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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 4 · Seite 12

Übersetzung · DE

Dies ist ein übereinstimmend akzeptierter (Muttafaq 'alayh) Hadith. Mit „al-Sa'ima“ (auf der Weide grasende Tiere) sind jene gemeint, die auf der Weide grasen. Man sagt „samata, tasumu, sawman“, wenn ein Tier grast. „Asamtuha“ bedeutet: „Ich habe sie (die Tiere) auf die Weide geführt“, und „sawwamtuha“: „Ich habe sie zu Sa'ima-Tieren gemacht“. Davon abgeleitet ist das Wort Allahs des Erhabenen: „Und von ihm gibt es Bäume, auf denen ihr weidet (tusimun)“ (Sure An-Nahl 10), was bedeutet: „ihr lasst sie grasen“. Die Erwähnung der „Sa'ima“ dient der Abgrenzung von „al-Ma'lufa“ (den mit Futter versorgten Tieren) und den „'Awamil“ (den Arbeitstieren), denn für diese entfällt nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten die Zakah. Von Malik wurde überliefert, dass auf „Nawadih“ (Lastkamele, die zum Wassertransport genutzt werden) und „al-Ma'lufa“ Zakah anfällt, aufgrund der Allgemeinheit der Aussage des Propheten - Allah segne ihn und gebe ihm Frieden -: „Für jede fünf [Kamele] ist eine Schafe abzugeben.“ Ahmad sagte: „Für Arbeitstiere fällt keine Zakah an, auch wenn die Gelehrten von Medina der Ansicht sind, dass sie zakahpflichtig seien, doch gibt es dafür bei ihnen kein stichhaltiges Fundament.“ Unser Gegenargument stützt sich auf die Aussage des Propheten - Allah segne ihn und gebe ihm Frieden -: „Für jedes Sa'ima-Tier ist bei je vierzig eine Bint Labun abzugeben“, wie im Hadith von Bahz ibn Hakim festgehalten. Er hat dies also auf die „Sa'ima“ eingeschränkt, was darauf hinweist, dass für andere keine Zakah anfällt. Deren Hadith ist allgemein gehalten, daher muss er auf den eingeschränkten (Hadith) angewandt werden. Zudem wird bei der Zakah die Eigenschaft des Wachstums (Nama') als Voraussetzung betrachtet, und das Futter der „Ma'lufa“ verzehrt ihr Wachstum, es sei denn, man hält sie für den Handel, dann fällt darauf die Handelszakah an.

Anmerkungen

(10) Herausgegeben von al-Bukhari in: „Bab ma uddiya zakatuhu falaysa bi-kanz“ (Kapitel über das, wessen Zakah entrichtet wurde, ist kein Horten), „Bab Zakat al-Wariq“, „Bab laysa fima duna khams dhawd sadaqa“, und „Bab laysa fima duna khamsat awsuq sadaqa“, aus dem Buch „Kitab al-Zakah“. Sahih al-Bukhari 2/133, 143, 144, 148, 156. Und Muslim, am Anfang des Buches „Kitab al-Zakah“. Sahih Muslim 2/674, 675. Ebenso herausgegeben von Abu Dawud in: „Bab ma tajibu fihi al-Zakah“, aus dem Buch „Kitab al-Zakah“. Sunan Abi Dawud 1/357. Al-Tirmidhi in: „Bab ma ja'a fi sadaqat al-zar' wa al-tamr wa al-hubub“, aus den Kapiteln über die Zakah. 'Aridat al-Ahwadhi 3/120, 121. Al-Nasa'i in: „Bab Zakat al-Ibil“, „Bab Zakat al-Wariq“, „Bab Zakat al-Hubub“ und „Bab al-qadr alladhi tajibu fihi al-sadaqa“, aus dem Buch „Kitab al-Zakah“. Al-Mujtaba 5/12, 26, 30, 31. Ibn Majah in: „Bab ma tajibu fihi al-zakah min al-amwal“, aus dem Buch „Kitab al-Zakah“. Sunan Ibn Majah 1/572. Al-Darimi in: „Bab ma la yajibu fihi al-sadaqa min al-hubub wa al-wariq wa al-dhahab“, aus dem Buch „Kitab al-Zakah“. Sunan al-Darimi 1/384. Imam Malik in: „Bab ma tajibu fihi al-Zakah“, aus dem Buch „Kitab al-Zakah“. Al-Muwatta 1/244, 245. Imam Ahmad in: „Al-Musnad“ 2/92, 402, 403, 3/6, 30, 45, 59, 60, 73, 74, 79, 86, 296. (11) Sure An-Nahl 10. (12) In M: „al-'Alufa“. (13) Fehlt in: M. (14) „Nadaha al-ba'ir al-ma'“: Ein Kamel, das Wasser von einem Fluss oder Brunnen zum Bewässern der Pflanzen trägt, ist ein „Nadih“. (15) Bereits erwähnt auf Seite 7.

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