Abschnitt: Was das Land betrifft, von dem die Bewohner aus Furcht vor den Muslimen geflohen sind, so wird dieses durch das bloße Erscheinen darüber zu einem Waqf (Stiftungsgut); denn dies ist für dieses Land bestimmt, da es keinen Beutenehmer gab. Somit ist dessen rechtliche Stellung die eines Faiʾ, das allen Muslimen gemeinsam zusteht. Es wurde jedoch überliefert, dass es erst dann zum Waqf wird, wenn der Imam es als solches festlegt, wobei seine rechtliche Stellung dann der des gewaltsam eroberten Landes (ʿAnwa) entspricht, sofern dieses gestiftet wurde. Was das Land betrifft, über das mit den Ungläubigen ein Vergleich (Ṣulḥ) (39) geschlossen wurde, unter der Bedingung, dass das Land uns gehört und wir sie gegen einen bekannten Kharādsch-Tribut darauf belassen, so ist auch dies ein Waqf, dessen rechtliche Stellung der des bereits Erwähnten gleicht. Denn der Prophet – Gott segne ihn und gewähre ihm Heil – eroberte Chaibar und schloss mit dessen Bewohnern einen Vergleich, dass sie das Land bewirtschaften und die Hälfte dessen Ertrags erhalten, sodass es den Muslimen und nicht ihnen gehörte (40). Er schloss mit den Banū an-Nadīr einen Vergleich, dass er sie aus Medina vertreiben werde und ihnen die Habe und Güter zustünden, welche die Kamele tragen konnten, mit Ausnahme der Ḥalqa (41) – womit Waffen gemeint sind –, was somit zu dem gehörte, was Gott Seinem Gesandten als Beute (Faiʾ) zuteilte. Was jedoch das Land betrifft, über das ein Vergleich geschlossen wurde, dass das Land ihnen gehöre und wir sie gegen einen bekannten Kharādsch-Tribut darauf belassen: Dieser Kharādsch entspricht der Dschizya, er fällt weg, wenn sie zum Islam konvertieren, und das Land gehört ihnen ohne Belastung durch einen Kharādsch; denn der Kharādsch, der ihnen auferlegt wurde, war lediglich aufgrund ihres Unglaubens, gleichbedeutend mit der Dschizya, die auf ihre Köpfe auferlegt wurde. Wenn sie also konvertieren, fällt er weg, ebenso wie die Dschizya wegfällt, und das Land verbleibt als ihr Eigentum, ohne dass darauf ein Kharādsch lastet. Sollte das Land auf einen Muslim übergehen, so ist darauf aus diesem Grund kein Kharādsch zu entrichten.
(39) In A, M: "ṣālaḥa". (40) In A, M: "minhum". Er (der Hadith) wurde von al-Buchārī herausgegeben in: Kapitel: Wenn man Land pachtet und einer von beiden stirbt, aus dem Buch der Pacht (Idschāra); in: Kapitel: Die Bewirtschaftung (Muzāraʿa) mit den Juden, Kapitel: Wenn die Jahre bei der Bewirtschaftung nicht festgelegt wurden, aus dem Buch der Landwirtschaft und Bewirtschaftung (al-Ḥarth wa-l-Muzāraʿa); in: Kapitel: Die Bedingungen bei der Transaktion, aus dem Buch der Bedingungen; und in: Kapitel: Die Transaktion des Propheten – Gott segne ihn und gewähre ihm Heil – mit den Bewohnern von Chaibar, aus dem Buch der Feldzüge. Sahīh al-Buchārī 3/123, 138, 249, 5/179. Und von Muslim in: Kapitel: Die Teilpacht (Musāqāt) und Transaktion mit einem Teil der Früchte und der Ernte, aus dem Buch der Musāqāt. Sahīh Muslim 3/186. Und von Abū Dāwūd in: Kapitel über die Musāqāt, aus dem Buch der Käufe. Sunan Abī Dāwūd 2/235. Und von at-Tirmidhī in: Kapitel, was über die Bewirtschaftung erwähnt wurde, aus den Kapiteln über die Bewirtschaftung. ʿĀridat al-Ahwadhī 6/135. Und von Ibn Mādscha in: Kapitel: Transaktion mit Dattelpalmen und Weinreben, aus dem Buch der Pfänder. Sunan Ibn Mādscha 2/824, 825. Und von Imam Mālik in: Kapitel, was über die Musāqāt gekommen ist, aus dem Buch der Musāqāt. al-Muwattaʾ 2/703. (41) Herausgegeben von Abū Dāwūd in: Kapitel: Über die Nachricht von an-Nadīr, aus dem Buch über Kharādsch, Faiʾ und Herrschaft. Sunan Abī Dāwūd 2/140.
فصل: فأمَّا ما جَلَا عنها أهْلُها خَوْفًا من المُسْلِمِينَ، فهذه تَصِيرُ وَقْفًا بِنَفْسِ الظُّهُورِ عليها؛ لأنَّ ذلك مُتَعَيِّنٌ فيها، إذْ لم يَكُنْ لها غانِمٌ، فكان حُكْمُها حُكْمَ الفَىْءِ يَكُونُ لِلْمُسْلِمِينَ كُلِّهم. وقد رُوِىَ أنَّها لا تَصِيرُ وَقْفًا حتى يَقِفَها الإِمامُ، وحُكْمُها حُكْمُ العَنْوَةِ إذا وُقِفَتْ. وما صُولِحَ (٣٩) عليه الكُفَّار من أَرْضِهم، على أنَّ الأَرْضَ لَنَا، ونُقِرُّهُمْ فيها بِخَراجٍ مَعْلُومٍ، فهو وَقْفٌ أَيْضًا، حُكْمُه حُكْمُ ما ذَكَرْنَاهُ؛ لأنَّ النَّبِيَّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْه وَسَلَّمَ- فَتَحَ خَيْبَرَ، وصَالَحَ أَهْلَها على أن يَعْمُرُوا أَرْضَها، ولهم نِصْفُ ثَمَرَتِها، فكانت لِلْمُسْلِمِينَ دُونَهم (٤٠)، وصَالَحَ بَنِى النَّضِيرِ علَى أن يُجْلِيَهم من المَدِينَةِ، ولهم ما أَقَلَّتِ الإِبِلُ من الأمْتِعَةِ والأمْوَالِ، إلَّا الحَلْقَةَ (٤١) -يعنى السِّلَاحَ- فكانت مِمَّا أفَاءَ اللهُ على رَسُولِهِ. فأمَّا ما صُولِحُوا عليه، على أنَّ الأرْضَ لهم، ونُقِرُّهُم فيها بِخَرَاجٍ مَعْلُومٍ. فهذا الخَراجُ في حُكْمِ الجِزْيَةِ، تَسْقُطُ بِإسْلامِهِم، والأرْضُ لهم لا خَرَاجَ عليها؛ لأنَّ الخَرَاجَ الذى ضُرِبَ عليهم إنَّما كان من أَجْلِ كُفْرِهم، بِمَنْزِلَةِ الجِزْيَةِ المَضْرُوبَةِ على رُءُوسِهم، فإذا أَسْلَمُوا سَقَطَ، كما تَسْقُطُ الجِزْيَةُ، وتَبْقَى الأَرْضُ مِلْكًا لهم، لا خَرَاجَ عليها. ولو انْتَقَلَتِ الأَرْضُ إلى مُسْلِمٍ، لم يَجِبْ عليها خَرَاجٌ لذلك.
(٣٩) في أ، م: "صالح".(٤٠) في أ، م: "منهم".وأخرجه البخارى، في: باب إذا استأجر أرضا فمات أحدهما، من كتاب الإجارة، وفى: باب المزارعة مع اليهود، وباب إذا لم يشترط السِّنِين في المزارعة، من كتاب الحرث والمزارعة، وفى: باب الشروط في المعاملة، من كتاب الشروط، وفى: باب معاملة النبي -صَلَّى اللهُ عَلَيْه وَسَلَّمَ- أهل خيبر، من كتاب المغازى. صحيح البخارى ٣/ ١٢٣، ١٣٨، ٢٤٩، ٥/ ١٧٩. ومسلم، في: باب المساقاة والمعاملة بجزء من الثمر والزرع، من كتاب المساقاة. صحيح مسلم ٣/ ١٨٦. وأبو داود، في: باب في المساقاة، من كتاب البيوع. سنن أبي داود، ٢/ ٢٣٥. والترمذى، في: باب ما ذكر في المزارعة، من أبواب المزارعة. عارضة الأحوذى ٦/ ١٣٥. وابن ماجه، في: باب معاملة النخيل والكرم، من كتاب الرهون. سنن ابن ماجه ٢/ ٨٢٤، ٨٢٥. والإِمام مالك، في: باب ما جاء في المساقاة، من كتاب المساقاة. الموطأ ٢/ ٧٠٣.(٤١) أخرجه أبو داود، في: باب في خبر النضير، من كتاب الخراج والفىء والإِمارة. سنن أبي داود ٢/ ١٤٠.