Was das Alter betrifft, so verhindert es (8) nicht (9) die Nachsicht gegenüber dem Eigentümer in beiden Fällen, genau wie Beträge unterhalb des Nisab erlassen sind und auch das, was darüber hinausgeht, unter gewissen Umständen erlassen ist. Die offenkundige Ansicht unserer Anhänger ist, dass die Bestimmung für junge Kamele (Fuslan) und junge Rinder ('Ujul) die gleiche ist wie die Bestimmung für die Sakhla (Lämmer/Zicklein), so wie wir es bei den Schafen dargelegt haben. Der Ausgleich erfolgt dann durch den Wert anstelle einer Alterssteigerung, wie wir es beim Entnehmen männlicher Tiere von männlichen Tieren gesagt haben. Es ist auch möglich, dass die Entnahme von jungen Kamelen und Rindern nicht zulässig ist – dies ist die Ansicht von al-Shafi'i –, damit dies nicht zu einer Gleichsetzung zwischen den verschiedenen Pflichtabgaben (Furuḍ) führt. Denn dies würde dazu führen, dass man ein Bint Makhad (einjähriges Kamel) für 25, 36, 46 und 61 Tiere entnimmt, und zwei Bint Labun (zweijährige Kamele) für 76, 91 und 120 Tiere. Zudem würde dies zu einem Übergang von einem Bint Labun bei 61 Tieren zu zwei Tieren bei 76 Tieren führen, bei einer Annäherung des Waqs (Intervall zwischen den Schwellenwerten), obwohl dazwischen im Ursprung vierzig Tiere liegen. Die Überlieferung kam in Bezug auf die Sakhla, weshalb ein Analogieschluss (Qiyas) der Fuslan und 'Ujul auf diese aufgrund des Unterschieds zwischen ihnen (10) ausgeschlossen ist.
Kapitel: Wer einen Nisab an jungen Tieren besitzt, für den beginnt das Zakat-Jahr, sobald er sie besitzt. Nach einer Überlieferung von Ahmad beginnt das Jahr erst, wenn sie ein Alter erreichen, in dem ihresgleichen für die Zakat ausreicht. Dies ist auch die Ansicht von Abu Hanifa, und dies wurde auch von al-Sha'bi berichtet. Denn es wurde vom Propheten (ﷺ) überliefert, dass er sagte: "Bei den Sakhla gibt es keine Zakat." Er sagte auch: "Nimm nicht von einem säugenden Tier" (11) (12). Zudem ist das Alter ein Kriterium, durch das sich die Pflichtabgabe ändert, daher hat sein Mangel einen Einfluss auf die Zakat, wie die Anzahl. Unser Argument ist, dass die Sakhla mit anderen Tieren zusammen gezählt werden, also werden sie auch für sich allein gezählt, wie die Muttertiere. Die Überlieferung wird von Jabir al-Ju'fi überliefert, welcher schwach ist, von al-Sha'bi als Mursal, und zudem ist sie so zu verstehen, dass sie nicht fällig ist vor...
(8) In (m): "falaysat". (9) In der Vorlage und (b): "tamta'u". (10) In (m): "'alayhima". (11) In (m): "waḍi'" (eine Verfälschung). (12) Die Quellenangabe wurde bereits auf Seite 45 zum Hadith von Suwayd ibn Ghafala angeführt.