„Die Sadaqa ist weder für einen Reichen noch für jemanden, der körperlich gesund und arbeitsfähig ist, zulässig.“ Dies wurde von Abū Dāwūd und al-Tirmidhī (3) herausgebracht, der sagte: Ein Ḥasan-Ḥadīth. Zudem führt die Annahme eines Reichen dazu, dass die Zuwendung die Bedürftigen nicht erreicht, was dem Zweck ihrer Verpflichtung widerspricht, nämlich die Armen durch sie zu versorgen. Die Gelehrten sind sich uneins über den Grad des Reichtums, der die Entgegennahme verbietet. Von Aḥmad wurden dazu zwei Überlieferungen berichtet: Die bekannteste besagt, dass es der Besitz von fünfzig Dirham oder deren Wert an Gold ist, oder das Vorhandensein von Mitteln, die einen dauerhaften Lebensunterhalt sichern, wie durch Erwerbstätigkeit (4), Handel, [Einkünfte aus Immobilien] (5) oder ähnlichem. Wenn jemand an Handelswaren, Getreide, weidendem Vieh oder Immobilien weniger besitzt, als für den Lebensunterhalt nötig ist, so ist er nicht als „reich“ einzustufen, selbst wenn er einen Niṣāb erreicht. Dies ist die offizielle Lehrmeinung (Ẓāhir) seiner Schule und die Ansicht von al-Thaurī, al-Nakhaʿī, Ibn al-Mubārak und Isḥāq. Es wurde von ʿAlī und ʿAbdallāh überliefert, dass sie sagten: „Die Sadaqa ist demjenigen nicht erlaubt, der fünfzig Dirham besitzt, oder deren Gegenwert oder deren Wert in Gold.“ (6) Dies stützt sich auf die Überlieferung von ʿAbdallāh ibn Masʿūd, der sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: „Wer bittet, obwohl er das hat, was ihn unabhängig macht, dessen Bettelei erscheint am Tag der Auferstehung als Wunden, Kratzer oder Abschürfungen (7) in seinem Gesicht.“ Man fragte: „O Gesandter Allahs, was macht einen reich (einen Grund für die Unzulässigkeit der Sadaqa)?“ Er antwortete: „Fünfzig Dirham oder deren Wert in Gold.“ Dies überlieferte
= 1/379; al-Nasāʾī im Kapitel: ‚Über das Bitten des körperlich gesunden Erwerbstätigen‘, aus dem Buch der Zakāt, al-Mudjtabā 5/75; al-Dāraquṭnī im Kapitel: ‚Die Sadaqa ist weder für einen Reichen noch für einen kräftigen, arbeitsfähigen Menschen zulässig‘, aus dem Buch der Zakāt, Sunan al-Dāraquṭnī 2/119; und Imam Aḥmad im Musnad 4/224, 5/362. (3) Herausgebracht von Abū Dāwūd im oben genannten Kapitel und an der oben genannten Stelle; al-Tirmidhī im Kapitel: ‚Wer keine Sadaqa empfangen darf‘, aus den Büchern der Zakāt, ʿĀriḍat al-Aḥwadhī 3/151. Ebenso herausgebracht von al-Nasāʾī im Kapitel: ‚Wenn jemand keine Dirham besitzt, aber den Gegenwert davon‘, aus dem Buch der Zakāt, al-Mudjtabā 5/74; Ibn Mādscha im Kapitel: ‚Wer bittet, obwohl er über Reichtum verfügt‘, aus dem Buch der Zakāt, Sunan Ibn Mādscha 1/589; al-Dārimī im Kapitel: ‚Wem die Sadaqa zulässig ist‘, aus dem Buch der Zakāt, Sunan al-Dārimī 1/386; al-Dāraquṭnī im oben genannten Kapitel, Sunan al-Dāraquṭnī 2/118; und Imam Aḥmad im Musnad 2/164, 192, 377, 389, 4/62, 5/375. (4) Im Original: „maksab“. (5) In B, M: „oder Immobilien“. (6) Herausgebracht von Ibn Abī Schaiba im Kapitel: ‚Wer sagt, dass die Sadaqa nicht zulässig ist, wenn er fünfzig Dirham besitzt‘, aus dem Buch der Zakāt, al-Muṣannaf 3/108. (7) Al-Khumūsch, al-Khudūsch und al-Kudūch: einander nahestehende Begriffe, die das Zerkratzen des Gesichts mit dem Fingernagel, einem Eisenstück oder Ähnlichem bezeichnen.
"لا تَحِلُّ الصَّدَقَةُ لِغَنِيٍّ، ولا لِذِي مِرَّةٍ سَوِيٍّ" أخْرَجَهُ أبو دَاوُدَ، والتِّرْمِذِيُّ (٣)، وقال: حَدِيثٌ حَسَنٌ. ولأنَّ أخْذَ الغَنِيِّ منها يَمْنَعُ وُصُولَها إلى أهْلِها، ويُخِلُّ بِحِكْمَةِ وُجُوبِها، وهو إغْناءُ الفُقَراءِ بها. واخْتَلَفَ العُلَماءُ في الغِنَى المَانِعِ من أخْذِها. ونُقِلَ عن أحمدَ فيه رِوايَتانِ: أظْهَرُهما، أنَّه مِلْكُ خَمْسِينَ دِرْهَمًا، أو قِيمَتِها من الذَّهَبِ، أو وُجُودُ ما تَحْصُلُ به الكِفايَةُ على الدَّوَامِ؛ من كَسْبٍ (٤)، أو تِجارَةٍ، [أو أجْرِ عَقارٍ] (٥)، أو نحوِ ذلك. ولو مَلَكَ من العُرُوضِ، أو الحُبُوبِ، أو السَّائِمَةِ، أو العَقَارِ، ما لا تَحْصُلُ به الكِفَايَةُ، لم يَكُنْ غَنِيًّا، وإن مَلَكَ نِصَابًا، هذا الظَّاهِرُ من مَذْهَبِه، وهو قَوْلُ الثَّوْرِيِّ، والنَّخَعِيِّ، وابْنِ المبارَكِ، وإسحاقَ. وَرُوِيَ عن عليٍّ، وعبدِ اللهِ، أنَّهما قالا: لا تَحِلُّ الصَّدَقَةُ لِمَنْ له خَمْسُونَ دِرْهَمًا، أو عِدْلُهَا، أو قِيمَتُهَا من الذَّهَبِ (٦). وذلك لما رَوَى عبدُ اللهِ ابنُ مسعودٍ، قال: قال رسولُ اللهِ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ-: "مَنْ سَألَ، ولَهُ ما يُغْنِيهِ، جَاءَتْ مَسْألَتُه يَوْمَ القِيَامَةِ خُمُوشًا، أو خُدُوشًا، أو كُدُوحًا (٧)، في وَجْهِه". فقيل: يا رسولَ اللهِ، ما الغِنَى؟ قال: "خَمْسُونَ دِرْهَمًا، أو قِيمَتُها من الذَّهَبِ". رَوَاه
= ١/ ٣٧٩. والنسائي، في: باب مسألة القوي المكتسب، من كتاب الزكاة. المجتبى ٥/ ٧٥. والدارقطنى، في: باب لا تحل الصدقة لغنى ولا لذي مرة سوى، من كتاب الزكاة. سنن الدارقطني ٢/ ١١٩. والإمام أحمد، في: المسند ٤/ ٢٢٤، ٥/ ٣٦٢.(٣) أخرجه أبو داود، في الباب السابق والموضع السابق. والترمذي، في: باب من لا تحل له الصدقة، من أبواب الزكاة. عارضة الأحوذي ٣/ ١٥١. كما أخرجه النسائي، في: باب إذا لم يكن له دراهم وكان له عدلها، من كتاب الزكاة. المجتبى ٥/ ٧٤. وابن ماجه، في: باب من سأل عن ظهر غنى، من كتاب الزكاة. سنن ابن ماجه ١/ ٥٨٩. والدارمي، في: باب من تحل له الصدقة، من كتاب الزكاة. سنن الدارمي ١/ ٣٨٦. والدارقطني، في الباب السابق. سنن الدارقطني ٢/ ١١٨. والإمام أحمد، في: المسند ٢/ ١٦٤، ١٩٢، ٣٧٧، ٣٨٩، ٤/ ٦٢، ٥/ ٣٧٥.(٤) في الأصل: "مكسب".(٥) في ب، م: "أو عقار".(٦) أخرجه ابن أبي شيبة، في: باب من قال لا تحل له الصدقة إذا ملك خمسين درهما، من كتاب الزكاة. المصنف ٣/ ١٠٨.(٧) الخموش والخدوش والكدوح: ألفاظ متقاربة، بمعنى خدش الوجه بظفر أو حديدة أو نحوهما.