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Al-Mughnī von Ibn Qudāma – Edition al-Turkī
Band 5 · Seite 265Abschnitt

Übersetzung · DE

Die Gelehrten sind sich einig, dass der Imam in Arafat zwischen dem Mittags- und dem Nachmittagsgebet zusammenfassen soll, und ebenso jeder, der mit dem Imam betet. Unsere Gefährten erwähnten, dass das Zusammenfassen für niemanden zulässig sei, außer für denjenigen, dessen Entfernung zu seinem Heimatort sechzehn Farsakh beträgt, in Analogie zur Gebetsverkürzung (Qasr). Dies ist jedoch nicht korrekt, denn der Prophet - Allahs Segen und Frieden seien auf ihm - fasste die Gebete zusammen, und mit ihm fassten diejenigen zusammen, die anwesend waren, sowohl die Mekkaner als auch andere, und er befahl ihnen nicht, das Zusammenfassen zu unterlassen, so wie er ihnen befahl, die Verkürzung zu unterlassen, als er sagte: "Vollendet (das Gebet), denn wir sind Reisende" (11). Wäre das Zusammenfassen verboten gewesen, hätte er es ihnen dargelegt, da es nicht zulässig ist, eine notwendige Klarstellung über den Zeitpunkt des Bedarfs hinaus hinauszuzögern, und der Prophet - Allahs Segen und Frieden seien auf ihm - würde einen Fehler nicht unkommentiert lassen. Uthman pflegte das Gebet zu vollenden, weil er eine Familie (in Mekka) begründet hatte, aber er unterließ das Zusammenfassen nicht. [Und Ibn az-Zubair war in Mekka] (12). Ibn Abi Mulaika sagte: Ibn az-Zubair pflegte uns die Riten zu lehren. Er erwähnte, dass er sagte: Wenn man (von Arafat) aufbricht, gibt es kein Gebet außer bei Dscham' (Muzdalifa). Dies überlieferte al-Athram. Umar ibn Abd al-Aziz war Gouverneur von Mekka, er zog aus und fasste die beiden Gebete zusammen. Es hat uns von keinem der frühen Gelehrten ein Widerspruch bezüglich des Zusammenfassens in Arafat und Muzdalifa erreicht, vielmehr stimmten diejenigen dem zu, die das Zusammenfassen andernorts nicht für zulässig halten. Die Wahrheit liegt in dem, worüber sie sich einig sind, daher wird auf anderes nicht eingegangen (13).

Abschnitt: Was das Verkürzen (Qasr) des Gebets betrifft, so ist dies für die Bewohner von Mekka nicht zulässig. Dies sagten auch Ata, Mudschahid, az-Zuhri, Ibn Dschuraij, ath-Thauri, Yahya al-Qattan, asch-Schafi'i, die Anhänger der Vernunft (Ashab ar-Ra'y) und Ibn al-Mundhir. Al-Qasim ibn Muhammad, Salim, Malik und al-Auza'i sagten: Sie dürfen verkürzen, weil für sie das Zusammenfassen erlaubt ist, also ist für sie auch das Verkürzen erlaubt, genau wie für andere. Wir entgegnen: Sie befinden sich nicht auf einer weiten Reise, daher ist ihnen das Verkürzen nicht gestattet, wie auch anderen, die sich (14) in Arafat und Muzdalifa befinden. Abu Abdullah wurde gefragt: Ein Mann hielt sich in Mekka auf und zog dann zur Pilgerade zur Pilgerfahrt aus? Er antwortete: Wenn er nicht beabsichtigt, in Mekka zu bleiben, wenn er zurückkehrt, dann betet er dort zwei Rak'at. Er erwähnte das Handeln von Ibn Umar und sagte: Denn sein Aufbruch nach Mina und Arafat ist der Beginn einer Reise, denn wenn er...

Anmerkungen

(11) Die Fundstelle wurde bereits bei 2/286 angeführt. (12) In den Handschriften B und M: "Und Ähnliches wurde von Ibn az-Zubair überliefert". (13) Im Original: "ta'ridsch" (Abweichung/Hinwendung). (14) Fehlt in B und M.

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