُرِّمَتْ عَلَيْنا الصَّدَقَةُ المَفْرُوضَةُ (٢٠). ويجوزُ أن يَأخُذُوا من الوَصَايَا لِلْفُقَراءِ، ومن النُّذُورِ؛ لأنَّهما تَطَوُّعٌ، فأشْبَهَ ما لو وُصِّىَ لهم. وفي الكَفَّارَةِ وَجْهانِ: أحَدُهما، يجوزُ؛ لأنَّها ليست بزكاةٍ، ولا هي أَوْسَاخُ النَّاسِ، فأشْبَهَتْ صَدَقَةَ التَّطَوُّعِ. والثاني، لا يجوزُ، لأنَّها وَاجِبَةٌ، أشْبَهَتِ الزكاةَ.
فصل: وكُلُّ مَن حُرِّمَ عليه (٢١) صَدَقَةُ الفَرْضِ من الأغْنِياءِ وقَرَابَةِ المُتَصْدِّقِ والكَافِرِ وغَيْرِهِم، يجوزُ دَفْعُ صَدَقَة التَّطَوُّعِ إليهم، ولهم أخْذُها، قال اللهُ تعالى: {وَيُطْعِمُونَ الطَّعَامَ عَلَى حُبِّهِ مِسْكِينًا وَيَتِيمًا وَأَسِيرًا} (٢٢). ولم يكن الأسِيرُ يَوْمَئِذٍ إلَّا كافرًا، وعن أسماءَ بنتِ أبي بكرٍ، رَضِيَ اللهُ عنهما، قالت: قَدِمتْ عليَّ أُمِّي وهي مُشْرِكَةٌ، فقلتُ: يا رَسولَ اللهِ، إنَّ أُمِّي قَدِمَتْ عليَّ وهي رَاغِبَةٌ، أفأصِلُها؟ قال: "نعم، صِلِي أُمَّكِ" (٢٣). وكَسَا عمرُ أخًا له مُشْرِكًا (٢٤) حُلَّةً كان النَّبِيُّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ-
(١٩) سورة يوسف ٨٨.(٢٠) عزاه ابن حجر إلى الشافعي والبيهقي. تلخيص الحبير ٣/ ١١٥.(٢١) سقط من: أ، ب، م.(٢٢) سورة الإنسان ٨.(٢٣) أخرجه البخاري، في: باب الهدية للمشركين، من كتاب الهبة، وفي: باب حدثنا عبدان، من كتاب الجزية، وفي: باب صلة المرأة أمها ولها زوج، وباب صلة الوالد المشرك، من كتاب الأدب. صحيح البخاري ٣/ ٢١٥، ٤/ ١٢٦، ٨/ ٥. ومسلم، في: باب فضل النفقة والصدقة على الأقربين. . .، من كتاب الزكاة ٢/ ٦٩٦. وأبو داود، في: باب الصدقة على أهل الذمة، من كتاب الزكاة. سنن أبي داود ١/ ٣٨٨. والإمام أحمد، في: المسند ٦/ ٣٤٤، ٣٤٧، ٣٥٥.(٢٤) سقط من: م.