Die Entrichtung der Zakāt an den Imam ist zulässig, unabhängig davon, ob er gerecht oder ungerecht ist, und ungeachtet dessen, ob es sich um offenkundiges oder verborgenes Vermögen handelt. Man wird durch die Übergabe an ihn von der Schuld befreit, ganz gleich, ob das Vermögen in den Händen des Imams verloren geht oder nicht, oder ob er es für die vorgesehenen Zwecke verwendet oder nicht. Dies beruht auf dem, was wir von den Gefährten (Gott habe Wohlgefallen an ihnen) überliefert haben, und darauf, dass der Imam rechtlich gesehen ihr Stellvertreter ist. Somit tritt durch die Abgabe an ihn die Entlastung ein, wie im Falle des Vormunds einer Waise, wenn dieser das Vermögen für sie in Empfang nimmt. Es besteht zudem kein Dissens in der Rechtsschule darüber, dass der Besitzer des Vermögens es auch eigenhändig verteilen darf.
Abschnitt: Wenn die Khawārij oder die Rebellen (al-bughāt) die Zakāt einfordern, ist die Pflicht für den Besitzer erfüllt. Ibn al-Mundhir berichtet von Ahmad, al-Schāfiʿī und Abū Thawr bezüglich der Khawārij, dass die Entrichtung an sie ausreicht. Ebenso gilt dies für jeden Herrscher, der sie einnimmt; die Pflicht ist für den Besitzer erfüllt, unabhängig davon, ob er dabei gerecht handelt oder Ungerechtigkeit begeht, und ob er sie gewaltsam einzieht oder man sie ihm freiwillig übergibt. Abū Sālih sagte: Ich fragte Saʿd ibn Abī Waqqās, Ibn ʿUmar, Jābir, Abū Saʿīd al-Khudrī und Abū Huraira und sagte: „Dieser Sultan tut, was ihr seht, soll ich ihm meine Zakāt übergeben?“ Sie antworteten alle: „Ja.“ Ibrāhīm sagte: „Es erfüllt deine Pflicht, wenn die Zolleinnehmer sie von dir einfordern.“ Es ist überliefert, dass Salama ibn al-Akwaʿ seine Sadaqa an Najda zahlte. Über Ibn ʿUmar wird berichtet, dass er bezüglich des Steuereinnehmers von Ibn al-Zubayr und des Steuereinnehmers von Najda befragt wurde und antwortete: „An welchen von beiden du sie auch zahlst, es erfüllt deine Pflicht.“ Dies ist auch die Ansicht der Anhänger der Meinung (Ahl al-Ra'y) in Bezug auf das, worüber sie keine Gewalt hatten. Sie sagten: „Wenn jemand an den Khawārij vorbeizieht und sie von ihm den Zehnten (ʿUshr) erheben, so ersetzt dies nicht seine Zakāt.“ Abū ʿUbaid sagte bezüglich der Khawārij, die die Zakāt einnehmen: „Wer sie an sie zahlt, muss sie erneut entrichten, da sie keine rechtmäßigen Imame sind und somit den Wegelagerern gleichen.“ Wir stützen uns auf die Aussage der Gefährten (Gott habe Wohlgefallen an ihnen), für die uns in ihrer Ära kein Widerspruch bekannt ist, was sie zu einem Konsens (Ijmāʿ) erhebt. Zudem hat man sie an Inhaber der Befugnis gezahlt, was der Zahlung an die Rebellen ähnelt.
(22) Aus M weggelassen. (23) Überliefert von ʿAbd al-Razzāq in: Kapitel über den Ort der Sadaqa und das Zahlen der Sadaqa an ihrem richtigen Ort, aus dem Buch der Zakāt. Al-Musannaf 4/48. Ebenso erwähnt von Abū ʿUbaid in: Al-Amwāl 574. (24) Überliefert von Ibn Abī Schaiba in: Kapitel über die beiden Bevollmächtigten, die die Sadaqa von einer Person fordern, aus dem Buch der Zakāt. Al-Musannaf 3/223. (25) Al-Amwāl 575.
دَفْعَها إلى الإمامِ جائزٌ (٢٢)، سَوَاءٌ كان عَادِلًا أو غيرَ عَادِلٍ، وسَوَاءٌ كانت من الأمْوَالِ الظَّاهِرَةِ أو البَاطِنَةِ، وَيبْرأُ بِدَفْعِها سَوَاءٌ تَلِفَتْ في يَد الإمَامِ أو لم تَتْلَفْ، أو صَرَفَها في مَصَارِفِها أو لم يَصْرِفْها؛ لما ذَكَرْنا عن الصَّحَابَةِ، رَضِيَ اللَّه عنهم، ولأنَّ الإمامَ نَائِبٌ عنهم شَرْعًا فبَرِئ بِدَفْعِها إليه، كوَلِيِّ اليَتيمِ إذا قَبَضَها له، ولا يَخْتَلِفُ المذهبُ أيضا في أنَّ صَاحِبَ المَالِ يجوزُ أن يُفرِّقَها بِنَفْسِه.
فصل: إذا أخَذَ الخَوارِجُ والبُغاةُ الزكاةَ، أجْزَأتْ عن صَاحِبِها. وحَكَى ابْنُ المُنْذِرِ عن أحمدَ، والشَّافِعِيِّ، وأبي ثَوْرٍ، في الخَوَارِجِ، أنَّه يُجْزِئُ. وكَذَلِكَ كُلُّ مَن أخَذَهَا من السَّلَاطِين، أجْزَأَتْ عن صَاحِبِها، سَوَاءٌ عَدَلَ فيها أو جارَ، وسَوَاءٌ أخَذَهَا قَهْرًا أو دَفَعَها إليه اخْتِيَارًا. قال أبو صالِحٍ: سَألتُ سَعْدَ بنَ أبِي وَقَّاصٍ، وابنَ عمرَ، وجَابِرًا، وأبا سَعيدٍ الخُدْرِيَّ، وأبا هُريرَةَ، فقلتُ: هذا السُّلْطَانُ يَصْنَعُ ما تَرَوْنَ، أفأدْفَعُ إليهم زَكَاتِي؟ فقالُوا كُلُّهُم: نعم. وقال إبراهيمُ: يُجْزِئُ عنك ما أخَذَ منك العَشَّارُونَ. وعن سَلَمَةَ بن الأكْوَعِ، أنه دَفَعَ صَدَقَتَه إلى نَجْدَةَ (٢٣). وعن ابنِ عمرَ، أَنَّه سُئِلَ عن مُصَدِّقِ ابنِ الزُّبَيْرِ، ومُصَدِّقِ نَجْدَةَ، فقال: إلى أيِّهِما دَفَعْتَ أجْزأَ عنك (٢٤). وبهذا قال أصْحابُ الرَّأْيِ فيما غُلِبُوا عليه. وقالوا: إذا مَرَّ على الخَوَارِجِ، فعَشَرُوهُ، لا يُجْزِئُ عن زَكَاتِه. وقال أبو عُبَيْدٍ في الخَوَارجِ يَأخُذُونَ الزكاةَ: علَى مَن أخَذُوا منه الإعَادَةَ؛ لأنَّهم ليسوا بأئِمَّةٍ، فأشْبَهُوا قُطَّاعَ الطَّريقِ (٢٥). ولَنا، قَوْلُ الصَّحابةِ، رَضِيَ اللهُ عنهم، من غيرِ خِلافٍ في عَصْرِهِمْ عَلِمْنَاهُ، فيكونُ إجْماعًا، ولأنَّه دَفَعَها إلى أهْلِ الوِلايَةِ،
(٢٢) سقط من: م.(٢٣) أخرجه عبد الرزاق، في: باب موضع الصدقة ودفع الصدقة في مواضعها، من كتاب الزكاة. المصنف ٤/ ٤٨. وذكره أبو عبيد، في: الأموال ٥٧٤.(٢٤) أخرجه ابن أبي شيبة، في: باب في الواليين يريدان الصدقة من الرجل، من كتاب الزكاة. المصنف ٣/ ٢٢٣.(٢٥) الأموال ٥٧٥.