„Geh du für dich (16).“ Sie weigerte sich (17). Wenn sie jedoch Menstruation oder Wochenbett befürchtet, ist es für sie empfohlen, den Tawaf zu beschleunigen, damit er ihr nicht entgeht.
611 – Problem: Er sagte: „Und er praktiziert das Idtiba' (das Schulterentblößen) mit seinem Übergewand.“
Die Bedeutung von Idtiba' ist, dass man die Mitte des Übergewandes unter seine rechte Schulter legt, die beiden Enden auf die linke Schulter zurückwirft und seine rechte Schulter entblößt lässt. Es ist vom Wort ‚Dab'‘ abgeleitet, welches der Oberarm des Menschen ist; es handelt sich um ein ‚Ifti'al‘-Maß davon. Der Ursprung war ‚Idtaba'a‘, dann verwandelten sie das Ta in ein Ta, weil das Ta, wann immer es nach einem Dād, Sād oder einem statischen Tā platziert wird, in ein Ta umgewandelt wird. Das Idtiba' ist beim Tawaf al-Qudum (Ankunftsumkreisung) empfohlen, aufgrund dessen, was Abu Dawud und Ibn Maja (1) von Ya'la ibn Umayya überlieferten, dass der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Frieden – den Tawaf vollzog, während er sein Schulterblatt entblößte (mudtabi'an). Beide überlieferten auch (2) von Ibn 'Abbas, dass der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Frieden – und seine Gefährten die 'Umra von al-Ji'rana aus vollzogen, wobei sie beim Haus (der Kaaba) den Ramal (schnellen Gang) praktizierten und ihre Übergewänder unter ihre Achseln legten, dann warfen sie diese auf ihre linke Schulter. Dies vertrat auch asch-Schafi'i und eine Vielzahl der Gelehrten. Malik sagte: „Das Idtiba' ist keine Sunna.“ [Und er sagte: „Ich habe keinen Gelehrten in unserem Land sagen hören, dass das Idtiba' eine Sunna sei“] (3). Es ist jedoch durch das, was wir überlieferten, erwiesen, dass der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Frieden – und seine Gefährten es taten, und Allah hat befohlen, ihm zu folgen, und Er sagte: „Ihr habt ja im Gesandten Allahs ein schönes Vorbild“ (4). Aslam überlieferte von 'Umar ibn al-Khattab, dass er das Idtiba' vollzog und den Ramal praktizierte und sagte: „Warum (dieser) Ramal und warum zeigen wir unsere Schultern, wo Allah doch die Götzendiener verbannt hat? Doch, wir werden nichts aufgeben, was wir zu Lebzeiten des Gesandten Allahs – Allah segne ihn und gebe ihm Frieden – getan haben.“ Dies überlieferte Abu Dawud (5). Wenn er den Tawaf beendet, bringt er sein Übergewand wieder in Ordnung, da das Idtiba' beim Gebet nicht empfohlen ist. Al-Athram sagte: Wenn er die Umläufe beendet hat, in denen er den Ramal praktiziert, ordnet er sein Übergewand. Die erste Ansicht ist vorzuziehen, da seine Aussage: „Der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Frieden – vollzog den Tawaf in Idtiba'“, sich auf den gesamten Tawaf bezieht. Er praktiziert das Idtiba' nicht bei einem anderen Tawaf als diesem, und er praktiziert das Idtiba' nicht beim Sa'y. Asch-Schafi'i sagte: „Er praktiziert es dabei, weil es einer der beiden Tawafs ist, daher ähnelt es dem Tawaf um das Haus.“ Wir aber sagen: Der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Frieden – praktizierte es dabei nicht, und die Sunna liegt in der Nachahmung von ihm. Ahmad sagte: „Wir haben diesbezüglich nichts gehört.“ Ein Analogieschluss (Qiyas) ist nur dort gültig, wo sein Sinn verstanden wird (6), und dies ist eine reine gottesdienstliche Handlung (Ta'abbud).
612 – Problem: Er sagte: „Und er praktizierte den Ramal in drei Umläufen und ging vier, das alles vom Schwarzen Stein bis zum Schwarzen Stein (1).“
Die Bedeutung von Ramal ist das Beschleunigen des Gehens bei verkürzten Schritten ohne zu springen. Dies ist in den ersten drei Umläufen des Tawaf al-Qudum eine Sunna. Wir kennen unter den Gelehrten hierüber keinen Dissens. Es ist erwiesen, dass der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Frieden – in drei Umläufen den Ramal praktizierte und in vier ging. Dies überlieferten Jabir, Ibn 'Abbas und Ibn 'Umar, und ihre Überlieferungen sind unbestritten (2). Wenn gesagt wird: „Der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Frieden – und seine Gefährten praktizierten den Ramal nur...“
(16) D.h.: Von deiner eigenen Seite und für dich selbst. (17) Ausgeführt von al-Bukhari im Kapitel „Der Tawaf der Frauen mit den Männern“ aus dem Buch der Hajj, Sahih al-Bukhari 2/187; und von al-Baihaqi im selben Kapitel, as-Sunan al-Kubra 5/78. (1) Ausgeführt von Abu Dawud im Kapitel „Das Idtiba' beim Tawaf“ aus dem Buch der Riten, Sunan Abi Dawud 1/435; und von Ibn Maja im Kapitel „Das Idtiba'“ aus dem Buch der Riten, Sunan Ibn Maja 2/984. Ebenso ausgeführt von at-Tirmidhi im Kapitel „Was über das Berühren des Steins... überliefert wurde“ aus den Kapiteln der Hajj, ‚Aridat al-Ahwadhi 4/91; und von ad-Darimi im Kapitel „Das Idtiba' beim Ramal“ aus dem Buch der Riten, Sunan ad-Darimi 2/43; und von Imam Ahmad im Musnad 4/223, 224. (2) Ausgeführt von Abu Dawud im Kapitel „Das Idtiba' beim Tawaf“ aus dem Buch der Riten, Sunan Abi Dawud 1/435. Wir fanden es nicht bei Ibn Maja. Ebenso ausgeführt von Imam Ahmad im Musnad 1/295, 306, 371; und von al-Baihaqi im Kapitel „Das Idtiba' beim Tawaf“ aus dem Buch der Hajj, as-Sunan al-Kubra 5/79. (3) Fehlt in: A.
انْطَلِقِى عنكِ (١٦). وأبَتْ (١٧). وإن خَافَتْ حَيْضًا أو نِفَاسًا، اسْتُحِبَّ لها تَعْجِيلُ الطَّوَافِ، كى لا يَفُوتَها.
٦١١ - مسألة؛ قال: (ويَضْطَبِعُ بِرِدَائِه)
مَعْنَى الاضْطِبَاع أنْ يَجْعَلَ وَسَطَ الرِّدَاءِ تَحْتَ كَتِفِه اليُمْنَى، ويَرُدَّ طَرَفَيْهِ على كَتِفِه اليُسْرَى، ويُبْقِىَ كَتِفَهُ اليُمْنَى مَكْشُوفَةً. وهو مَأْخُوذٌ من الضَّبْعِ، وهو عَضُد الإِنْسانِ، افْتِعَالٌ منه، وكان أصْلُه اضْتَبَعَ، فَقَلَبُوا التَّاءَ طاءً؛ لأنَّ التَّاءَ متى وُضِعَتْ بعد ضَادٍ أو صَادٍ أو طَاءٍ سَاكِنَةٍ قُلِبَتْ طَاءً. ويُسْتَحَبُّ الاضْطِبَاعُ في طَوَافِ القُدُومِ؛ لما رَوَى أبو دَاوُدَ، وابنُ مَاجَه (١)، عن يَعْلَى بن أُمَيَّةَ، أنَّ النَّبِىَّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- طَافَ مُضْطَبِعًا. وَرَوَيَا أيضا (٢)، عن ابنِ عَبّاسٍ، أنَّ النَّبِيَّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- وأصْحَابَهُ اعْتَمَرُوا مِن الجِعْرَانَة، فرَمَلُوا بِالبَيْتِ، وجَعَلُوا أرْدِيَتَهم تحتَ آبَاطِهم، ثم قَذَفُوها على عَوَاتِقِهم اليُسْرَى. وبهذا قال الشَّافِعِيُّ، وكَثِيرٌ من أَهْلِ العِلْمِ. وقال مَالِكٌ: ليس الاضْطِباعُ بِسُنَّةٍ. [وقال: لم أسْمَعْ أحَدًا من أهْلِ العِلْمِ بِبَلَدِنَا يَذْكُرُ أنَّ الاضْطِباعَ سُنَّةٌ] (٣). وقد ثَبَتَ بما رَوَيْنَا أنَّ النَّبِيَّ -صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ- وأصْحَابَهُ فَعَلُوهُ، وقد أمَرَ اللَّه
(١٦) أي: عن جهة نفسك ولأجلك.(١٧) أخرجه البخاري، في: باب طواف النساء مع الرجال، من كتاب الحج. صحيح البخاري٢/ ١٨٧. والبيهقي، في: الباب نفسه. السنن الكبرى ٥/ ٧٨.(١) أخرجه أبو داود، في: باب الاضطباع في الطواف، من كتاب المناسك. سنن أبي داود ١/ ٤٣٥. وابن ماجه، في: باب الاضطباع، من كتاب المناسك. سنن ابن ماجه ٢/ ٩٨٤.كما أخرجه الترمذي، في: باب ما جاء في استلام الحجر. . .، من أبواب الحج. عارضة الأحوذى ٤/ ٩١. والدارمي، في. باب الاضطباع في الرمل، من كتاب المناسك. سنن الدارمي ٢/ ٤٣. والإمام أحمد، في: المسند ٤/ ٢٢٣، ٢٢٤.(٢) أخرجه أبو داود، في: باب الاضطباع في الطواف، من كتاب المناسك. سنن أبي داود ١/ ٤٣٥. ولم نجده عند ابن ماجه.كما أخرجه الإمام أحمد، في: المسند ١/ ٢٩٥، ٣٠٦، ٣٧١. والبيهقى، في: باب الاضطباع للطواف، من كتاب الحج. السنن الكبرى ٥/ ٧٩.(٣) سقط من: أ.